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11.12.2012, 08:45

Week 14: Entwarnung bei RGIII

Papa Brady macht's gleich viermal

Jetzt hat auch die National Football League ihren Messi-Kniefall. Jungstar Robert Griffin III, Quarterback der Washington Redskins, musste das wichtige Spiel seiner Mannschaft gegen den Lokalrivalen Baltimore Ravens in den Schlussminuten unter Schmerzen verlassen. Gegenspieler Haloti Ngata hatte sein rechtes Knie bei einem Tackling durchgedrückt. Nach ersten Untersuchungen gab es Entwarnung. Und: RGIII-Vertreter Kirk Cousins rettete die Redskins in die Verlängerung, wo sie noch mit 31:28 gewannen. In der NFC East zeichnet sich indes ein Thriller-Finale ab. Im Montagspiel kanzelte New England Primus Houston ab.

Robert Griffin
"Es hat furchtbar geschmerzt": Washingtons Quarterback Robert Griffin III.
© Getty ImagesZoomansicht

Es lief die Schlussphase der Partie Washington gegen Baltimore. Die Redskins lagen nach einem Touchdown-Run von Raven Ray Rice mit 20:28 im Hintertreffen, der entscheidende Rückschlag im Kampf um ein Play-off-Ticket drohte. Doch die Hauptstädter haben ja ihren neuen Quarterback Robert Griffin III. Der Spielmacher hatte das Team in den vergangenen Wochen mit fantastischem Pass- und auch Laufspiel in die Spur zurückgebracht. Und RGIII raffte sich auch diesmal auf, seiner Mannschaft zu einem Comeback-Sieg zu verhelfen. 4:47 Minuten vor Schluss brach er mit dem Ei in der Hand durch und konnte erst nach 13 Yards durch Haoti Ngata gestoppt werden. Dabei verletzte sich der Quarterback. "Ich wusste das, sobald er mich getroffen hatte. Es hat furchtbar geschmerzt und ich habe geschrien. Natürlich wie ein Mann ...", sagte Griffin.

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Noch im Stadion wurden Röntgenaufnahmen und erste Tests am rechten Knie gemacht - kein Kreuzbandriss. Zuvor hatte Griffin aber noch einmal humpelnd das Feld betreten und sein Team mit zwei Pässen weit in die gegnerische Hälfte getrieben. Dann übernahm Kirk Cousins. "Ich konnte mich nicht mehr bewegen", so Griffin (15 von 26 für 246 Yards, ein TD, 34 Yards am Boden). Cousins übernahm und erzielte einen Touchdown plus Zwei-Punkt-Conversion. In der Overtime gelang den Redskins dann das entscheidende Field Goal zum 31:28-Erfolg. Wer von den beiden Spielmachern beim kommenden Match gegen die Cleveland Browns in der Schaltzentrale agieren wird, ist auch nach weiteren Untersuchungen am Montag offen. Immerhin: RGIII hat durchaus Einsatzchancen. Wie Messi eben auch ...

Später Jubel auch bei den Cowboys

Washington erhöhte seine Bilanz auf 7:6-Siege. Gleiches gelang auch den Dallas Cowboys, ebenfalls durch einen späten Sieg. Beim Spiel in Cincinnati kamen die Texaner nach einem Neun-Punkte-Rückstand noch zu einem 20:19-Last-Second-Win. Dan Bailey schoss in der Schlusssekunde das entscheidende Field Goal zum Sieg.

Die Cowboys mussten wenige Stunden zuvor noch den Unfalltod ihres Kaderspielers Jerry Brown verkraften. Der war gestorben, als sein Teamkollege Josh Brent mit seinem Mercedes auf einem Highway bei überhöhter Geschwindigkeit und wohl unter Alkoholeinfluss verunglückte. Abwehrspieler Brent, seit Collegetagen eng mit Brown befreundet, wurde inzwischen gegen eine Kaution von 500.000 US-Dollar freigelassen. "Er ist am Boden zerstört", sagte der Anwalt Brents über den Unfallverursacher.

"Die letzten 24 Stunden - das ist etwas, was ich noch nie durchgemacht habe", beschrieb Cowboys-Spielmacher Tony Romo seine Gefühle. Cincinnati verpasste in der AFC durch die Niederlage indes die Chance, an den Pittsburgh Steelers vorbeizuziehen, die beim Comeback von Ben Roethlisberger überraschend den San Diego Chargers unterlagen.

