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16.10.2016, 16:55

DTM-Finale in Hockenheim

"Einfach clever": Wittmann triumphiert trotz Mortara-Sieg

BMW-Pilot Marco Wittmann ist zum zweiten Mal nach 2014 Meister im Deutschen Tourenwagen Masters. Dem 26-Jährigen reichte dazu im letzten Saisonrennen am Sonntag ein vierter Platz auf dem Hockenheimring. Audi-Fahrer Edoardo Mortara konnte mit seinem fünften Saisonsieg den Rückstand nur noch auf vier Zähler verkürzen, aber nicht mehr an dem Franken vorbeiziehen.

Marco Wittmann
Steht nach 2014 zum zweiten Mal in der DTM-Siegerliste: Marco Wittmann.
© picture-alliance

Marco Wittmann zeigte nach dem zweiten DTM-Titel seiner Karriere Größe und gratulierte dem unterlegenen Edoardo Mortara noch aus dem Auto heraus. Auf der Ehrenrunde setzte er seinen BMW neben den Audi-Fahrer und reckte den Daumen nach oben. Sekunden zuvor noch hatte er seiner Freude über die Meisterschaft im Deutschen Tourenwagen Masters laut herausgeschrien: "Yes, Baby", funkte Wittmann und schlug vor Freude aufs Lenkrad. "Danke Jungs, unglaublich. Zum zweiten Mal Champion."

Der zukünftige Mercedes-Fahrer Mortara gewann das Rennen auf dem Hockenheimring am Sonntag zwar, kam aber nur bis auf vier Punkte an Wittmann heran. Der steuerte seinen BMW auf Platz vier und belohnte sich nach einer erneut bemerkenswert konstanten Saison mit dem zweiten DTM-Titel nach 2014. "2014 waren wir wesentlich stärker, dominanter und haben mehr Siege einfahren können. 2016 haben wir uns schwerer getan, da musst du einfach clever sein. Eine Wahnsinns-Saison", sagte Wittmann der ARD.

Mortara zu Mercedes noch nicht offiziell

Hinter Mortara, dessen Wechsel zu Mercedes noch nicht offiziell bestätigt ist, kamen seine zukünftigen Markenkollegen Christian Vietoris und Paul Di Resta auf die Plätze zwei und drei und sorgten damit für ein versöhnliches Saison-Ende für den Autobauer aus Stuttgart. Denn Mercedes wurde auch in der Herstellerwertung nur Dritter. Audi gewann vor BMW und konnte auch die Team-Wertung mit Abt für sich entscheiden. "Ich bin froh, dass das so für euch geklappt hat", teilte Mortara seinem Noch-Arbeitgeber über Funk mit.

Für Wittmann ist die Meisterschaft die Krönung einer erneut souveränen Saison. Nur drei Mal blieb der Franke 2016 ohne Punkte - inklusive der Disqualifikation von Budapest. In drei Vierteln aller Rennen seiner DTM-Karriere kommt Wittmann in die Top Ten, seine Quote für beendete Wettfahrten ist noch beeindruckender: Vor dem letzten Lauf am Sonntag lag die bei 96 Prozent. So gut wie er kommt keiner seiner BMW-Kollegen mit dem vor drei Jahren eingeführten M4 zurecht. Fast immer war seiner der beste BMW an den Wochenenden.

Erste Kurve: Mortara rutscht auf Rang acht

Am Start standen Wittmann und Mortara in Reihe drei direkt nebeneinander. Wittmann kam gut los - Mortara dagegen fiel noch vor der ersten Kurve zurück auf Rang acht. Mit maximaler Aggressivität arbeitete er sich aber sofort zurück auf Platz sechs und war nach drei Runden Vierter. Das Problem aus Sicht des Italieners: Wittmann war zu diesem Zeitpunkt bereits Dritter und hatte hinter dem Führungsduo Antonio Felix da Costa und Gary Paffet beste Aussichten auf seine zweite Meisterschaft.

Champagnerlaune: Wittmann lässt sich von Edoardo Mortara (li.) und Jamie Green duschen.
Champagnerlaune: Wittmann lässt sich von Edoardo Mortara (li.) und Jamie Green duschen.
© picture-alliance

Mortara aber war nicht zu bremsen und übernahm nach sechs Runden die Führung. Vorausgegangen war ein Unfall zwischen dem Mercedes von Paffett und dem BMW von Felix da Costa. Der Portugiese rutschte dabei von der Strecke, Paffett kassierte eine Durchfahrtsstrafe.

