Die Ausgangssituation für das deutsche Team bei der Verfolgung in Hochfilzen war auch hinter dem Sprintsieger Andreas Birnbacher, der als Erster in die Spur ging, gut formiert: Erik Lesser mit der Startnummer 14 musste 41 Sekunden auf die Spitze aufholen, Florian Graf lag knapp eine Minute zurück. Zusammen mit dem Franzosen Martin Fourcade lief Birnbacher dem Feld davon, ehe die beiden Spitzenreiter beim zweiten Schießen in die Strafrunde mussten. Nutznießer war Jakov Fak aus Slowenien, der fortan vorne weg lief.
Nach dem vierten und letzten Schießen formierte sich eine Führungsgruppe mit Birnbacher, Fak, Martin Fourcade sowie dem Russen Dmitry Malyshko und Fredrik Lindström aus Schweden. Auf der Schlussrunde musste der DSV-Starter Federn lassen. Fak sicherte sich trotz zwei Fehlschüssen in 34:14.8 Minuten den Sieg vor Malyshko (+ 0,9 Sekunden/1 Fehler) und Martin Fourcade (+ 8,6/3). Dahinter trudelten der Schwede und anschließend, mit einem Rückstand von 15,1 Sekunden, der geschlagene Birnbacher ins Ziel. Zweimal hatte der 31-Jährige aus Schleching die Scheiben verfehlt.
"Ich habe heute keinen besonders guten Tag im Laufen erwischt und am Ende keine Chance mehr gehabt", sagte Birnbacher, der seinen dritten Podestplatz des Winters verpasste: "Ich habe erst versucht dranzubleiben, aber es hat keinen Sinn mehr gemacht. Es ist halt nicht jeder Tag gleich, aber ich kann mit dem Ergebnis zufrieden sein." Eine Pause bekommt der Bayer nun im ersten Staffel-Wettkampf der Saison am Sonntag.
Weitere Ergebnisse: Arnd Peiffer 25. (+ 2:10,5/3); Simon Schempp 26. (+ 2:13,2/2); Florian Graf 29. (+ 2:31,4/5); Benedikt Doll 40. (+ 3:17,9/5) und Erik Lesser 44. (+ 3:42,9/8).
Die deutschen Damen haben hingegen beim Weltcup im österreichischen Hochfilzen auch in der Verfolgung die Podestplätze verpasst. Staffel-Weltmeisterin Miriam Gössner aus Garmisch landete über zehn Kilometer als beste DSV-Skijägerin mit vier Schießfehlern auf dem sechsten Platz. In Tirol hatte die 22-Jährige in der zweiten Verfolgung des Winters im Ziel 59,4 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Synnoeve Solemdal aus Norwegen (31:13,4 Minuten/1 Fehler) und feierte ihr bestes Ergebnis in diesem Winter.
Platz zwei ging an die norwegische Gesamtweltcup-Führende Tora Berger (30,2/2), Dritte wurde Kaisa Mäkäräinen aus Finnland (33,3/4). Die erste Top-Ten-Platzierung ihrer Karriere fuhr Nadine Horchler ein. Sie musste nur einmal in die Strafrunde und wurde starke Zehnte. Andrea Henkel (4 Fehler) kam als 17. ins Ziel. Weit abgeschlagen waren Carolin Hennecke (3) als 45. und Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann (6) als 54.
Gössner zeigte sich nach dem Wettkampf optimistisch: "Viermal ein Fehler ist schon ärgerlich, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich habe mich ganz gut gefühlt und freue mich auf die nächsten Rennen", und nahm sich gleich etwas vor: "Viermal null Fehler zu schießen, ist auf jeden Fall ein großes Ziel."
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