Felix Neureuther hat beim Weltcup-Slalom von Val d'Isère seinen dritten Weltcup-Sieg um eine halbe Sekunde verpasst. Der 28 Jahre alte Partenkirchener musste sich im Schneetreiben am Samstag nur dem Franzosen Alexis Pinturault geschlagen geben und feierte das 15. Podium seiner Karriere. Dritter wurde Gesamtweltcup-Sieger Marcel Hirscher aus Österreich. Fritz Dopfer fuhr nach Rang elf im ersten Durchgang noch um einen Platz nach vorne. Dominik Stehle auf Rang 31 und Stefan Luitz mit Platz 34 hatten den zweiten Durchgang ebenso verpasst wie Philipp Schmid, der ausschied.
"Der Pinturault muss einen brutalen zweiten Lauf hingelegt haben, Respekt an ihn. Dieser Erfolg war wichtig für mich, jetzt habe ich den ersten Stress a bisserl weg", sagte Neureuther nach dem Rennen. Immer noch wirke der Bandscheibenvorfall nach, ihm gehe es "noch nicht ganz optimal, daher stimmt mich das Ergebnis sehr optimistisch für die kommenden Rennen". Dopfer ärgerte sich über "zwei verhaltene Läufe", die Platzierung sei "okay", ergänzte er, "aber vom Fahren her war's das noch nicht".
Mit böigen Windverhältnissen hatte Maria Höfl-Riesch bei ihrem Lauf in St. Moritz zu kämpfen. Für einen Platz ganz oben reichte es damit wieder nicht, obwohl "ich wirklich gut drauf bin", so die Partenkirchenerin im "ZDF". Dass ihre Rivalin im Kampf um die große Kugel, Lindsey Vonn, strahlende Siegerin im traditionsreichen Schweizer Wintersportort war, war für die Deutsche nebensächlich. "Abgerechnet wird am Ende", sagte Höfl-Riesch.
Am Ende war sie beim 57. Weltcupsieg Vonns Fünfte, nach Rang vier in der Super-Kombination am Vortag. Auf der verkürzten Strecke hatte Höfl-Riesch einen Rückstand von 1,31 Sekunden auf Vonn. Direkt dahinter landete Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg aus Kreuth, die damit ihre bestes Weltcup-Ergebnis in dieser Disziplin feierte.
Vonn, die auch den ersten Saison-Super-G in Lake Louise für sich entschieden hatte, liegt mit 57 ersten Plätzen in der "ewigen" Weltcup-Bestenliste nur noch fünf Siege hinter der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll (62).
Süßsauer lächelte indes die dreifache Saisonsiegerin Tina Maze aus Slowenien, die mit einem Rückstand von 0,37 Sekunden Zweite vor der US-Amerikanerin Julia Mancuso (+1,01) wurde. Maze wäre mit einem Sieg erst die sechste Skirennläuferin überhaupt gewesen, die in allen Weltcup-Disziplinen gewonnen hätte. Zuvor war dies nur den Schwedinnen Pernilla Wiberg und Anja Pärsson sowie der Kroatin Janica Kostelic, der Österreicherin Petra Kronberger und Lindsey Vonn gelungen.
Nur Gregor Schlierenzauer war nicht zu schlagen: Der deutsche Skispringer Severin Freund hat seinen Höhenflug fortgesetzt und sich auf der kleinen Olympia-Schanze im russischen Sotschi den zweiten Rang gesichert. Der 24-Jährige verteidigte damit das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters. Schlierenzauer, der den 42. Sieg seiner Karriere feierte, hatte 5,3 Punkte mehr auf seinem Tageskonto. Rang drei ging an ÖSV-Kollege Andreas Kofler.
Gleich sieben deutsche Springer landeten in den Punkterängen: Richard Freitag (Aue), zur Halbzeit noch starker Dritter, holte als Sechster den ersten Top-10-Platz des WM-Winters, Michael Neumayer (Berchtesgaden) wurde Achter. Youngster Andreas Wellinger (Ruhpolding) und Andreas Wank (Oberhof) teilten sich den elften Rang, Danny Queck (Lauscha) und Karl Geiger (Oberstdorf) landeten auf den Rängen 19 und 29.
Vierschanzentournee-Gewinner Schlierenzauer ist mit 42 Weltcup-Siegen dem viermaligen Olympiasieger Matti Nykänen auf den Fersen (46).