Aber selbst als Zweiter hinter Mortara musste sich Wittmann keinerlei Sorgen machen. Auf den Plätzen drei bis 13 folgten nur BMW und Mercedes - die dem 26-Jährigen keinen Druck machten. Auf Schützenhilfe seiner Audi-Kollegen konnte Mortara nur durch Verschiebungen nach den obligatorischen Reifenwechseln hoffen.

Die gab es dann auch tatsächlich. Mortara verteidigte seinen Spitzenplatz, Wittmann aber musste sich nach den Boxenstopps von Christian Vietoris, Paul Di Resta (beide Mercedes) und zunächst auch Tom Blomqvist (BMW) überholen lassen und war damit Fünfter. Weiter zurückfallen durfte er damit nicht mehr. Doch Wittmann ließ sich davon nicht verunsichern, überholte Blomqvist und steuerte auf Rang vier seinem zweiten Titel entgegen.


Deutsches Tourenwagen-Masters, Hockenheim, 2. Rennen

(39 Runden à 4,574 km/178,386 km), 16.10.2016

1. Edoardo Mortara (Italien) - Audi RS 5 DTM 1:02:52,131 Std.; 2. Christian Vietoris (Gönnersdorf) - Mercedes-AMG C63 DTM + 3,040; 3. Paul Di Resta (Großbritannien) - Mercedes-AMG C63 DTM + 4,294; 4. Marco Wittmann (Fürth) - BMW M4 DTM + 5,030; 5. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M4 DTM + 6,103; 6. Maxime Martin (Belgien) - BMW M4 DTM + 8,947; 7. Tom Blomqvist (Großbritannien) - BMW M4 DTM + 13,857; 8. Jamie Green (Großbritannien) - Audi RS 5 DTM + 15,054; 9. Robert Wickens (Kanada) - Mercedes-AMG C63 DTM + 16,012; 10. Martin Tomczyk (Rosenheim) - BMW M4 DTM + 21,313; 11. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi RS 5 DTM + 21,503; ... 17. René Rast (Minden) - Audi RS 5 DTM + 36,530; 18. Timo Scheider (Lochau/Österreich) - Audi RS 5 DTM + 39,112; 19. Maximilian Götz (Uffenheim) - Mercedes-AMG C63 DTM + 55,972

Fahrer-Wertung, Endstand nach 18 Wettbewerben

1. Marco Wittmann (Fürth) - BMW 206 Pkt.; 2. Edoardo Mortara (Italien) - Audi 202; 3. Jamie Green (Großbritannien) - Audi 145; 4. Robert Wickens (Kanada) - Mercedes-AMG 124; 5. Paul Di Resta (Großbritannien) - Mercedes-AMG 116; 6. Tom Blomqvist (Großbritannien) - BMW 113; 7. Mattias Ekström (Schweden) - Audi 107; 8. Maxime Martin (Belgien) - BMW 90; 9. Nico Müller (Schweiz) - Audi 88; 10. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW 84; 11. Gary Paffett (Großbritannien) - Mercedes-AMG 73; 12. Lucas Auer (Österreich) - Mercedes-AMG 68; 13. Miguel Molina (Spanien) - Audi 66; 14. Christian Vietoris (Gönnersdorf) - Mercedes-AMG 60; 15. Bruno Spengler (Kanada) - BMW 51; 16. Augusto Farfus (Brasilien) - BMW 44; 17. António Félix da Costa (Portugal) - BMW 43; 18. Adrien Tambay (Frankreich) - Audi 40; 19. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi 31; 20. Maximilian Götz (Uffenheim) - Mercedes-AMG 17; 21. Martin Tomczyk (Rosenheim) - BMW 16; 22. Timo Scheider (Lochau/Österreich) - Audi 13; 23. René Rast (Minden) - Audi 8; 24. Daniel Juncadella (Spanien) - Mercedes-AMG 6; 25. Felix Rosenqvist (Schweden) - Mercedes-AMG 5; 26. Esteban Ocon (Frankreich) - Mercedes-AMG 2

Hersteller-Wertung, Endstand nach 18 Wettbewerben

1. Audi 700 Pkt.; 2. BMW 647; 3. Mercedes 471

Team-Wertung, Endstand nach 18 Wettbewerben

1. Abt-Audi-Sportsline 319 Pkt.; 2. RMG-BMW 290; 3. RBM-BMW 203; 4. Rosberg-Audi 185; 5. Audi Sport Team Abt 154; 6. H.W.A. 1 133; 7. Mücke-Mercedes 130; 8. H.W.A. 2 128; 9. MTEK-BMW 95; 10. ART-Mercedes 80; 11. Schnitzer-BMW 59; 12. Phoenix-Audi 42

dpa

 

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