Richard Freitag hat beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf den zweiten Sieg seiner Karriere gefeiert. Der 21-Jährige flog am Samstag auf 209 und 206,5 Meter und verwies den Norweger Andress Stjernen um 0,3 Punkte auf Rang zwei. Dritter wurde der Österreicher Gregor Schlierenzauer. "Das fühlt sich richtig gut an. Ich habe mein Bestes versucht, und am Ende hat es gereicht. Ich sehe, dass der Weg der richtige ist", sagte der Sieger nach seinem überraschenden Erfolg. "Das Fliegen ging heute einfach gut", sagte Freitag, ehe über seinem Kopf ein krachendes Feuerwerk den Nachthimmel erhellte.
Severin Freund belegte mit 202,5 und 203,5 Metern den neunten Rang vor Michael Neumayer, der mit zweimal 202,5 Metern Zehnter wurde. Karl Geiger kam auf Platz 20, Andreas Wank auf Rang 23. Andreas Wellinger und Maximilian Mechler verpassten das Finale. In der Team-Tour-Gesamtwertung führt vor dem finalen Mannschaftswettbewerb am Sonntag weiter Slowenien.
Am Ende gab es die glänzende Kristallkugel für Marion Thees. Die Skeleton-Pilotin aus Friedrichroda hat nach 2009 erneut den Gesamt-Weltcup gewonnen. Beim Weltcup-Finale in Sotschi reichte ihr ein vierter Platz, um die begehrte Trophäe mit vier Zählern Vorsprung vor Anja Huber zu holen. Die Berchtesgadenerin kam beim letzten Rennen der Saison auf Rang drei. Den Sieg sicherte sich Noelle Pikus-Pace aus den USA vor ihrer Teamkollegin Katie Uhlaender, die in der Gesamtwertung Dritte wurde. Katharina Heinz aus Winterberg landete im Rennen auf Rang 17.
Nach tagelangem Trainingsausfall reichte es für Claudia Pechstein in Norwegen über 500 Meter in 40,68 Sekunden zunächst nur zum 15. Platz. Bei den Europameisterschaften vor fünf Wochen war sie auf der ungeliebten Startdistanz noch 0,64 Sekunden schneller gewesen.
Über 3000 Meter, die sie vor Wochenfrist in Inzell als Weltcup-Vierte beendet hatte, lief es nicht viel besser. In 4:15,87 Minuten hatte sie mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun und landete abgeschlagen auf den 13. Rang. Gehandicapt von Halsschmerzen, Husten und Fieber hat sie damit kaum noch Chancen, das Finale der besten acht Läuferinnen über 5000 Meter am Sonntag zu erreichen. Klar in Front liegt bei Halbzeit die Europameisterin und Titelverteidigerin Ireen Wüst aus den Niederlanden, die in 4:05,41 Minuten die 3000 Meter für sich entschied. Die 500 Meter gewann die Kanadierin Christine Nesbitt in 38,60 Sekunden
Missglückte Reise in den Luftkurort: Im Klassik-Sprint gab es für die deutschen Atheleten nichts zu holen. Alexander Wolz (Buchenberg) lieferte als 13. das beste Ergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV). Auf der anspruchsvollen Strecke war im Kampf mit der starken Konkurrenz für den 21-Jährigen aber trotz eines furiosen Schlussspurts Endstation. Bester beim Weltcup war der Kasache Alexej Poltoranin vor Lokalmatador Dario Cologna. "Es war ein supergeiles Rennen. Ich bin total happy, das war Wahnsinn", sagte Wolz, der sich erst im Fotofinish geschlagen geben musste und damit nur hauchdünn das Halbfinale verpasste. Keine Chance in ihren Finalläufen hatten hingegen Daniel Heun (Gersfeld/20.) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen/28.).

Bei den Frauen erreichten immerhin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) und Hanna Kolb (Buchenberg) das Viertelfinale. Am Ende musste sich die 24-jährige Herrmann mit dem 14. Platz zufrieden geben, direkt hinter ihr landete die drei Jahre jüngere Kolb. Den Sieg machten die Favoriten unter sich aus. So triumphierte die polnische Gesamtweltcup-Führende Justyna Kowalczyk souverän vor Marit Björgen (Norwegen). Damit misslang die Generalprobe seitens der Deutschen im Hinblick auf die WM in Val di Fiemme (20. Februar bis 3. März).

"Wir sind sehr zufrieden. In der Bahn waren wir die Besten, das stimmt mich optimistisch für Olympia", sagte Florschütz. Die Leistung des Olympiazweiten auf der neuen Bahn am nördlichen Hang des Aibga-Bergrückens im Kaukasus ist auch deshalb hoch einzustufen, weil er im Vergleich zu seinen Konkurrenten am Start einen deutlichen Zeitrückstand kassierte. Mit der Rückkehr seines derzeit verletzten Top-Anschiebers Kevin Kuske dürfte dieser Nachteil bei Olympia deutlich kleiner sein.
So blieb dem Deutschen nur Platz zwei hinter Hefti. Dritte wurden die Letten Oskars Melbardis/Daumants Dreiskens. Den Weltcup-Gesamtsieg im kleinen Schlitten sicherte sich der Kanadier Lyndon Rush durch einen vierten Platz. Wesentlich mehr Probleme mit dem olympischen Eiskanal von 2014 hatte Francesco Friedrich zwei Wochen nach seinem überraschenden WM-Triumph von St. Moritz. Der 22-Jährige aus Oberbärenburg, der statt seines an der Wade verletzten WM-Anschiebers Jannis Bäcker mit Marko Hübenbecker startete, musste sich nach einigen kleinen Fehlern mit dem zehnten Platz begnügen. Der Potsdamer Manuel Machata fuhr wegen erneuter Schwächen am Start nur auf Rang acht.
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