Carina Vogt verfehlte mit ihren Sprüngen auf 101,5 und 97,5 Meter im russischen Sotschi diesmal deutlich einen Podestplatz. Über den konnten sich die US-Amerikanerin Sarah Hendrickson freuen, die dieses Mal über ihre japanische Konkurrentin Sara Takanashi triumphierte. Beide teilen sich nun in der Weltcup-Wertung den ersten Platz. Auf deutscher Seite sicherte sich Svenja Würth mit zwei starken Sprüngen den zehnten Rang. Katharina Althaus wurde 24., punktgleich liegt Juliane Seyfahrt ebenfalls auf Rang 24, Ulrike Gräßler auf 27 und Melanie Faißt auf 29.
Rodlerin Natalie Geisenberger hat beim Heim-Weltcup in Altenberg ihren zweiten Saisonsieg eingefahren. Eine Woche nach ihrem Erfolg am Königssee war die Olympia-Dritte auch auf der WM-Bahn im Ost-Erzgebirge nicht zu schlagen und machte überlegen ihren zwölften Weltcup-Sieg perfekt. Hinter der Miesbacherin sicherten Anke Wischnewski und Corinna Martini den ersten Dreifacherfolg der deutschen Frauen im vorolympischen Winter. Olympiasiegerin Tatjana Hüfner blieb nur der fünfte Platz.
Auf der anspruchsvollen Bahn in Altenberg tummeln sich am Wochenende die Rodler. Der Samstag begann mit einem Erfolg für die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee). Der "Bayern-Express" fährt in diesem Winter bislang in einer eigenen Liga. Beim dritten Sieg im dritten Rennen schaute die Konkurrenz um die Österreicher Peter Penz/Georg Fischler (+0,364) und die Vizeweltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (beide Ilsenburg/+0,564) in die Röhre.

Thomas Florschütz und Anschieber Kevin Kuske sind bei ihrem Weltcup-Comeback in diesem Winter auf Rang vier gefahren. Beim Zweierbob-Weltcup in Winterberg hatten sie nach zwei Läufen 48 Hundertstelsekunden Rückstand auf den siegreichen Schweizer Beat Hefti. Auf Rang zwei fuhr der Russe Alexander Subkow vor dem Kanadier Lyndon Rush. Manuel Machata vom SC Potsdam landete mit Christian Poser auf Rang sechs. Maximilian Arndt und Alexander Rödiger aus Oberhof wurden wegen eines Frühstarts im ersten Lauf disqualifiziert.
Bob-Pilotin Anja Schneiderheinze ist mit Anschieberin Stephanie Schneider beim Weltcup in Winterberg auf Platz drei gefahren. Trotz eines kapitalen Fehlers im ersten Durchgang schaffte die Erfurterin in 56,89 Sekunden einen Bahnrekord. Im zweiten Lauf gelang ihr allerdings nur die siebtbeste Zeit. Der Sieg ging zum vierten Mal nacheinander in diesem Winter an Weltmeisterin und Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada mit Anschieberin Chelsea Valois. Zweite wurde die US-Amerikanerin Elana Meyers mit Katie Eberling.
Die Eisschnellläufer legten in der Nacht zum Samstag vor - sie sind ja auch in Fernost am Start. In Nagano leiferte der Berliner Samuel Schwarz dabei eine bärenstarke Leistung ab und lief in der Olympiahalle der Winterspiele 1998 in persönlicher Saisonbestleistung von 1:09,69 Minuten auf Rang zwei. Es war der zweite Weltcup-Podestplatz seiner Karriere. "Es ist unglaublich, das ist so genial. Wahnsinn", sagte Schwarz dem SID: "Das Eis liegt mir sehr, es gleitet gut. Ich habe die Kurven gut getroffen bin sauber gelaufen. Ich habe vorher gesagt, wenn es mit dem Podium klappt, dann flippe ich aus." Na dann viel Spaß! Besser als Schwarz war lediglich der Finne Pekka Koskela, der in 1:09,52 Minuten triumphierte.
Bei den Biathleten in Hochfilzen musste sich Andreas Birnbacher, der als Sprintsieger als Erster in die Loipe gegangen war, mit Rang fünf in der Verfolgung begnügen. Bei den Damen war Miriam Gössner mit ihrem sechsten Platz beste Deutsche.
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