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18.12.2012, 08:00

Week 15: Green Bay siegt in Chicago

Cowboys und Redskins holen den Chaos-Champion ein

Und plötzlich ist der Meister nicht mehr Gejagter, sondern Jäger: Die New York Giants haben ihre gute Ausgangsposition in der NFC East durch ein Debakel bei den Atlanta Falcons nun gänzlich verspielt und liegen nach den Siegen der aufkommenden Rivalen aus Washington und Dallas nun "punktgleich" mit dem Duo nur noch auf Rang drei. In der NFC North schnappten sich die Green Bay Packers bei den Chicago Bears die Gruppenkrone.

Füllte die Lücke, die "RGIII" hinterließ, prächtig aus: Redskins-Quarterback Kirk Cousins, hier gejagt von Defensive End Jabaal Sheard (re.).
Füllte die Lücke, die "RGIII" hinterließ, prächtig aus: Redskins-Quarterback Kirk Cousins, hier gejagt von Defensive End Jabaal Sheard (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Zunächst zur Tabellensituation in den beiden Conferences. Zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde stehen inzwischen sieben Play-off-Teilnehmer fest. Relativ klar sind die Verhältnisse schon in der AFC. Dort geht es für die Houston Texans, die Denver Broncos, die New England Patriots und die Baltimore Ravens nach Weihnachten weiter. Auf den Wildcard-Plätzen befinden sich derzeit aussichtsreich die Indianapolis Colts und die Cincinnati Bengals. Jäger sind die Pittsburgh Steelers und mit theoretischen Chancen noch die New York Jets und die Miami Dolphins.

Deutlich diffuser gestaltet sich das Szenario in der NFC. Lediglich die Atlanta Falcons, die San Francisco 49ers und nun auch die Green Bay Packers haben ihr Ticket in der Tasche. NFC-East-Primus Washington Redskins kann noch ganz rausfallen. Momentan Wildcard-Teilnehmer sind die Seattle Seahawks und die Minnesota Vikings. Und hier gibt es insgesamt noch sechs Jäger, die die Saison noch nicht abhaken müssen. Darunter der kriselnde Meister New York Giants sowie die ebenfalls aus dem Tritt geratenen Chicago Bears, die Dallas Cowboys, die St. Louis Rams, die Tampa Bay Buccaneers und die New Orleans Saints.

Debakel für den Meister, Cousins vertritt RGIII erfolgreich

Etwas genauer muss man die NFC East betrachten, wo nach Week 15 die Giants, die Redskins und die Cowboys mit 8:6-Siegen gleichauf liegen. Geht man nach dem Motto "The trend is your friend", haben die Hauptstädter nach dem 38:21-Sieg bei den Cleveland Browns die besten Karten. Auch ohne ihren angeschlagenen und geschonten Star-Quarterback Robert Griffin III setzten sich die Redskins auch in ihrem fünften Match in Folge durch.

Meilenweit entfernt von der Topform der vergangenen Saison: Giants-Lenker Eli Manning.
Meilenweit entfernt von der Topform der vergangenen Saison: Giants-Lenker Eli Manning.
© Getty ImagesZoomansicht

Bei einer 3:6-Bilanz schien die Saison vor Wochen schon beendet. Gleiches galt für die Cowboys, die bei 3:5 lagen und durch das 27:24 nach Verlängerung über die Pittsburgh Steelers nun ebenfalls 8:6 aufweisen. Gepaart mit dem fast schon typischen Tief der Giants, die beim 0:34 in Atlanta zum ersten Mal seit 1996 ohne jeglichen Punkt blieben, in der zweiten Saisonhälfte steht nun ein finaler Thriller bevor.

Vorteil Redskins: Washington ist im Direktvergleich momentan Erster und bei Siegen über die Gruppengegner Philadelphia und Dallas durch. Selbst bei einer Niederlage sieht es für sie gut aus. Die Giants indes müssen Baltimore und Philadelphia schlagen, um mit dann 10:6 sicher drin zu sein. Für den Gruppensieg brauchen sie allerdings schon fremde Hilfe, denn bei Gleichstand würden sie im Vergleich zu Washington und/oder Dallas schlechter abschneiden. Die Cowboys wiederum empfangen New Orleans, um abschließend nach Washington zu reisen. Mit zwei Siegen wären sie Gruppenerster. Fakt ist: Sollten Redskins und "Boys" nächste Woche gewinnen, käme es zum Endspiel der beiden Kontrahenten um den Divisionstitel.

