Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

20.11.2012, 09:55

11. Spieltag: Baltimore jubelt in Pittsburgh

Kaepernick führt 49ers zum Sieg - Texans zittern

Ein überragender Tom Brady führte die New England Patriots zum Rekordsieg über die Indianapolis Colts. Das Topteam Houston Texans musste gegen die Jacksonville Jaguars in die Overtime. Die Krise der Philadelphia Eagles setzte sich auch bei den Washington Redskins fort, die Pittsburgh Steelers unterlagen den Baltimore Ravens. Ein Rookie führte San Francisco zum wichtigen Sieg über Chicago.

Rob Gronkowski und Tom Brady
Patriots-Quarterback Brady (re.) muss in den nächsten Wochen mit Gronkowski auf eine seiner Lieblings-Anspielstationen verzichten.
© Getty ImagesZoomansicht

Es war das Duell Meister gegen Lehrling: Auf Seiten der New England Patriots traf der dreimalige Super-Bowl-Champion Tom Brady auf Andrew Luck, dem hoch veranlagten Rookie-Quarterback der Indianapolis Colts. Und fast schien es, als könnte der Youngster dem Routinier den Rang ablaufen.

Denn vor 68.756 Zuschauern in Foxborough lagen die Colts nach dem ersten Viertel mit 14:7 vorne. Doch anschließend flatterten dem Number-One-Draft-Pick Luck die Nerven. Der 23-Jährige leistete sich drei Interceptions, zwei davon nutzten die Pats zu direkten Touchdowns aus. Am Ende siegte das Team um den deutschen Tackle Sebastian Vollmer mit 59:24 und stellte so den eigenen Franchise-Rekord ein: 59 Punkte erzielte New England erst einmal, im Jahr 2008 beim historischen 59:0 gegen die Baltimore Ravens. Brady selbst brachte 24 seiner 35 Würfe für 331 Yards an den Mann, dreimal trugen seine Passempfänger das Ei in die Endzone. New England führt damit die East Division in der AFC mit sieben Siegen bei drei Niederlagen souverän vor den New York Jets (4:6) an.

- Anzeige -

Allerdings fiel in den Sieg auch ein dicker Wermutstropfen. Denn vier Minuten vor dem Ende verließ Tight End Rob Gronkowski unter starken Schmerzen das Feld. Bei einer Röntgenuntersuchung in der Nacht zum Montag (Ortszeit) wurde laut US-amerikanischen Medien ein Armbruch festgestellt. Der 23-Jährige hält für Tight Ends die NFL-Rekorde in Sachen Touchdowns (17) und Raumgewinn (1327 Yards) in einer Saison. Auch in dieser Spielzeit stellte er seine Wichtigkeit erneut unter Beweis: Mit zehn Touchdowns ist er erneut der mit Abstand beste Offensivspieler der Pats.

Kein "Big Ben", keine Punkte: Steelers unterliegen Ravens

Mike Wallce
Steelers-Wide-Receiver Mike Wallace (Mi.) ist gegen die Ravens-Defense ohne Chance.
© picture alliance

Eine empfindliche Niederlage mussten die Pittsburgh Steelers gegen ihren Division- und Erzrivalen Baltimore Ravens hinnehmen. Ohne ihren verletzten Top-Spielmacher Ben Roethlisberger unterlag der sechsmalige Champion im Sunday Night Game mit 10:13. 63.446 Zuschauer im Heinz Field in Pittsburgh sahen eine Partie, auf der auf beiden Seiten die Defensive den Ton angab. Steelers Ersatz-Quarterback Byron Leftwich, der erstmals seit mehr als drei Jahren wieder von Beginn an spielte, sorgte mit einem Drei-Yards-Lauf im ersten Viertel für die Führung der Steelers.

Das sollte aber lange Zeit die letzte gelungene Offensiv-Situation Pittsburghs gewesen sein. Leftwich leistete sich anschließend eine Interceptions, zudem wurde er dreimal von der Ravens-Defense zu Boden gebracht. Doch auch Leftwichs Gegenüber Joe Flacco erwischte nicht seinen besten Tag und brachte nur 20 seiner 32 Pässe für 169 Yards an den Mann. Doch Baltimore konnte sich auf seine starke Defensive verlassen. Jacoby Jones trug einen Punt-Return über 63 Yards zurück in die Endzone, den Rest besorgte Kicker Justin Tucker mit zwei Field Goals. Die Ravens feierten damit den zwölften Sieg in Folge gegen einen Division Rivalen und den dritten am Stück in Pittsburgh. Mit 8:2 führen sie vor den Steelers (6:4) die AFC-North-Divison an.

