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28.09.2012, 09:30

Erster Einsatz beim Sieg Baltimores über Cleveland

NFL atmet auf: Einigung mit den Referees

Es war das Sportthema in den vergangenen Wochen in den USA: der Arbeitskampf zwischen der National Football League (NFL) und den Schiedsrichtern. Deren Vertreter hatten zum Teil mit Slapstick-Entscheidungen für Kopfschütteln und Frust gesorgt, zuletzt am vergangenen Wochenende insbesondere bei den New England Patriots und den Green Bay Packers, die durch fragwürdige Regelauslegungen der Unparteiischen Spiele verloren. Sogar Präsident Barack Obama hatte sich eingeschaltet.

Alle sind erleichtert - die "richtigen" Referees sind zurück auf den NFL-Plätzen.
Alle sind erleichtert - die "richtigen" Referees sind zurück auf den NFL-Plätzen.
© Getty ImagesZoomansicht

Nun ist der Arbeitskampf zwischen der Liga und den rund 120 offiziellen Schiedsrichtern beendet. Das teilte die NFL am Mittwoch (Ortszeit) auf ihrer Internetseite mit. Erstmals wurden die "richtigen" Referees schon am Donnerstag beim 23:16-Sieg der Baltimore Ravens gegen die Cleveland Browns eingesetzt, dem dritten Sieg der Ravens, die sich in der AFC einiges ausrechnen.

"Die langfristige Zukunft unseres Sports erfordert Verbesserungen in allen Bereichen, auch im Schiedsrichterwesen", sagte NFL-Chef Roger Goodell und sprach von einer "wichtigen Vereinbarung".

So soll der Durchschnittsverdienst der Referees von aktuell 149 000 Dollar pro Saison auf 173 000 Dollar im kommenden Jahr bis zu 205 000 Dollar im Jahr 2019 ansteigen. Zudem sollen NFL-Schiedsrichter von 2013 an als Vollzeitkräfte arbeiten können.

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Im Gegensatz zu den Profiligen im Basketball, Baseball und Eishockey sind die NFL-Referees bislang Teilzeitkräfte. Auch im Streitpunkt Altersvorsorge näherten sich beide Seiten an. Wegen des Gehaltsstreits und der Aussperrung der offiziellen Schiedsrichter Anfang Juni hatten zuletzt Amateure die Spiele der NFL gepfiffen und dafür teilweise verheerende Kritiken geerntet.

Am Wochenende verloren die Patriots und die Packers wichtige Spiele durch fragwürdige Entscheidungen in den Schlusssekunden. Danach forderte sogar Barack Obama ein Ende der Aussperrung.

Patriots-Coach Bill Belichik wurde von der Liga dennoch zur Kasse gebeten. Der Cheftrainer des Deutschen Sebastian Vollmer hatte sich nach der Niederlage seiner Mannschaft in Baltimore vehement bei einem der Schiedsrichter beschwert und diesen dabei körperlich attackiert. Belichik entschuldigte sich zwar für sein Verhalten, muss aber dennoch 50 000 Dollar bezahlen.

Flacco füttert Boldin und Smith - die Ravens marschieren

Neun Pässe über 131 Yards: Anquan Boldin ragte beim Sieg der Ravens heraus.
Neun Pässe über 131 Yards: Anquan Boldin ragte beim Sieg der Ravens heraus.
© Getty Images

Mit einem warmen Applaus wurden die Hauptschiedsrichter am Donnerstag in Baltimore begrüßt. Anschließend setzten sich die favorisierten Ravens knapp, aber verdient gegen die noch sieglosen Browns durch. 23:16 hieß es bei Spielende, nachdem Clevelands Rookie-Quarterback Brandon Weeden den letzten Drive zwar bis tief in die gegnerische Hälfte hatte führen können, dann aber beim vierten Versuch von der 33-Yard-Linie keinen kompletten Pass zu Stande brachte.

Ravens-Quarterback Joe Flacco brachte 28 seiner 46 Pässe für 356 Yards, erzielte einen Touchdown per Pass und einen per Lauf (eine Interception). Den Ausschlag gab jedoch Abwehrspieler Cary Williams mit einem Interception-Return über 63 Yards bis in die Endzone im dritten Viertel.

"Cary hat den Unterschied ausgemacht", lobte Coach John Harbaugh nach dem 13. Heimsieg Baltimores in Folge. Dies ist aktuell die längste Serie in dieser Kategorie in der NFL. Derweil haben die Ravens auch zum zehnten Mal in Reihe gegen einen Divisions-Rivalen gewonnen. Cleveland zog zum neunten Mal in Folge gegen die Ravens den Kürzeren.

In der Offensive der Heimmannschaft stachen die beiden Receiver Anquan Boldin (neun Pässe über 131 Yards) und Torrey Smith (6/97, ein TD) heraus. Smith hatte schon am Wochenende beim umstrittenen Sieg über New England mit einer Galavorstellung wenige Stunden nach dem Unfalltod seines jüngeren Bruders herausgeragt.

28.09.12
 
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