Die 26-jährige Heidemann konnte als dritte Deutsche nach dem ehemaligen Degen-Fechter Arnd Schmitt und der ehemaligen Florett-Spezialistin Anja Fichtel in die Riege der Triple-Gewinner aufsteigen und sorgte zugleich für das erste Gold für Deutschland bei der Kontinentalmeisterschaft. "Total gigantisch. In kurzer Zeit Weltmeisterin, Olympiasiegerin und Europameisterin - das ist unglaublich. Das hätte ich nie gedacht", freute sich die 26-Jährige.
Für Weßels reichte es dagegen nur zu Bronze, erwartungsgemäß musste er sich Topfavorit Andrea Baldini im Halbfinale mit 7:15. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Bonner aber den dritten Platz bereist sicher. Der Italiener behielt dann auch im Finale gegen den Briten Richard die Oberhand und sicherte sich dank eines 15:7-Sieges den Titel.
"Einfach traumhaft. Ich habe schon lange nicht mehr an einer EM teilgenommen und hätte bis vor zwei Jahren gar nicht geglaubt, dass ich eine Medaille bei einer EM holen kann", sagte Weßels. Der Bonner sorgte mit seinem größten Erfolg nach dem Vizeweltmeistertitel von 2002 für die nächste Überraschung nach Silber für Florett-Fechterin Katja Wächter aus Tauberbischofsheim und Bronze für ihren Vereinskollegen Björn Hübner mit dem Säbel.
Manfred Kaspar reagierte gelassen auf den unerwarteten Medaillenregen der deutschen Athleten nach zwei Tagen. "Wenn es draußen 40 Grad im Schatten hat, müssen wir ja irgendeinen anderen Regen produzieren", scherzte der DFeB-Sportdirektor. Ferner hatte er einige lobende Worte für das Erfolgsduo parat: "Britta kann aus dem Stand heraus immer vorne dabei sein. Andre hat sich nach vielen Jahren zurückgemeldet. Erst das Grand-Prix-Finale in Paris, jetzt eine EM-Medaille - das ist eine runde Saisonleistung."

Dennoch gab es wie bereits zum EM-Auftakt auch enttäuschte Gesichter. Vor allem Olympiasieger Benjamin Kleibrink hatte nach seinem frühen Aus und Platz 28 kaum Grund zur Freude. "Es lief von Anfang an nicht so richtig. Aber das habe ich mir selbst zuzuschreiben", sagte der 23-Jährige nach seinem 14:15 im Sudden Death gegen Stefano Barrera. Kleibrink hatte im Vorfeld der EM allerdings nicht voll trainieren können, da er wegen seines Sportstudiums die EM-Vorbereitung etwas zurückstellen musste und erst vor zwei Monaten in die Saison eingestiegen war.
Auch der dreimalige Weltmeister Peter Joppich schied nach einem 14:15 gegen Baldini im Viertelfinale aus und kam auf Platz sieben. Der Koblenzer hatte ebenfalls einige Hindernisse während der Vorbereitung zu überwinden, so musste er wegen Schulterbeschwerden in der letzten Woche vor der EM eine Trainingspause einlegen und wurde für den Wettkampf fitgespritzt. "Gegen Baldini kann eine Niederlage immer passieren, Peter war ja schon gehandicapt", sagte Bundestrainer Uli Schreck.
Sebastian Bachmann musste sich seinem Teamkollegen Weßels im Achtelfinale 9:15 geschlagen geben und erreichte Platz 15. Imke Duplitzer aus Bonn war überraschend in der Runde der letzten 32 durch ein 11:15 an der Schweizerin Simone Naef gescheitert und belegte Platz 23. Monika Sozanska aus Heidenheim (9:15 gegen die Ukrainerin Jana Schemjakina) und Marijana Markovic (8:13 gegen Sivkova) schieden früh aus und kamen auf die Plätze 22 und 24.
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Re: Montag ist Bongotag!!
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K.HRummenigge
- 02.06.12, 03:03 - 1 mal gelesen
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Re: Montag ist Bongotag!!
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K.HRummenigge
- 02.06.12, 03:02 - 1 mal gelesen
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