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05.02.2013, 22:00

Chaotisches Geduldsspiel beim WM-Auftakt in Schladming

Vonns Sturz überschattet Mazes Sieg

Chaos zum Auftakt der alpinen Ski-WM: Das erste Rennen begann wegen Nebels dreieinhalb Stunden später als geplant - und ging dann unter fragwürdigen Bedingungen über die Bühne: Tina Maze machte das nichts aus, sie sicherte sich das erste Gold. Für den DSV gab es nichts zu holen, auch die Gastgeber machten lange Gesichter. Überschattet wurde das Rennen jedoch vom schweren Sturz von Lindsey Vonn, die sich u.a. einen Kreuzbandriss zuzog.

Lara Gut, Tina Maze, Julia Mancuso
Strahlende Siegerin beim chaotischen Auftakt in Schladming: Tina Maze, eingerahmt von Lara Gut (l.) und Julia Mancuso (r.).
© picture allianceZoomansicht

Nach der feierlichen Eröffnungsfeier vom Montagabend hatte ganz Österreich dem Auftakt der 42. alpinen Ski-Weltmeisterschaft entgegengefiebert. Und dann das: Nebel! Der für elf Uhr geplante Start musste insgesamt 13-mal verschoben werden. Als es schon so aussah, als ob das erste WM-Rennen nicht mehr stattfinden würde, gab die Rennjury in Schladming schließlich doch noch grünes Licht. Um 14.30 Uhr ging die erste Fahrerin auf die Piste.

Eine Entscheidung, die nicht alle begrüßten: "Wir müssen uns der Jury beugen", kommentierte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier vor dem verspäteten Start: "Wenn man nicht garantieren kann, dass es für alle gleich ist, soll man es sein lassen."

Wenn man nicht garantieren kann, dass es für alle gleich ist, soll man es sein lassen.DSV-Alpin-Direktor Wolfgang Maier

Rebensburg im Pech: Am Ende steht Platz acht

Das Geduldspiel von Schladming

Die Bedingungen blieben in der Tat fragwürdig und vor allem wechselhaft. Das bekam auch Viktoria Rebensburg zu spüren, die mit der Startnummer 16 die Gruppe der Top-Fahrerinnen eröffnete. In der kurzen Präparierungspause davor hatten sich die Bedingungen jedoch wieder verschlechtert, eine Nebelbank waberte über die Strecke. Rebensburg, die bei der Super-G-Generalprobe in Cortina d'Ampezzo überraschend gewonnen hatte, schaffte es nicht, die Bestzeit der Schweizerin Lara Gut zu gefährden - am Ende reichte es zu Platz acht.

Tina Maze ließ sich von den Verhältnissen in Schladming nicht beirren. Die Slowenin, die eine furiose Weltcup-Saison fährt und als Führende mehr als doppelt so viele Punkte auf dem Konto hat wie die Zweitplatzierte, kam in 1:35,39 Minuten ins Ziel - eine Bestzeit, die bis zum Ende Bestand haben sollte.

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Vonn stürzt und verletzt sich schwer - Höfl-Riesch und Fenninger scheiden aus

Das Drama nahm direkt nach Maze seinen Lauf: Bei Lindsey Vonn, die sich nach durchwachsener Saison wieder in absoluter Bestform wähnte und von den Buchmachern sogar favorisiert worden war, knickte bei der Landung nach einem langen Sprung das rechte Knie unansehnlich nach innen weg. Es kam zu einem schweren Sturz. Den Beteiligten war das Entsetzen ins Gesicht geschrieben - allen voran Maze im Zielraum. Die Helfer brauchten lange, um die US-Amerikanerin zu behandeln und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus zu transportieren. Dort folgte die bittere Diagnose: Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie sowie ein einhergehender Bruch des Schienbeinkopfes.

Rettungshubschrauber
Schock in Schladming: Lindsey Vonn wird vom Rettungshubschrauber abtransportiert.
© Getty Images

Die lange Pause - bereits die zweite, nachdem zuvor bereits ein Streckenposten gestürzt war und abtransportiert werden musste - hinterließ bei den nun folgenden Top-Läuferinnen wohl so ihre Spuren. Denn erst schied Maria Höfl-Riesch nach einem Fahrfehler nach nur 21 Rennsekunden aus, dann fuhr auch Österreichs große Gold-Hoffnung Anna Fenninger an einem Tor vorbei. Die beiden waren Teil einer langen Ausfallliste, auf der sich auch Veronique Hronek wiederfand. Nach starker Leistung ließ die Deutsche - auf Medaillenkurs fahrend - ebenfalls ein Tor aus und schied aus.

"Ich weiß selbst nicht genau, wie das passiert ist. Das war eher ein Problem von mir", sagte Höfl-Riesch. Ihr sei es nicht gelungen, nach der dreieinhalbstündigen Verzögerung "die Konzentration zu halten", "bei der Sache zu bleiben", vor allem auch nach dem Sturz der unmittelbar vor ihr gestarteten Vonn. "Ich bin erst mal froh, dass ich an einem so verrückten Tag heil unten angekommen bin", betonte die 28-Jährige.

Aufs Podium fuhr Julia Mancuso (USA), die allerdings beinahe sensationell von der Italienerin Sofia Goggia noch verdrängt worden wäre. Für die junge Italienerin reichte es am Ende zu Rang vier. Die vierte deutsche Läuferin Lena Dürr belegte am Ende Platz 30. Wegen schlechter Sicht wurde das Rennen nach 36 gestarteten von insgesamt 59 gemeldeten Läuferinnen abgebrochen - es wird allerdings gewertet.

Vorne hieß es am Ende also: Maze, Gut, Mancuso. Beim DSV gibt es noch einiges an Steigerungspotenzial. Enttäuscht waren nach dem ersten Tag auch die Gastgeber: Beste Österreicherin war Andrea Fischbacher auf Platz neun.

05.02.13
 
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