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23.11.2012, 11:00

"RG3" überragend - Lions-Coach bringt sein Team um den Sieg

Drei Touchdowns in 52 Sekunden! Patriots zerlegen desolate Jets

Kein Thanksgiving ohne Action in der NFL. Den Fans der New York Jets dürfte der Truthahn in diesem Jahr im Halse stecken geblieben sein: Ihr Team blamierte sich gegen die New England Patriots bis auf die Knochen und kassierte eine 19:49-Abreibung. Washington konnte sich in Dallas erneut auf "RG3" verlassen, die Detroit Lions kostete ein folgenschwerer Aussetzer ihres Trainers den Sieg.

Justin Edelman
Touchdown-Festival an Thanksgiving: Justin Edelman (r.) beförderte das Ei zweimal in die Endzone.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Patriots (erstmals nicht in der Startformation und ohne Einsatzminute: Sebastian Vollmer) profitierten bei ihrem Kantersieg von haarsträubenden Fehlern der Jets. Höhepunkt der Peinlichkeiten für die Gastgeber: Im zweiten Viertel kassierten sie in gut sechs Minuten vier Touchdowns, drei davon in unglaublichen 52 Sekunden!

Nach punktlosem ersten Viertel fand Star-Spielmacher Tom Brady mit Wes Welker im zweiten Abschnitt erstmals einen Abnehmer in der Endzone. Das Drama für die Jets nahm seinen Lauf. Es dauerte nicht lange, bis die Jets das Ei wieder hergaben. Shonn Greene erlaubte sich einen Fumble. Die Defense verlor dann Shane Vereen aus den Augen, der nach Pass von Brady über 83 Yards in die Endzone lief. Und es wurde noch bitterer für die New Yorker: Quarterback Mark Sanchez leistete sich den nächsten Ballverlust, als er einem seiner Verteidiger unerklärlicherweise in den Rücken rannte. Steve Gregory bedankte sich - 21:0.

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Das Ende der Peinlichkeiten? Mitnichten. Nach dem folgenden Kick-off-Return leistete sich Joe McKnight den nächsten Fumble, Justin Edelman sorgte für den nächsten Touchdown! 28:0 für die Pats, selten hatte sich ein Team in so kurzer Zeit derart blamiert wie die Jets. Edelman legte noch im zweiten Viertel einen weiteren Touchdown nach. Beim Stand von 35:3 ging es in die Halbzeit - unter lauten Buhrufen der Zuschauer. Die Jets hätten eigentlich gar nicht mehr wieder herauskommen müssen.

"Das war verrückt. So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Sanchez: "Gegen dieses Team darfst du dir keine Ballverluste erlauben, weil sie dich dafür bezahlen lassen." Auch bei den Patriots sorgte das Erlebte für einige Verwunderung: "Das waren einige der schnellsten Scores, die ich jemals gesehen habe", meinte Defensive End Rob Ninkovich.

Brady krönte seine überragende Leistung kurz vor Schluss, als er das Ei nach zuvor drei Touchdownpässen selbst in die Endzone trug. 49:19 hieß es am Ende, der fünfte Sieg in Folge für die Patriots. Es war ein Thanksgiving, das man bei den Jets wohl ganz schnell vergessen möchte.

"RG3" erneut nicht zu bremsen: Redskins siegen in Dallas

Auch den Dallas Cowboys wurde das Fest in diesem Jahr vermiest. Hauptschuldiger: Robert Griffin III. Der Rookie-Quarterback der Washington Redskins führte sein Team mit vier Touchdownpässen zum 38:31-Erfolg in Texas. "RG3" waren zuletzt schon gegen Philadelphia vier Touchdownpässe gelungen. Damit sorgte er für ein Novum in der Redskins-Historie. "Wenn du einen Spieler wie ihn hast, musst du dir keine Sorgen machen", meinte Washingtons Cornerback DeAngelo Hall: "Du machst dir Sorgen um die Jungs, die ihn in Schach halten müssen." Wegweisend war auch in diesem Spiel das zweite Viertel, das die Redskins mit 28:0 für sich entschieden. So gingen die Cowboys leer aus, obwohl Quarterback Tony Romo mit Pässen über 441 Yards einen Karriere-Bestwert hinlegte.

Robert Griffin III.
One-Man-Show in Dallas: Robert Griffin III. warf erneut vier Touchdownpässe.
© Getty Images

Folgenschwerer Fauxpas: Coach Schwartz kostet seinem Team den Sieg

Auch im dritten Spiel des Tages zogen die Gastgeber den Kürzeren. In Detroit hatten die Lions in der Verlängerung die Chance zum Sieg, doch Kicker Jason Hanson setzte einen Field-Goal-Versuch aus 47 Yards an den rechten Pfosten. Auf der anderen Seite machte es Shayne Graham besser. Sein erfolgreicher Versuch aus 32 Yards bescherte den Houston Texans ein 34:31.

Dafür können sich die Texaner in erster Linie bei Lions-Coach Jim Schwartz bedanken. Dieser leistete sich im dritten Viertel einen fatalen Blackout, als er nach einem 81-Yard-Touchdownlauf von Houstons Justin Forsett eine Challenge-Flagge aufs Feld warf. Dass Forsett im Mittelfeld mit Knie und Ellbogen schon am Boden war, wäre ohnehin aufgefallen, da alle Scoring-Plays automatisch überprüft werden. Der Touchdown hätte nicht gezählt. Allerdings ist es Trainern verboten, bei einem Touchdown die Flagge zu werfen. Die Folge: Das Video-Review wurde gestrichen und Schwartz erhielt eine Strafe wegen unsportlichen Verhaltens. Der Touchdown, der keiner war, zählte - und die Lions gaben das Spiel so noch aus der Hand.

23.11.12
 

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