Die Giants antworten beeindruckend

David Wilson
Kaum zu stoppen: Giants-Rookie David Wilson avanvcierte mit 100 Yards Raumgewinn am Boden zum Matchwinner
© imagoZoomansicht

Washington knapper Sieger, Dallas knapper Sieger. Beide bei 7:6. Da waren die unsteten Champions aus New York anschließend mächtig gefordert. Doch die Giants um Spielmacher Eli Manning hielten dem Druck stand und stellten durch einen 52:27-Kantersieg über Ex-Champion New Orleans Saints und Quarterback Drew Brees auf 8:5.

Rookie-Runner David Wilson war mit drei Läufen in die Endzone und insgesamt 100 Yards Raumgewinn am Boden sowie als Sahnehäubchen einen 97-Yard-Touchdown-Return obendrauf zum 7:7 der Matchwinner!

"Ein exzellentes Gefühl", so der Youngster nach dem Erfolg im MetLife Stadium von East Rutherford. Damit bekommt seine Laufbahn einen enormen Schub. Nach einem Fumble am Eröffnungsspieltag gegen Dallas war er zunächst auf die Bank verbannt worden. Inzwischen hat ihn Head Coach Tom Coughlin begnadigt - und es hat sich ausgezahlt für den Meister, für den Manning bei zwei Picks vier Touchdown-Pässe warf und Star-Receiver Victor Cruz - der Salsamann - acht Eier für 121 Yards fing (ein TD). Für die Saints ist die Saison durch die Schlappe gelaufen.

Seahawks zerpflücken Cardinals - 58:0!

Weiterhin ungeschlagen zu Hause und überraschend auf Play-off-Kurs sind in der NFC West die Seattle Seahawks, die mit einem 58:0-Erfolg über die bemitleidenswerten Arizona Cardinals den Paukenschlag der 14. Woche ablieferten. Gleich acht Ballverluste provozierte das Team um Rookie-Spielmacher Russell Wilson, der somit beim Kantersieg kaum gefordert war . Mit 8:5-Siegen jagen die Seahawks, die einen neuen Franchise-Rekord mit ihrer Punktzahl aufstellten, in ihrer Gruppe Primus San Francisco 49ers, die Miami mit 27:13 bezwangen und bei 9:3:1 stehen.

Monday Night: Patriots deklassieren Houston

Drei Kinder, vier Touchdown-Pässe: Bei Tom Brady läuft es prima. Links Teamkollege Donte Stallworth.
Drei Kinder, vier Touchdown-Pässe: Bei Tom Brady läuft es prima. Links Teamkollege Donte Stallworth.
© Getty ImagesZoomansicht

Ein echtes Statement gaben die New England Patriots im Montagnachtspiel ab. Tom Brady & Co. fertigten Ligaprimus Houston Texans vor eigenem Publikum mit 42:14 ab. Der bereits für die Play-offs qualifizierte Vizemeister mit Right Tackle Sebastian Vollmer in den Reihen untermauerte seine Titelambitionen und brachte den Gästen die zweite Saisonniederlage bei. Bereits zur Pause hatten die Patriots verdient mit 21:0 geführt. Quarterback Brady warf fünf Tage nach der Geburt seines dritten Sohnes vier Touchdown-Pässe, insgesamt erzielte er mit seinen Pässen 296 Yards Raumgewinn. "Es war ein gutes Spiel, wir haben alles gegeben. Wir haben die Ballverluste des Gegners fast immer gut ausgenutzt. Darauf lässt sich aufbauen", sagte Brady. Durch den siebten Sieg nacheinander verbesserte New England seine Saisonbilanz auf 10:3 Erfolge und ist jetzt in der AFC Zweiter hinter Houston (11:2).


Ergebnisse der 14. Woche

Donnerstag, 06. Dezember:
Oakland Raiders - Denver Broncos 13:26
Sonntag, 09. Dezember:
Washington Redskins - Baltimore Ravens 31:28 n.V.
Cleveland Browns - Kansas City Chiefs 30:7
Pittsburgh Steelers - San Diego Chargers 24:34
Indianapolis Colts - Tennessee Titans 27:23
Jacksonville Jaguars - N.Y. Jets 10:17
Minnesota Vikings - Chicago Bears 21:14
Carolina Panthers - Atlanta Falcons 30:20
Tampa Bay Buccaneers - Philadelphia Eagles 21:22
Buffalo Bills - St. Louis Rams 12:15
Cincinnati Bengals - Dallas Cowboys 19:20
San Francisco 49ers - Miami Dolphins 27:13
N.Y. Giants - New Orleans Saints 52:27
Seattle Seahawks - Arizona Cardinals 58:0
Green Bay Packers - Detroit Lions 27:20
Montag, 10. Dezember:
New England Patriots - Houston Texans 42:14

11.12.12
 
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