Schaub mit Rekord - Ryan unterirdisch

Eine Menge Arbeit mussten die Houston Texans verrichten, um die Jacksonville Jaguars im Zaum zu halten. Das Topteam der NFL benötigte die Overtime, um den 43:37-Erfolg unter Dach und Fach zu bringen. Matchwinner war Texans-Quarterback Matt Schaub: Der 31-Jährige stellte mit fünf Touchdown-Pässen eine persönliche Bestleistung auf. Den letzten über 48 Yards fing Wide Receiver Andre Johnson in der Endzone zur Entscheidung. Die Texans stehen damit bei einer Bilanz von 9:1 und steuern damit sicher Richtung Play-offs.

Bei neun Siegen und einer Niederlage sind in der NFC die Atlanta Falcons. Beim 23:19 über die Arizona Cardinals erwischte Quarterback Matt Ryan mit fünf Interceptions einen rabenschwarzen Tag. Dass es dennoch zum Sieg reichte, war Running Back Michael Turner zu verdanken, der im letzten Viertel den einzigen Offensive-Touchdown für die Falcons erzielte. Anschließend konnte Wide Receiver Larry Fitzgerald einen Pass von Quarterback Ryan Lindley - der Rookie ersetzte John Skelton - nicht fangen, die Falcons kamen so in Besitz des Eis und konnten die Uhr runter laufen lassen.

Für Reid wird es eng

Die Krise der ambitionierten Philadelphia Eagles in der NFC fand eine Fortsetzung. Mit dem 6:31 setzte es bereits die sechste Niederlage in Serie, die Luft für Headcoach Andy Reid wird immer dünner. Während bei den Redskins Robert Griffin III mit vier Touchdown-Pässen zu überzeugen wusste, konnte der Ersatzspielmacher der Eagels, Nick Foles, seinem Team keine Impulse geben. Mit einer Bilanz von 3:7 sind die Play-offs für die Eagles fast schon außer Reichweite.

Nach 49ers-Sieg: Packers lösen Bears in der NFC North ab

Colin Kaepernick und Michael Crabtree
Hatten viel Grund zu feiern: 49ers-Quarterback Colin Kapernick (li.) und Wide Receiver Michael Crabtree.
© Getty Images

Dagegen zogen die Green Bay Packers im NFC-North-Duell gegen die Detroit Lions den Kopf gerade noch aus der Schlinge. Dabei führten die Lions im Ford Field in Detroit nahezu über die komplette Spielzeit. Erst im Schlussabschnitt gelang den Packers durch einen Touchdown-Pass von Aaron Rodgers auf Randall Cobb zum Stande von 21:20 die erstmalige Führung. Und 90 Sekunden vor Schluss verfehlte ein Pass von Lions-Quarterback Matthew Stafford Tight End Tony Scheffler. Green Bay nutzte dies durch das Field Goal von Matt Crosby zum 24:20-Endstand aus. Durch den Sieg gewannen die Packers nicht nur zum neunten Mal in Serie ein Duell gegen einen Division-Rivalen, sondern setzten sich in der NFC North auch an die Spitze.

Denn die bisher in der Pole Position liegenden Chicago Bears mussten sich im Monday Night Game den San Francisco 49ers mit 7:32 geschlagen geben. 69.732 Zuschauer im Candlestick Park in San Francisco sahen eine relativ einseitige Partie. Zur Pause lagen die 49ers mit 20:0 vorne, im dritten Viertel bauten sie ihre Führung sogar noch auf 27:0 aus.

Der Unterschied machten die Qaurterbacks aus. Beide Teams mussten ihre etatmäßigen Spielmacher ersetzen. Bei San Francisco begann Colin Kaepernick anstelle des verletzten Alex Smith, für die Bears lief Jason Campbell für Jay Cutler auf. Bei seinem ersten Spiel von Beginn an brachte der 25-jährige Kaepernick 16 von 23 Würfen für 243 Yards an den Mann. Zwei Pässe fanden einen Abnehmer in der Endzone. Dagegen lief es für den weit erfahrerennen Campbell nicht so gut. Der 30-Jährige konnte nur 14 von 22 vollenden und leitete nur einen Touchdown ein. Zudem leistete er sich zwei Interceptions und wurde auch gesackt.

Durch den Sieg festigten die 49ers (7:2) ihre Spitzenposition in der NFC West vor den Seattle Seahawks (6:4). Die Bears mussten in der NFC North ihren Spitzenplatz an die Packers abtreten.


20.11.12
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -