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06.11.2012, 08:02

Week 9: Giants unterliegen Steelers, Falcons ungeschlagen

Bears machen Titans zu Zwergen - Obamas Sorgenfalten

Allmählich formieren sich die Play-off-Anwärter in der National Football League. Während die Atlanta Falcons (8:0-Siege) auch die Dallas Cowboys in die Knie zwangen und als einziges Team weiter ungeschlagen sind, untermauerten die Houston Texans und vor allem die Chicago Bears ihre Ambitionen und stockten ihre Bilanz auf 7:1 auf. Einen Rückschlag erlitt Meister New York Giants vor heimischem Publikum gegen die Pittsburgh Steelers, die den Baltimore Ravens (6:2) auf der Spur bleiben. Im Montagspiel hielt New Orleans Philadelphia in Schach.

Unterstützt von einer bärenstarken Defensive: Jay Cutler führte Chicago zum siebten Sieg im achten Spiel.
Unterstützt von einer bärenstarken Defensive: Jay Cutler führte Chicago zum siebten Sieg im achten Spiel.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Grundlage für den siebten Sieg der Chicago Bears in dieser Saison war eine klasse Defensivleistung. Charles Tillman provozierte vier Fumbles, Routinier Brian Urlacher trug eine Interception über 46 Yards bis in die Endzone der bemitleidenswerten Tennessee Titans, die am Ende mit einer 20:51-Heimniederlage vom Spielfeld in Nashville schlichen.

Auch die Offensive erfreute Bears-Coach Lovie Smith: Spielmacher Jay Cutler (19 von 26 über 229 Yards) warf dreimal erfolgreich in die Endzone, alle Touchdown-Pässe gingen auf seinen Star-Receiver Brandon Marshall. 51 Punkte - so viele konnte Chicago seit 1980 (61:7 gegen Green Bay) nicht mehr sammeln. Und nach dem sechsten Sieg am Stück ist die Mannschaft aus der "Windy City" in jedem Fall ein heißer Anwärter auf den Titel.

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"Nach der schwachen Leistung zuletzt gegen Carolina wollten wir wie die Feuerwehr loslegen", sagte Tillman. "Wir wollten gleich beim ersten Ballbesitz des Gegners einen Turnover herbeiführen." Und Tillman setzte den Plan in die Tat um, raubte Titans-Receiver Kenny Britt das Ei beim ersten Offensivspielzug der Hausherren. Von da an war der Weg geebnet: Mit 28 Zählern allein im ersten Viertel überfuhren die Gäste unterstützt von zahlreichen Fans aus Chicago die Titans (3:6-Siege) förmlich.

Ein Highlight des Spiels war Urlachers Interception-Return in die Endzone. Zum siebten Mal trugen Bears-Abwehrspieler in dieser Saison bereits den Ball nach einem "Pick" bis an das "andere Ufer" - NFL-Bestwert. Den Allzeit-Rekord halten die San Diego Chargers (1961: 9 Interceptions für Touchdowns). Durch ihren siebten Sieg im achten Spiel halten die Bears auch die Green Bay Packers (6:3) auf Distanz, die die Arizona Cardinals mit 31:17 bezwingen konnten.

Manning schwach, Redman führt Steelers zum Sieg im "Big Apple"

Die New York Knicks und die Brooklyn Nets hatten es in der NBA vorgemacht und den durch Hurricane Sandy betroffenen Menschen im "Big Apple" ein paar Stunden der Ablenkung mit Siegen ihrer Lieblinge versüßt. NFL-Champion New York Giants wollte am Sonntag eigentlich nachziehen, kassierte im neunten Saisonspiel jedoch die dritte Niederlage. Die Pittsburgh Steelers klauten per 24:20 den Sieg bei den zuvor viermal in Folge siegreichen Titelverteidigern, die noch froh sein konnten, dass die NFC-East-Gruppenrivalen Philadelphia (13:28-Niederlage am Montag in New Orleans), Dallas und Washington jeweils verloren. Giants-Spielmacher Eli Manning lieferte eine der schwächsten Vorstellungen seiner Karriere ab, blieb bei 125 Passing Yards stecken und fabrizierte bei null Touchdown-Pässen eine Interception.

