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06.07.2012, 23:30

Diamond-League-Meeting in Paris

Gebremeskel glänzt, Otto nur ein wenig

Bei der EM lief es für die deutschen Stabhochspringer prima - Silber, Bronze und Rang vier, eine starke Bilanz. Doch nun folgte der Rückschlag: Beim siebten Diamond-League-Meeting der Saison in Paris fiel die Bilanz mager aus. Für die Höhepunkte waren in Paris aber andere verantwortlich. Gleich fünf Jahres-Weltbestmarken wurden aufgestellt.

Dejen Gebremeskel
Er glänzte in Paris am meisten: Dejen Gebremeskel.
© picture allianceZoomansicht

Björn Otto wurde mit 5,62 Meter Dritter und damit bester Deutscher vor dem Vierten Malte Mohr (5,52 Meter) und Raphael Holzdeppe, der noch nicht einmal die Anfangshöhe erreichte. Der Sieg ging wie schon bei der EM an den Franzosen Renaud Lavillenie (5,77 Meter).

Für die Höhepunkte waren in Paris aber andere verantwortlich. Gleich fünf Jahres-Weltbestmarken wurden aufgestellt. Am meisten strahlen durfte 5000-Meter-Läufer Dejen Gebremeskel (Äthiopien), der sich mit einer Zeit von 12:46, 81 sogar dem Weltrekord seines Landsmanns Kenenisa Bekele näherte - ihm fehlten nur 9,46 Sekunden. Doch auch hinter Gebremeskel hagelte es Glanzzeiten: Zweiter wurde der ebenfalls aus Äthiopien stammende Hagos Gebrhiwet (12:47,53), während Isaiah Koech (12:48,64) als bester Kenianer Dritter wurde. Sechs Läufer blieben erstmals unter 12:50 Sekunden im selben Rennen, elf unter 13 Minuten.

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Weltrekordhalter Kenenisa Bekele kam nur auf den neunten Platz (12:55,79) und erklärte danach, dass er bei den Olympischen Spielen über die 5000-Meter nicht antreten würde. "Ich war verletzt und will mich bei den Sommerspielen auf die 10.000 Meter konzentrieren", so der 29-Jährige. Allerdings wäre er als fünftbester Äthiopier des Rennens auch nicht für London qualifiziert gewesen.

Für eine weitere Jahres-Weltbestmarke sorgte Kenias Weltrekordler David Rudisha, der über 800 Meter mit 1:41,54 Minuten ins Ziel kam und sich damit seinem eigenen Weltrekord wieder näherte. Ebenfalls Weltjahresbestleistungen lieferten Javier Culson aus Puerto Rico über 400 Meter Hürden (47,78 Sekunden), der Marokkaner Mariam Alaoui Selsouli über die 1500 Meter (3:56,15 Minuten) und die Australierin Sally Person über 100 Meter Hürden (12,40 Sekunden).

Die Sprintwettbewerbe der Männer waren aufgrund der Abwesenheit der jamaikanischen Stars Usain Bolt und Yohan Blake wenig aussagekräftig. Ex-Weltmeister Tyson Gay gewann die 100 Meter in 9,99 Sekunden vor seinem Landsmann Justin Gatlin (10,03). Für den 30-jährigen Gatlin, der 2004 Olympiasieger war und später des Dopings überführt wurde, war es die erste Niederlage in diesem Jahr in der Königsdisziplin.

06.07.12
 
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