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Zieht man nur die drei Spielmacher und deren Form in Betracht, sieht es für die Giants schlecht aus. Eli Manning präsentierte sich in Atlanta schwach wie nie und fügte eine weitere enttäuschende Leistung in einer durchwachsenen Saison hinzu. Robert Griffin III indes elektrisiert die Football-Fans mit Pass- und Laufspiel. Sollte der Youngster gänzlich fit werden - in Cleveland vertrat ihn Kirk Cousins abermals hervorragend - ist mit den Redskins zu rechnen. Tony Romo von den Cowboys ist eine launische Diva, hat sein Team in den vergangenen Wochen aber durch starke Vorstellungen herangeführt. So auch beim Overtime-Sieg über die Steelers mit 341 Yards und zwei Touchdown-Pässen. Unter dem Strich sollte man aber nicht vergessen: Eli Manning ist "Comeback-Kid" und Meistermacher!

NFC North: Den Bears geht das Benzin aus

Noch ein kurzer Blick auf einen anderen Brennpunkt. In der NFC North stand ein Duell voller Brisanz an. Chicago gegen Green Bay im Soldier Field. Mit 21:13 entführten die Packers den Sieg und sicherten sich den Gruppensieg. Quarterback Aaron Rodgers warf drei Touchdownpässe auf James Jones, Clay Matthews brachte Bears-Spielmacher Jay Cutler zwei Sacks bei und zog den Bären so die Zähne. Nach einem 2:3-Saisonstart stehen die Packers nun bei 10:4 und sind heißer Superbowl-Anwärter. "Wir haben gerade erst begonnen", schickte Coach Mike McCarthy eine Warnung an die Konkurrenz.

Chicago (8:6) indes kassierte die fünfte Niederlage in den vergangenen sechs Spielen und droht die Play-offs nach dem 7:1-Sahnestart doch noch zu verpassen. Die Fans im Soldier Field quittierten es mit Pfiffen und Buhrufen.

Meist sieht man von ihm nur die Hacken: Adrian Peterson bei seinem 82-Yard-Run in St. Louis.
Meist sieht man von ihm nur die Hacken: Adrian Peterson bei seinem 82-Yard-Run in St. Louis.
© Getty Images

Die Krise der Bears hat die Minnesota Vikings (8:6) um Super-Runner Adrian Peterson wieder herangebracht. Der schaffte beim 36:22 in St. Louis sagenhafte 212 Yards am Boden, darunter ein 82er in die Endzone. Peterson liegt nun schon bei 1812 Yards und benötigt nur noch 294, um den legendären Rekord von Eric Dickerson (Los Angeles Rams, 1984) zu brechen - und das ein Jahr nach einer kapitalen Knieverletzung. Es war sein viertes 200-Yard-Spiel, nur O.J. Simpson (6) und Tiki Barber (5) haben in der Superbowl-Ära mehr geschafft.


NFL, Week 15, Ergebnisse

Donnerstag, 13. Dezember

Philadelphia Eagles - Cincinnati Bengals 13:34

Sonntag, 16. Dezember

Chicago Bears - Green Bay Packers 13:21, Atlanta Falcons - N.Y. Giants 34:0, New Orleans Saints - Tampa Bay Buccaneers 41:0, St. Louis Rams - Minnesota Vikings 22:36, Cleveland Browns - Washington Redskins 21:38, Miami Dolphins - Jacksonville Jaguars 24:3, Baltimore Ravens - Denver Broncos 17:34, Houston Texans - Indianapolis Colts 29:17, Arizona Cardinals - Detroit Lions 38:10, San Diego Chargers - Carolina Panthers 7:31, Buffalo Bills - Seattle Seahawks 17:50, Dallas Cowboys - Pittsburgh Steelers 27:24 OT, Oakland Raiders - Kansas City Chiefs 15:0, New England Patriots - San Francisco 49ers 34:41

Montag, 17. Dezember

Tennessee Titans - N.Y. Jets 14:10

Für die Play-offs qualifiziert:

New England Patriots (Sieger AFC East)
Houston Texans (Sieger AFC South)
Denver Broncos (Sieger AFC West)
Green Bay Packers (Sieger NFC Norh)
Altlanta Falcons (Sieger NFC South)
San Francisco 49ers
Baltimore Ravens

18.12.12
 
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