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26.01.2013, 13:24

Wieder kein Heimsieg für Österreich

Paris wird Held von Kitzbühel

Zum 73. Mal führte der Ski-Club Kitzbühel die Hahnenkammrennen an diesem Wochenende durch. Traditionell stand am Samstag der Abfahrtslauf auf der legendären Streif auf dem Programm. Ausreichend Schnee, perfekte Präparation und kalte Temperaturen über Nacht machten die Strecke schnell und das Rennen damit spektakulär. Mit Dominik Paris gewann trotz des angekündigten österreichischen Generalangriffs ein Italiener.

Mit weit über 100 Sachen über den Hausberg: Paris auf der Ideallinie
Mit weit über 100 Sachen über den Hausberg: Paris auf der Ideallinie
© picture-allianceZoomansicht

Nachdem in der Vorwoche der Italiener Christof Innerhofer den Klassiker von Wengen gewonnen hatte, legte das österreichische Abfahrtsteam alles daran, diese "nationale Schande" auf der "Heim-Strecke" zu korrigieren, zumal seit 2006 (Michael Walchhofer) kein Österreicher mehr auf der Streif gesiegt hatte.

Führung für Franz

Bereits mit Startnummer 4 lieferte Max Franz einen guten Lauf ab und setzte in 1:58,17 Minuten eine erste Bestmarke. Im Verlauf des Rennens wurde diese Zeit immer besser, zumal die Streif auch in diesem Jahr Fehler der Rennläufer nicht verzieh. Reihenweise scheiterten die Mitfavoriten an der Zeit von Franz. Einige davon wurden nach kleinen Fahrfehlern sogar regelrecht abgeworfen. Florian Scheiber (AUT), Peter Fill (ITA) und Johan Clarey (FRA) landeten unsanft auf der harten Strecke oder im Fangzaun, blieben aber von größeren Blessuren verschont.

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Angriff durch Kröll und Svindal

Daran änderten zunächst auch die Top-Fahrer des Abfahrtsweltcups, die wie üblich ab Startnummer 16 auf die Strecke gingen, nichts. Sowohl Klaus Kröll, als auch Aksel Lund Svindal brachten den Hausberg nicht auf der Ideallinie zu Ende, verloren wertvolle Sekundenbruchteile und mussten sich hinter Max Franz einreihen.

Wieder kein Österreicher

Österreichs Hoffnungen auf einen Sieg wurden danach allerdings jäh gedämpft. Dominik Paris erwischte einen fast fehlerfreien Lauf vom Hahnenkamm herunter und traf auch unterhalb der Hausbergkante die Ideallinie. Mit 1:57,56 Minuten setzte sich der Italiener deutlich an die Spitze. Gleich hinter ihm startete Erik Guay (CAN). Bis zur Hausbergkante konnte sich der Kanadier eine hauchdünne Führung herausfahren, verlor aber im Zielschuss zwischen den vielen tausend Zuschauern noch einige Sekundenbruchteile und reihte sich hinter Paris auf Position zwei ein. Ähnlich erging es der letzten Hoffnung der Gastgeber. Mit Startnummer 22 erwischte Hannes Reichelt zwar einen guten Lauf, kam von der Ideallinie in der Traverse vor dem Zielschuss allerdings ab und landete schließlich in 1:57,92 auf Platz drei.

Nach den Topfahreren sorgten mit dem Slowenen Andrej Sporn und dem Franzosen David Poisson noch einmal zwei Piloten für Aufsehen. Mit einem Rückstand von 0,58 bzw. 0,60 Sekunden fuhren die beiden noch in die Top 5 und verdrängten den lange führenden Franz noch auf Platz sechs.

Auf der technisch schweren Strecke hatten die Läufer mit den höheren Startnummern zwar immer noch die Möglichkeit nach vorne zu fahren, doch an die Zeiten der Spitzenläufer reichten sie nicht mehr heran. Dabei brachte sich der Kroate Ivica Kostelic in die Favoritenstellung für die Hahnenkamm-Kombination. Mit 2,97 Sekunden Abstand auf Paris hat er allerdings nur einen hauchdünnen Vorsprung von 0,26 Sekunden auf den Franzosen Alexis Pinturault. Ted Ligety (USA) schied dagegen aus.

Mit Dominik Paris gelingt dem italienischen Ski-Team, trotz seiner langen Tradition und vieler großer Namen der Vergangenheit, erst der zweite Sieg in der Geschichte der Streif. Kristian Ghedina stand im Jahr 1998 bisher als einziger in den Siegerlisten und durfte im "Londoner Pub" den Barkeeper spielen.

Stefan Keppler nahm als einziger deutscher Abfahrer die Herausforderung Streif an. Der 29-Jährige vom WSV Ebingen schaffte es aber nicht an die Spitzenzeiten heran zu fahren und landete schließlich mit 2,67 Sekunden Rückstand auf Platz 29. Ob er nun bei der WM in Schladming starten darf, muss der Verband entscheiden. "Bevor wir uns blamieren, nehmen wir lieber gar keinen Abfahrer mit", hatte Chefcoach Charly Waibel vor dem Rennen gesagt.


Die Top-Ten von Kitzbühel 2013:

1. Dominik Paris (Italien) 1:57,56 Min.; 2. Erik Guay (Kanada) 1:57,69; 3. Hannes Reichelt (Österreich) 1:57,92; 4. Andrej Sporn (Slowenien) 1:58,14; 5. David Poisson (Frankreich) 1:58,16; 6. Max Franz (Österreich) 1:58,17; 7. Klaus Kröll (Österreich) 1:58,29; 8. Kjetil Jansrud (Norwegen) 1:58,45; 9. Georg Streitberger (Österreich) 1:58,57; 10. Aksel Lund Svindal (Norwegen) 1:58,72; ... 29. Stephan Keppler (Ebingen) 2:00,23

Bilder zum 73. Hahnenkammrennen
Paris bezwingt die Streif am schnellsten
Kitzbühel
Begeisternde Kulisse

Die Abfahrtsläufer erwartet nicht nur ein anspruchsvoller Zielhang sondern auch ein toller Empfang im Zielbereich.
© picture alliance

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26.01.13
 
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