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29.01.2018, 13:33

Ex-DTM-Champion steigt aus Tourenwagenserie aus

Der etwas andere Schwede: Ekström hört auf

Vor 17 Jahren kam ein junger, in Mitteleuropa weitgehend unbekannter Schwede in die DTM. Am heutigen Montag hat Mattias Ekström die Serie, die ihn zu einem Star machte und die er mit seiner unvergleichlichen Art bereichert hat, verlassen. Mit nunmehr 39 Jahren geht Ekström und räumt ein: "Es war eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich je treffen musste."

Mattias Ekström
Kein Typ für glatte Statements: Mattias Ekström.
© imagoZoomansicht

Rechtsrum fahren, linksrum denken - von dem Moment an, in dem Mattias Ekström damals als mutiger Frechdachs in Europas wichtigste Tourenwagenserie kam, machte er einfach sein Ding. Glatte Statements hat Ekström immer gehasst. Schnell lernte er Deutsch, sprach es wirklich gut und würzte es mit seinem typischen skandinavischen Einschlag. Als er vor dem Saisonfinale 2017, in das er mit großen Hoffnungen auf seinen dritten Titel ging, nach einem möglichen Abschied aus der DTM gefragt wurde, kam wieder einer dieser Ekström'schen Sätze: "Die Sprachregelungen dort würde ich nicht so toll vermissen."

Der Lausbub, dem man nie richtig böse sein konnte

Dass es am Wochenende darauf nicht zum Titelgewinn reichte, mag seine Entscheidung stark mit beeinflusst haben. So bleibt es bei den Triumphen in den Jahren 2004 und 2007 - verdammt lang her. Nie jedoch in der ganzen Zwischenzeit fuhr Ekström einfach nur mit: Er warf sich immer mitten hinein, nach dem Geschmack seiner Konkurrenten manchmal zu sehr, nach seinem Dafürhalten aber standen oft dort nur andere rum, wo er gerade entlangfahren wollte. Wenn er sie dann mal als "Clowns" und "Pappnasen" abkanzelte, zog er das nicht unter dem sofort entstehenden Druck zurück. Stattdessen sorgte er so zwischen zwei Rennen dafür, dass die DTM überall heiß diskutiert wurde, blieb aber auch dann stets der Lausbub, dem man nie so richtig böse sein konnte.

An der Schwelle zum 40. Lebensjahr musste es nun eine Neuausrichtung der weiteren Karriere und ganz besonders auch des Privatlebens geben. Der mit seiner Partnerin Heidi nicht verheiratete Audi-Pilot ist zweifacher Familienvater und will seine Kinder öfter sehen, als ihm das zuletzt gelang. Denn neben der trotz aller Sondertermine (überschaubaren) Tätigkeit als DTM-Fahrer baute sich Ekström zur selben Zeit seine zweite und dritte Karriere auf. Natürlich fuhr er auch in der immer beliebter werdenden Rallycross-WM nicht nur mit, sondern krönte sich zum Weltmeister 2016 und Vizeweltmeister 2017 - im eigenen Team. Allein die Rolle als Teamchef, Organisator, Geldbeschaffer und Sprecher wäre für andere Auslastung genug.

Ekström
Wie Michel aus Lönneberga: Ekström anno 2002 beim Dienstantritt in der DTM.
© imagoZoomansicht

Audi: Frijns übernimmt das Cockpit

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Salzburger Flughafen nannte Audi nun auch die Nachfolgeregelung für Ekström. Der Niederländer Robin Frijns (26) wird das freiwerdende Cockpit übernehmen, der restliche Fahrerkader von Audi bleibt unverändert: Neben dem im letzten Jahr hinter den Erwartungen weit zurückgeblieben Franzosen Loïc Duval bilden Jamie Green (GBR), Nico Müller (SUI), Mike Rockenfeller (GER) und selbstverständlich der amtierende Meister René Rast das Vier-Ringe-Team - Rast, dessen Titelgewinn in letzter Sekunde sehr stark zum Rücktritt Ekströms beigetragen haben dürfte.

Auch Konkurrent BMW hat seine Formation schon bekanntgegeben: Die Münchner setzen auf das Sextett mit dem zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann (GER), Timo Glock (GER), Augusto Farfus (BRA) und Ex-Champion Bruno Spengler (CAN). Hinzu kommen die zwei Neulinge Philipp Eng (AUT) und Joel Eriksson (SWE).

Einzig bei Mercedes, das sich am Ende des Jahres aus der DTM verabschiedet, stehen noch nicht alle Fahrer fest. Als sicher gelten bislang nur Edoardo Mortara (ITA), Lucas Auer (AUT) Gary Paffett (GBR) und der Schotte Paul Di Resta. Pascal Wehrlein, der in der Formel 1 keinen Platz mehr bekam, gilt als mögliche Aushilfe. Die Saison startet am 5. Mai in Hockenheim.

Stefan Bomhard

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