Laureus Awards 2019

Frankreichs Fußballer triumphieren vor Mercedes & Co.

Mehr Sport - 18.02. 21:01

Die französische Fußball-Nationalmannschaft hat bei den Laureus Awards 2019 die Auszeichnung als Mannschaft des Jahres erhalten. Vorjahres-Sieger Mercedes ging dagegen leer aus.

Sieger in der Kategorie "Team des Jahres": Die französische Fußball-Nationalmannschaft. © imago

Frankreichs Fußball-Weltmeister wurden am Montagabend bei den Laureus Awards ausgezeichnet. Die Mannschaft von Nationaltrainer Didier Deschamps erhielt bei der Preisverleihung in Monaco den Award für das Team des Jahres.

Die Franzosen, die im Sommer in Russland nach 1998 zum zweiten Mal Weltmeister geworden waren, setzten sich bei der Laureus-Wahl unter anderem gegen das Formel-1-Team von Mercedes durch.

Mercedes hatte die Trophäe im Vorjahr erhalten, diesmal war an den starken Franzosen kein Vorbeikommen. Deschamps war unter den zahlreichen Gästen bei der Gala im Fürstentum und nahm den Preis persönlich entgegen. Die Jury konnte aus einem bunten Kandidaten-Kreis wählen. Neben den Franzosen und Mercedes waren auch die Basketballer der Golden State Warriors, Europas Ryder-Cup-Team (Golf), Norwegens Winter-Olympiamannschaft und Champions-League-Sieger Real Madrid (Fußball) nominiert.

Sportler des Jahres: Zum vierten Mal Novak Djokovic

Tennis-Profi Novak Djokovic hat zum vierten Mal den Laureus Award als Sportler des Jahres gewonnen. Der Serbe, der die Auszeichnung bereits 2012, 2015 und 2016 erhalten hatte, zog nach Siegen mit Sprinter Usain Bolt (Jamaika) gleich, der ebenfalls viermal triumphiert hat. Nur Roger Federer (Tennis/Schweiz) ist mit fünf Auszeichnungen noch erfolgreicher.

Djokovic, Nummer eins der Tennis-Welt und im vergangenen Jahr Sieger in Wimbledon und bei den US Open, setzte sich bei der Wahl gegen fünf weitere Sportstars durch. Die beiden Fußballer Luka Modric (Kroatien) und Kylian Mbappe (Frankreich) sowie Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien), Marathon-Weltrekordler Eliud Kipchoge (Kenia) und Basketball-Star LeBron James (USA) mussten Djokovic den Vortritt lassen.

Deutsche Sportler waren nicht nominiert. Der bislang letzte deutsche Laureus-Sportler-des-Jahres ist Sebastian Vettel (Formel 1/2014). Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat den Preis zweimal (2002/2004) gewonnen.

Sportlerin des Jahres: Kerber muss wieder Biles den Vortritt lassen

Deja-vu für Angelique Kerber: Wie bereits im Jahr 2017 hat Deutschlands beste Tennisspielerin bei den Laureus Awards in Monaco in der Kategorie Sportlerin des Jahres der US-Turnerin Simone Biles den Vortritt lassen müssen.

Biles erhielt den begehrten Award am Montagabend für ihre herausragenden Leistungen bei der WM 2018 in Doha, als sie viermal Gold und je einmal Silber und Bronze abräumte. Mit nun 14 WM-Titeln ist die erst 21 Jahre alte Biles die erfolgreichstes Turnerin der Geschichte.

Kerber war eine von sechs nominierten Sportlerinnen. Die 31-Jährige aus Kiel hatte im vergangenen Jahr in Wimbledon triumphiert und ihren dritten Grand-Slam-Titel geholt. Ebenfalls nominiert waren Tennis-Star Simona Halep (Rumänien), US-Skiqueen Mikaela Shiffrin, Super-G-Olympiasiegerin Ester Ledecka (Tschechien) und die erfolgreiche Triathletin Daniela Ryf (Schweiz).

Behindertensport: Farkasova sticht Rehm aus

Para-Weitspringer Markus Rehm ist bei den Laureus Awards in Monaco erneut leer ausgegangen. Der 30-Jährige aus Leverkusen musste sich in der Kategorie Behindertensportler des Jahres der sehbehinderten Skirennfahrerin Henrieta Farkasova aus der Slowakei geschlagen geben. Farkasova hatte bei den Paralympics in Pyeongchang in der Klasse B3 vier Goldmedaillen abgeräumt. Insgesamt kommt die 32-Jährige bei drei Paralympics-Teilnahmen auf neunmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Insgesamt standen sechs Kandidaten zur Wahl. Rehm war bereits im vergangenen Jahr nominiert gewesen, bislang hat er den Award noch nicht gewonnen.

Die Laureus World Sport Awards werden seit 2000 vergeben. Die gemeinnützige Laureus-Stiftung, die sich weltweit mit verschiedenen Sport-Projekten für benachteiligte Kinder einsetzt, zeichnet dabei Sportler und Sportlerinnen in acht Kategorien für ihre Leistungen im zurückliegenden Kalenderjahr aus. Auf Vorschlag von rund 2000 Journalisten werden die Gewinner von einer Jury der Stiftung bestimmt.

kon/sid

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