Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
09.08.2018, 13:54

Silbermedaillengewinner wird 25 Zentimeter zu kurz gemessen

Nach Panne um Heinle: Florczak fordert Mess-Reform

Das Mess-Chaos im Finale der Weitspringer sorgt weiter für Diskussion. Nach der Panne beim Sprung von Silbergewinner Fabian Heinle spricht sich der Bundestrainer für eine Änderung des Systems aus. Eine berühmte Ex-Weitspringerin nimmt die Kampfrichter in Schutz.

Fabian Heinle
Wie weit war er? Fabian Heinles Silbersprung sorgt für Diskussionen.
© imagoZoomansicht

Auch mit etwas Abstand war der Frust über das Mess-Chaos im Finale der Weitspringer bei EM-Silbergewinner Fabian Heinle noch nicht komplett verflogen. Ein zu kurz gewerteter Sprung kostete den Überraschungszweiten von Berlin die zwischenzeitliche Führung - und damit eine noch größere Chance auf den möglichen Gold-Satz. "Das ist ärgerlich, wenn so etwas im Finale einer EM passiert", sagte der 24-Jährige am Donnerstagmorgen über die Panne der Kampfrichter.

Sein vierter Versuch war zunächst nur mit 7,77 Metern gemessen worden. Nach einem Protest wurde die Weite erst deutlich später auf 8,02 Meter korrigiert. Damit wäre der Athlet des VfB Stuttgart zu diesem Zeitpunkt im Wettkampf in Führung gegangen und hätte seinen nächsten Versuch ausgelassen, um ausgeruht Kraft für einen letzten Angriff auf die Bestweite zu nehmen.

Florczak: "Unsäglich" - Drechsler nimmt Richter in Schutz

"Das ist unsäglich für uns, für die Athleten, die Trainer und auch die Zuschauer", sagte Sprung-Bundestrainer Uwe Florczak der Deutschen Presse-Agentur. "Man fühlt sich nicht mehr sicher. Es ist ja nicht nur in Berlin passiert, sondern auch schon vorher in Zürich oder London."

Die zweimalige Olympiasiegerin Heike Drechsler nahm die Kampfrichter ausdrücklich in Schutz. "Unser Kampfrichterteam hat mit der ganzen Sache nichts zu tun. Wir haben unsere Arbeit gemacht. Das war alles korrekt", sagte die 53 Jahre alte frühere Spitzenathletin der Deutschen Presse-Agentur.

Drechsler war an dem Wettkampf am Mittwochabend als Kampfrichterin beteiligt, sie ebnet nach den Weitsprüngen mit einem Schieber die Sand-Oberfläche. Es habe sich um technische Probleme gehandelt, betonte Drechsler. "Mit dem Bandmaß wäre es allerdings schneller gegangen." Die Weiten werden inzwischen nicht mehr von Hand, sondern elektronisch gemessen.

Rückkehr zum Maßband? "Damit wäre mir wohler"

Es habe sich nicht um einen Messfehler, sondern einen Bedienfehler gehandelt, sagte Florczak über den Wettkampf bei schwierigen Lichtverhältnissen. "Sie haben Schatten gemessen." Mehrere Athleten beklagten, dass aus ihrer Sicht zu kurze Weiten gewertet worden seien. So kam der Schwede Thobias Nilsson Montler mit seinem letzten Versuch Heinle nochmal gefährlich nahe - diskutierte minutenlang mit den Kampfrichtern, wurde am Ende aber drei Zentimeter hinter dem Deutschen platziert.

Der Bundestrainer sprach sich für eine Änderung des Mess-Systems aus und schlug vor, bei der elektronischen Messung wie in der Vergangenheit auch wieder den Messpunkt im Sand abzustecken. "Damit wäre mir deutlich wohler", sagte Florczak, Leitender Bundestrainer für Drei-, Weit- und Hochsprung.

Vielleicht wäre noch was gegangen.Fabian Heinle über die Auswirkungen des Messfehlers

Mit zweimal gesprungenen 8,13 Metern wurde Heinle Zweiter hinter dem Griechen Miltiadis Tentoglou, der 8,25 Meter sprang. "Vielleicht wäre noch was gegangen, ich bin aber auch mit der Silbermedaille zufrieden", sagte Heinle am Donnerstagmorgen im ZDF.

Heinle realistisch: "Bei der WM lächeln sie darüber"

Nach längeren Verletzungsproblemen hat sich der Junioren-Europameister von 2015 langsam wieder seiner Bestweite von 8,25 Metern angenähert. Der gebürtige Böblinger weiß aber seine Leistung in einem mäßig besetzen EM-Feld international einzuschätzen. "Mit meinen 8,13 Metern bezweifle ich, dass ich bei einer WM ins Finale gekommen wäre", sagte Heinle. "Da lächeln sie kurz und sind einen halben Meter weg."

Doch noch ist der 24-Jährige aus Sicht seines Trainers noch nicht am Ende seines Leistungsvermögens angekommen. "Er hat großes Potenzial", betonte Florczak. "Wir werden noch sehr viel weitere Sprünge von ihm sehen." Nun müssen diese nur noch richtig gemessen werden.

dpa

 

kicker

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

Schlagzeilen

   
google+ Google+ aktivieren
dauerhaft aktivieren

Livescores

  Heim   Gast Erg.
21.08. 18:00 - -:- (-:-)
 
21.08. 18:30 -
Ulm
-:- (-:-)
 
21.08. 19:00 - -:- (-:-)
 
21.08. 19:30 - -:- (-:-)
 
21.08. 20:45 - -:- (-:-)
 
QPR
- -:- (-:-)
 
- -:- (-:-)
 
- -:- (-:-)
 
- -:- (-:-)
 
- -:- (-:-)
 

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re: Viel,viel Glück für Doofmund von: boy_nau - 21.08.18, 10:02 - 5 mal gelesen
Re: Dortmund ist interessanter als Fürth.. von: GIadbacher - 21.08.18, 09:54 - 10 mal gelesen
Re (2): Viel,viel Glück für Doofmund von: GIadbacher - 21.08.18, 09:52 - 12 mal gelesen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
10:30 EURO Olympische Spiele
 
11:00 EURO Olympische Spiele
 
11:00 SKYS1 Fußball: DFB-Pokal
 
11:45 SKYS2 Handball: DHB-Pokal
 
12:00 SDTV Feyenoord Rotterdam - Excelsior Rotterdam
 

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine