Die von einer Rippenprellung gehandicapte deutsche Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg musste sich mit dem elften Rang zufriedengeben. Veronique Hronek kam auf Platz 17., Lena Dürr erreichte den zweiten Durchgang nicht und wurde 40. im Klassement.
Für Worley war es ein "Start-Ziel-Sieg" vor 20.000 Fans in der stimmungsvollen Arena. Die Französin legte mit der Startnummer eins im ersten Durchgang eine Zeit auf die Piste, die keine der nachfolgenden Läuferinnen unterbieten konnte. Zum Teil fingen sich die Mitfavoritinnen eklatante Rückstände ein. Auch Höfl-Riesch nach etwas zaghafter Fahrt und die nach einem Trainingssturz angeschlagene Olympiasiegerin Rebensburg kamen mit großem Rückstand ins Ziel. Besser machten es die Gastgeberinnen. Anna Fenninger und auch Kathrin Zettel nährten die Hoffnungen der österreichischen Alpin-Fans.
Im zweiten Lauf wussten sich sowohl Veronique Hronek als auch Maria Höfl-Riesch zu steigern und kamen jeweils mit zwischenzeitlicher Bestzeit ins Ziel. Das gelang Viktoria Rebensburg nicht, unter Schmerzen ließ sich die Kreutherin im Ziel zu Boden fallen. Am Ende verpasste sie einen Spitzenplatz auch auf Grund der unglücklichen Umstände im Vorfeld des Rennens. Und landete hinter Höfl-Riesch, die insgesamt nicht unzufrieden war.
"Die Medaillenchance habe ich im ersten Durchgang schon verpasst, jetzt bin ich glücklich über den guten zweiten Lauf", erklärte sie und will am Samstag im Slalom noch einmal ganz nach vorne fahren. Rebensburg, die schon vor zwei Jahren bei der Heim-WM krankheitsbedingt im Pech war, schob ihr Abschneiden nicht auf die Blessuren: "Ich konnte fahren, es war okay. Ich habe alles gegeben, aber es war leider ein Riesenfehler dabei", sagte die 23-Jährige. "Es sollte leider nicht sein. Es ist, wie es ist - weiter geht's nächstes Jahr."
Anna Fenninger fuhr kurz nach Rebensburg mit Bestzeit ins Ziel und sicherte dem ÖSV die vierte Medaille. Kathrin Zettel kam knapp nicht an die Zeit ihrer Landsfrau heran - sie wurde am Ende Vierte. Auch, weil sich Titelverteidigerin Tina Maze im zweiten Lauf mächtig steigerte und Tessa Worley eine knifflige Aufgabe mit auf den Weg gab. Die Französin behielt jedoch die Nerven, fuhr auch in ihrem zweiten Lauf Bestzeit und damit verdient und souverän zum Titel. Erstmals nach Carole Merle (1993 in Morioka) ging Riesenslalom-WM-Gold bei den Frauen damit wieder an die Grand Nation, die sich in Schladming insgesamt sehr stark präsentiert und mit der zweiten Goldmedaille die Edelmetallwertung anführt.
1. Tessa Worley (Frankreich) 2:08,06 (1:04,90/1:03,16) Min.; 2. Tina Maze (Slowenien) 2:09,18 (1:05,99/1:03,19); 3. Anna Fenninger (Österreich) 2:09,24 (1:05,75/1:03,49); 4. Kathrin Zettel (Österreich) 2:09,60 (1:05,42/1:04,18); 5. Frida Hansdotter (Schweden) 2:10,34 (1:06,55/1:03,79); 6. Mikaela Shiffrin (USA) 2:10,36 (1:06,55/1:03,81); 7. Lara Gut (Schweiz) 2:10,44 (1:06,93/1:03,51); 8. Marie-Michele Gagnon (Kanada) 2:10,69 (1:06,78/1:03,91); 9. Maria Höfl-Riesch (Partenkirchen) 2:11,08 (1:07,34/1:03,74); 10. Ana Drev (Slowenien) 2:11,21 (1:07,28/1:03,93); 11. Viktoria Rebensburg (Kreuth) 2:11,39 (1:06,97/1:04,42); ...17. Veronique Hronek (Unterwössen) 2:12,18 (1:08,14/1:04,04); 40. Lena Dürr (Germering) 1:10,11
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