"Wir wollten dieses Spiel unbedingt für alle unsere Nachbarn gewinnen, die so schwer zu kämpfen haben und eine Inspiration brauchen", sagte Giants-Headcoach Tom Coughlin. "Wir haben versucht, ihnen ein paar Stunden Freude in einer sehr schwierigen Zeit zu schenken. Leider haben wir nicht erreicht, was wir uns vorgenommen haben", so der Trainer weiter.

Mannings Gegenüber Ben Roethlisberger (216 Yards, 2 TDs, 1 INT) spielte solider und hatte in Isaac Redman einen praktisch nicht zu bändigenden Running Back an seiner Seite. Insgesamt 147 Yards am Boden sammelte der 27-Jährige, der zudem vier Minuten vor Schluss den entscheidenden Touchdown erlief. Die Gäste hatten für ein Kuriosum gesorgt: Nach Sandy standen nicht genug Hotelbetten für eine Übernachtung zur Verfügung, weshabl sie erst am Spieltag nach New York flogen.

Nummer 8: Falcons marschieren weiter

Die Atlanta Falcons sind nach dem 19:13 über die Dallas Cowboys auch weiterhin das einzige ungeschlagene Team der Liga. Quarterback Matt Ryan atmete nach dem achten Sieg in Serie auf: "Das war gut genug", sagte der Spielmacher, der zwar 342 Yards, aber keinen Touchdown sammelte. Selbst ein paar Fehler konnten die Mannschaft aus Georgia nicht aufhalten. Running Back Michael Turner (102 Yards) stellte mit einem Drei-Yard-Lauf im vierten Viertel die Weichen auf Sieg. Matt Bryant kickte das Ei viermal durch die Stangen. "Wir haben getan, was zum Sieg nötig war", sagte Ryan, dessen Team in der NFC South vor den in Oakland siegreichen Tampa Bay Buccaneers (4:4) souverän auf Gruppensiegkurs navigiert. Meilenweit von den Play-offs entfernt sind indes die Cowboys (3:5), die vier ihrer letzten fünf Spiele verloren.

Schlechtes Omen für Obama: Redskins verlieren

Die Präsidentschaftswahl in den USA wirft natürlich auch ihre Schatten voraus. So dürfte die Demokraten um Amtsinhaber Barack Obama die Niederlage der Washington Redskins nicht gerade erfreut haben. Die Hauptstädter verloren zu Hause gegen die Carolina Panthers mit 13:21 - ein schlechtes Omen für den Präsidenten. Denn geht es nach diesem Football-Orakel, droht Obama am Dienstag eine Schlappe. Eine Faustregel besagt, dass das Abschneiden des amtierenden US-Präsidenten beziehungsweise seiner Partei vom Ausgang des letzten Redskins-Heimspiels vor der Wahl abhängt. Seit 1940 hat diese "Redskins Rule" das Resultat von 17 der 18 US-Wahlen richtig "vorhergesagt". Ausnahme: 2004 verlor das Team, doch George W. Bush wurde knapp wiedergewählt.


NFL, 9. Spieltag

Donnerstag, 01. November

San Diego Chargers - Kansas City Chiefs 31:13

Sonntag, 04. November

Washington Redskins - Carolina Panthers 13:21, Green Bay Packers - Arizona Cardinals 31:17, Jacksonville Jaguars - Detroit Lions 14:31, Tennessee Titans - Chicago Bears 20:51, Cincinnati Bengals - Denver Broncos 23:31, Cleveland Browns - Baltimore Ravens 15:25, Houston Texans - Buffalo Bills 21:9, Indianapolis Colts - Miami Dolphins 23:20, Seattle Seahawks - Minnesota Vikings 30:20, Oakland Raiders - Tampa Bay Buccaneers 32:42, N.Y. Giants - Pittsburgh Steelers 20:24, Atlanta Falcons - Dallas Cowboys 19:13

Montag, 05. November

New Orleans Saints - Philadelphia Eagles 28:13

06.11.12
 
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