Maria Höfl-Riesch hat im finnischen Levi ihren 24. Weltcupsieg eingefahren. Im ersten Slalom der Saison siegte die Garmisch-Partenkirchenerin in 1:55,58 Minuten vor der Finnin Tanja Poutiainen (+ 0,55 Sekunden) und der erst 17 Jahre jungen US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+ 0,74). Höfl-Rieschs Freundin und Dauerrivalin Lindsey Vonn war in Levi nicht am Start.
"Das ist Wahnsinn. Ich weiß, dass das hier ein guter Hang für mich ist, aber trotzdem startet jedes Rennen bei Null", sagte Höfl-Riesch. Von den Hüftproblemen, die sie zuletzt im Training behinderten, war am Samstag nichts zu sehen. "Die letzten Tage konnte ich schmerzfrei trainieren. Es hat mich nach einer kurzen Pause nicht mehr behindert", sagte sie.
Nach dem ersten Durchgang lag sie als Zweite noch 0,30 Sekunden hinter Poutiainen. Im zweiten Lauf legte sie aber die Bestzeit hin und sicherte sich so noch den Sieg.
Weltcup-Punkte sammelten auch Christina Geiger (11. Platz), Barbara Wirth (20.) und Fanny Chmelar (24.). Die Schwestern Lena und Katharina Dürr, Veronika Staber, Monica Hübner und Andrea Filser waren im zweiten Lauf nur Zuschauerinnen. "Das ist eine durchwachsene Bilanz. Die Lena Dürr hat große Fehler gemacht, sie hatte den Speed. Das war enttäuschend. Auch Christina Geiger ist im ersten Lauf viel zu vorsichtig gefahren", sagte Damen-Bunstrainer Thomas Stauffer.
In Abwesenheit von Vonn gingen die favorisierten Österreicherinnen leer aus. Disziplin-Titelverteidigerin Marlies Schild schied ebenso aus wie Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser. Beste ÖSV-Starterin war Nicole Hosp als Neunte.
Wieder nichts mit einem Podestplatz wurde es für Manuel Machata im Viererbob in Lake Placid (USA). Der Potsdamer fuhr wie am Vortag im Zweier auf Rang vier. Der Russe Alexander Subkow schlug den auf seiner Heimatbahn favorisierten Olympiasieger Steven Holcomb (USA) und dessen Landsmann Nick Cunningham.
Subkow setzte sich nach zwei Läufen in 1:50,15 Minuten durch, Holcomb hatte 0,19 Sekunden Rückstand auf Subkow, Cunningham 0,32. Machata fuhr um 0,07 Sekunden am Bronzeplatz vorbei.
Dabei vergab sein Team eine bessere Platzierung bereits am Start mit schwachen Zeiten. "Damit kann ich nicht zufrieden sein, natürlich wollte ich aufs Podest", sagte Machata.
Junioren-Weltmeister Francesco Friedrich überraschte als Fünfter, Europameister Maximilian Arndt kam mit der Bahn überhaupt nicht zurecht und wurde Neunter.
Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat bei der Eisschnelllauf-DM in Berlin erneut den Titel verpasst. Einen Tag nach Platz zwei über 3000 Meter hinter Stephanie Beckert kam die 40-Jährige auch über 1500 m auf Rang zwei. Pechstein benötigte 2:00,03 Minuten. Es siegte Titelverteidigerin Monique Angermüller (Berlin) in 1:58,87. Dritte wurde die Berlinerin Isabell Ost in 2:01,31.
"Ich bin total enttäuscht. Ich bin eingebrochen", sagte Pechstein nach ihrem Lauf. Am Sonntag bietet sich der 40-Jährigen über die 1000 Meter sowie im Massenstart noch zwei weitere Chancen auf Titel.
Bei den Herren sicherte sich Moritz Geisreiter nach seinem Sieg über 5000 Meter auch den Titel über 1500 Meter. Der WM-Vierte aus Inzell triumphierte in persönlicher Bestzeit von 1:48,52 Minuten vor Titelverteidiger Patrick Beckert (Erfurt/1:49,02) und Robert Lehmann (Erfurt/1:51,10).
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