Weltmeister Eric Frenzel hat den Weltcup der Nordischen Kombinierer in Seefeld gewonnen. Der Oberwiesenthaler verwies nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf in 25:59,1 Minuten den Norweger Magnus Moan um 20,4 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde Tino Edelmann aus Zella-Mehlis. Manuel Faißt aus Baiersbronn komplettierte als Elfter das hervorragende Abschneiden der DSV-Kombinierer, für die es der dritte Saisonerfolg war. "Wir stehen momentan richtig gut da. Wir haben uns aus einem kleinen Loch herausgezogen und kommen pünktlich zur WM in Form", sagte Frenzel.
Skilangläufer Hannes Dotzler hat beim Weltcup im französischen La Clusaz für die Überraschung aus deutscher Sicht gesorgt. Der 22 Jahre alte Sonthofener belegte im 15-km-Massenstart beim Sieg des Kasachen Alexej Poltoranin den sechsten Platz und egalisierte sein bestes Karriereergebnis. Für den Dritten der Junioren-WM war es erst das zweite Top-Ten-Resultat im Weltcup. Dotzler hielt bis ins Ziel in der Spitzengruppe mit und lag letztlich nur 1,7 Sekuden hinter dem Sieger. Poltoranin profitierte von einem bösen Schnitzer des Russen Alexander Bessmertnych, der in Führung liegend bereits zwei Meter vor dem Ziel jubelte und von Poltoranin noch um Haaresbreite abgefangen wurde. Der zweimalige Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer (Vachendorf) musste sich mit Platz 17 (+0:10,6) begnügen, Tim Tscharnke (Biberau/+0:12,3) und Jens Filbrich (Frankenhain/+0:13,4) landeten auf den Plätzen 19 und 22.
Der zweimalige Rodel-Weltmeister David Möller hat beim Heim-Weltcup in Winterberg seinen zweiten Saisonsieg eingefahren. Der 31-Jährige fuhr am Samstag mit einem fulminanten zweiten Lauf von Platz drei noch nach ganz vorne und holte sich seinen zehnten Weltcup-Erfolg. Hinter dem Thüringer komplettierte Olympiasieger Felix Loch als Zweiter den deutschen Doppelerfolg. Damit konnte der Berchtesgadener seine Führung im Gesamt-Weltcup weiter ausbauen. Dritter wurde der italienische Altmeister Armin Zöggeler. Julian von Schleinitz, Johannes Ludwig und Andi Langenhan vervollständigten mit den Rängen vier bis sechs den erneut bärenstarken Auftritt der deutschen Rodel-Männer.
Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hat mit der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo das erste Rennen nach ihrer Rückkehr in den alpinen Ski-Weltcup gewonnen. Die Gesamtweltcupsiegerin war am Samstag in Italien Schnellste vor der Slowenin Tina Maze und ihrer Teamkollegin Leanne Smith. Viktoria Rebensburg fuhr als beste Deutsche in die Top-20. Maria Höfl-Riesch schied aus. Die Doppel-Olympiasiegerin wurde nach ordentlicher Zwischenzeit an einer Welle ausgehoben, konnte einen Sturz aber verhindern.
Vonn war am vergangenen Wochenende nach vier Wochen Pause mit den Plätzen vier und sechs zurückgekehrt. Nun gab es den 58. Weltcup-Sieg.
Biathletin Nadine Horchler ist im italienischen Antholz erneut nur knapp am Podest vorbeigelaufen. Bei der WM-Generalprobe landete die 26-Jährige nach einem Schießfehler im Verfolgungsrennen über 10 km auf dem fünften Rang. Im Ziel hatte Horchler, die im Sprint vor zwei Tagen bereits auf Platz fünf gelaufen war, 32,7 Sekunden Rückstand auf die überragende Tagessiegerin Tora Berger (Norwegen/2 Fehler). Platz zwei sicherte sich Olena Pidhruschna (Ukraine/1) vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen (4).
Zweitbeste deutsche Skijägerin wurde Doppel-Olympiasiegerin Andrea Henkel (2) auf Rang zwölf. Die 34-Jährige hatte 1:05,5 Minuten Rückstand auf die Gesamtweltcup-Führende Berger. Franziska Hildebrand (1) schaffte es auf Rang 19, Maren Hammerschmidt (1) landete auf Platz 34.
Miriam Gössner und Evi Sachenbacher-Stehle blieb bei dem Rennen nur die Zuschauerrolle. Die beiden Bayerinnen hatten nach schwachen Sprintrennen die Qualifikation für den Wettbewerb der besten 60 verpasst.
Biathlet Birnbacher, der am Freitag im Sprint Rang drei um 0,7 Sekunden verpasst hatte, verzichtet krankheitsbedingt auf weitere Starts beim Biathlon-Weltcup in Antholz und wird somit gut drei Wochen vor der WM keine Rennen mehr bestreiten. Den Schlechingerplagt ein Magen-Darm-Infekt. "Mir ging es hundeelend. Um im Weltcup mitzuhalten, muss man topfit sein. Deshalb macht es keinen Sinn", sagte der 31-Jährige. Er reiste bereits am Samstag nach Hause ab und fehlt somit in der Verfolgung und der abschließenden Staffel am Sonntag.
Ohne den besten Athleten spielte das deutsche Team keine Rolle. Bester Deutscher im letzten Einzelrennen vor der WM in Nove Mesto vom 7. bis 17. Februar war noch Florian Graf, der mit vier Strafrunden 28. wurde. Anton Schipulin hat gewonnen. Der Russe leistete sich über die 12,5 Kilometer zwei Schießfehler und hatte am Ende Sekunden 22,4 Sekunden Vorsprung auf den Slowenen Jakov Fak, dem ein Fehler unterlief. Rang drei sicherte sich Daniel Mesotitsch aus Österreich mit einem Schießfehler und 25,8 Sekunden Rückstand. Für Schipulin war es der vierte Weltcup-Sieg seiner Karriere, nachdem er am Freitag auch den Sprint für sich entschieden hatte.
Die deutschen Skispringer haben derweil beim Weltcup im japanischen Sapporo einen Podestplatz klar verpasst. Als bester DSV-Starter belegte Severin Freund am Samstag mit Sprüngen auf 128 und 130,5 Meter den siebten Rang. Michael Neumayer folgte mit Weiten von 130 und 128,5 Meter direkt dahinter auf Platz acht.
"Für beide war ein Podestplatz drin, aber der Wettkampf ist nicht zu unseren Gunsten verlaufen. Sie haben kleine Fehler gemacht und sind nicht an den guten Fliegern vorbeigekommen", bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster.
Seinen ersten Weltcupsieg feierte der Tscheche Jan Matura. Mit 132 und 135 Metern verwies der 32-Jährige den Norweger Tom Hilde und den Slowenen Robert Kranjec auf die weiteren Podestplätze.
Die weiteren deutschen Springer konnten an der Spitze nicht mithalten. Andreas Wank wurde 13., Martin Schmitt kam auf Rang 21 und Maximilian Mechler belegte den 24. Platz.
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