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08.10.2017, 16:53

DTM: Berger und Stuck im Doppelinterview

"Was macht den Sport geil - darum geht's"

Hans-Joachim Stuck (66), seit 2012 Präsident des Deutschen Motor-Sport-Bundes (DMSB), und Gerhard Berger (58), seit März 2017 Vorsitzender des Rechteinhabers ITR, sind die beiden wichtigsten Stimmen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Vor dem Saisonfinale am Samstag und Sonntag in Hockenheim haben sie dem kicker (Montagausgabe) ein Doppelinterview gegeben. Zentrale Gesprächspunkte waren dabei der Ausstieg von Mercedes Ende 2018 und massive Kritik am übertragenden Sender ARD.

Treffpunkt Wörgl: In Gerhard Bergers Büro stellen sich der DTM-Boss (rechts) und DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck den Fragen von kicker-Redakteur Stefan Bomhard (li.).
Treffpunkt Wörgl: In Gerhard Bergers Büro stellen sich der DTM-Boss (rechts) und DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck den Fragen von kicker-Redakteur Stefan Bomhard (li.).
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Grundsätzlich sind die beiden ehemaligen Formel-1-Fahrer - Stuck bestritt 81 Große Preise, Berger 210, von denen er 10 gewann - mit der zu Ende gehenden Saison zufrieden. Berger hatte zu Beginn etliche Änderungen angeregt und bekommt von Stuck dafür Bestnoten: "Alle Dinge, die Gerhard eingebracht hat und die teilweise dann von mir umgesetzt wurden, haben funktioniert: die Abschaffung des Boxenfunks, die restriktive Information über die Boxentafel, die Abschaffung der Handicap-Gewichte, der IndyCar-Re-Start oder die kalten Reifen nach dem Boxenstopp - alles hat zu hundert Prozent gewirkt."

Noch immer jedoch ärgert sich Berger, dass die heiß diskutierten Handicap-Gewichte erst vier Rennen vor dem Saisonende und nicht schon viel früher eliminiert werden konnten. Trotz teilweise exzellenter Rennen (Berger: "Das Produkt muss gut sein. Und es ist sehr gut.") habe der Streit um die sogenannten Performance-Gewichte das insgesamt positive Bild getrübt: "Wir beide wussten vom ersten Tag an, dass wir das nicht brauchen und nicht wollen. Und dass es falsch ist", sagt Berger.

Berger: "Es wird Lösungen geben, und wir werden sie finden"

Noch ehe sich dieses Problem lösen ließ, kam auf den neuen Boss der DTM allerdings ein weit größeres hinzu: der für Ende 2018 angekündigte Ausstieg von Mercedes. Nahezu unisono beklagen sich Berger und Stuck ("Ein herber Verlust") über die Entscheidung der Stuttgarter Edelmarke. Berger: "Das ist unnötiger Gegenwind. Mir tut es unglaublich leid. Denn in der kurzen Zeit, in der ich jetzt mit den Herstellern zusammengearbeitet habe, war Mercedes ein hervorragender Partner: konstruktiv, clever. Und weil sie von der ersten Stunde an dabei waren, sind sie so etwas wie das Rückgrat der DTM." Rennfahrer Berger jedoch hat gedanklich bereits den nächsthöheren Gang eingelegt: "Jede schlechte Nachricht hat auch eine gute Seite. Wir sind gezwungen, Gas zu geben, noch mehr als bisher vielleicht. Es wird Lösungen geben, und wir werden sie finden."

Ich finde es so schade für unseren guten Sport, dass die ARD ihre Übertragungen weder groß ankündigt noch sie promotet.Gerhard Berger

Gezwungen, eine neue Lösung zu finden, sind die Macher der DTM ganz offenbar auch hinsichtlich künftiger TV-Übertragungen. Ein weiteres Engagement der ARD mutet unwahrscheinlich an, erst recht nach den offenen Worten von Berger und Stuck. "Ich finde es so schade für unseren guten Sport, dass die ARD ihre Übertragungen weder groß ankündigt noch sie promotet. Mir fehlt da dieses Herzblut", kritisiert Berger. Und Stuck findet "es halt schade, dass man so kurz vor dem Rennen erst mit der Übertragung einsteigt, statt zehn Minuten mehr freizuschaufeln und über die Fahrer zu berichten, damit man mal weiß, wie die ausschauen, wie die leben, was die so machen. Das passiert fast nicht. Und zu meinen Zeiten waren wir auch immer regelmäßig in den 3. Programmen, aber da läuft so gut wie nichts. Warum?"

Stuck: "16 Autos in einer Sekunde - wo gibt es denn sowas?"

Trotz solcher Probleme fällt der Blick auf das Rennjahr 2017 insgesamt positiv aus. Sportlich gehe es so eng zu wie vermutlich nie zuvor in der Geschichte der DTM. "16 Autos in einer Sekunde - wo gibt es denn sowas?", fragt Stuck. Und Berger freut sich über die gemeinsame Richtung, die er und der DMSB-Präsident eingeschlagen hätten: "Wir beide denken zuerst Sport, dann das andere. Also nicht zuerst das Geschäft. Was macht den Sport geil - darum geht's."

Stefan Bomhard


Das komplette Interview mit Gerhard Berger und Hans-Joachim Stuck lesen Sie in der morgigen Printausgabe des kicker.

 

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