
Viel lief zunächst nicht bei den Broncos. Manning, zu dieser Saison von den Indianapolis Colts in die "Mile-High-City" gekommen, leistete sich in Hälfte eins eine Interception, die Quentin Jammer über 80 Yards in Denvers Endzone trug. Doch das war nicht alles: Die Gäste verloren zwei Mal durch ihr Special Team das Ei, was zu weiteren zehn Punkten für die Chargers führte. Und als San Diegos Quarterback Philipp Rivers 24 Sekunden vor dem Ende der ersten Hälfte seinen Receiver Antonio Gates über elf Yards zum zweiten Mal an diesem Abend in der Endzone fand, jubelten die heimischen Fans im Qualcomm Stadium mit der Gewissheit des sicheren Sieges. Weit gefehlt ...
Denn auf der Gegenseite leitete schließlich Peyton Manning die Offensive. Und der Routinier sollte den Abend für die Chargers noch zum Alptraum werden lassen.
Der Super-Bowl-Gewinner und viermalige MVP, zur Pause noch reichlich ernüchtert ("Wir hatten einen guten Plan, aber diese Special-Teams-Fehler waren schon sehr enttäuschend."), lieferte im dritten und vierten Viertel eine makellose Vorstellung ab. Unterstützt von seiner Defensive führte er die Broncos zu einem beeindruckenden Comeback-Sieg, dem viertbesten in der NFL-Geschichte. Und noch nie hat ein NFL-Team auswärts einen höheren Pausenrückstand noch in einen Sieg umgewandelt.
13 seiner 14 Pässe in der zweiten Hälfte fanden den Mitspieler, gleich drei Touchdowns produzierte Manning nach dem Kick-off zum dritten Spielabschnitt. Dazu kamen die bissigen Abwehrspieler Tony Carter und Chris Harris, die Rivers zweimal abfingen und die Endzone erreichten.
Rivers leistete sich gleich vier Picks, drei davon im vierten Viertel, als das Spiel auf des Messers Schneide stand. Zweimal verlor er das Spielgerät auch noch durch Fumbles. Vier Picks, sechs Turnovers - Karriere-Rekorde für den Quarterback der Chargers.
Und die entwickeln sich allmählich zu Spezialisten, was das Verspielen von Führungen angeht. In der Vorwoche gaben sie einen Zehn-Punkte-Vorsprung aus der Hand, um in New Orleans noch mit 24:31 zu verlieren. Dieses Mal war alles noch viel schlimmer.
"Verlieren ist bitter, besonders, wenn du eine so komfortable Führung hast und so viel auf dem Spiel steht", sagte Rivers. Vor einem spielfreien Wochenende liegen beide Teams nun mit 3:3-Siegen in der AFC West vorne. Die Konkurrenz aus Oakland (1:4) und Kansas City (1:5) dürfte zu schlagen sein, also wird der Gruppensieg und damit die Play-off-Teilnahme aller Voraussicht nach über Denver und San Diego gehen. Die Broncos nehmen nun definitiv mehr Rückenwind mit in die letzten zehn Saisonspiele.
Tennessee Titans - Pittsburgh Steelers 26:23
Atlanta Falcons - Oakland Raiders 23:20
Tampa Bay Buccaneers - Kansas City Chiefs 38:10
N.Y. Jets - Indianapolis Colts 35:9
Cleveland Browns - Cincinnati Bengals 34:24
Philadelphia Eagles - Detroit Lions 23:26 n.V.
Miami Dolphins - St. Louis Rams 17:14
Baltimore Ravens - Dallas Cowboys 31:29
Arizona Cardinals - Buffalo Bills 16:19
Seattle Seahawks - New England Patriots 24:23
San Francisco 49ers - N.Y. Giants 3:26
Washington Redskins - Minnesota Vikings 38:26
Houston Texans - Green Bay Packers 24:42
San Diego Chargers - Denver Broncos 24:35
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Tennessee | - | Pittsburgh | 26:23 | |
Atlanta | - | Oakland | 23:20 | |
Cleveland | - | Cincinnati | 34:24 | |
Miami | - | St. Louis | 17:14 | |
NY Jets | - | Indianapolis | 35:9 | |
Philadelphia | - | Detroit | 23:26 OT | |
Baltimore | - | Dallas | 31:29 | |
Tampa Bay | - | Kansas City | 38:10 | |
Seattle | - | New England | 24:23 | |
Arizona | - | Buffalo | 16:19 OT | |
San Francisco | - | NY Giants | 3:26 | |
Washington | - | Minnesota | 38:26 | |
Houston | - | Green Bay | 24:42 | |
San Diego | - | Denver | 24:35 | |