Björn Otto hatte sich eine Chance gegen Lavillenie ausgerechnet, der am Ende sogar 6,02 m versuchte. Doch wie so oft war der Hallen-Europameister von 2007 nach dem Anlauf zu dicht an der Latte. Bronze gewann höhengleich mit Otto Ex-Weltmeister Brad Walker (USA).
Mit 5,75 m verpasste Malte Mohr (Wattenscheid), Zweiter der Hallen-WM 2010 in Doha/Katar, Bronze um einen Rang und meinte enttäuscht: "Anlauf, Absprung - nichts hat gepasst. Ich habe nichts auf die Kette bekommen."
Die Titelkämpfe wurden bereits von zwei Weltrekorden gekrönt. Der Amerikaner Asthon Eaton stellte mit 6645 Punkten eine neue Bestmarke im Siebenkampf auf, als er seinen eigenen Wert um 77 Punkte steigerte. Bereits am Vortag hatte die Ukrainerin Natalja Dobrinska mit 5013 Punkten einen Weltrekord im Fünfkampf erzielt. Als Prämie erhalten Asthon und Dobrinska 50.000 Dollar für den Weltrekord und 40.000 Dollar für den Sieg.
Ein drittes deutsches Edelmetall verpasste Kugelstoßerin Nadine Kleinert nach ihrem Motto "Alles oder Nichts". Die Magdeburger WM-Zweite von Berlin 2009 wurde Fünfte mit 19,29 m. Gold gewann mit 20,54 m wie bei Olympia und der WM Valerie Adams (Neuseeland), Silber mit 20,42 m Weißrusslands Titelverteidigerin Nadeschda Ostaptschuk und Bronze mit 19,58 m die Amerikanerin Michelle Carter.
In den Finals am Sonntag liegen noch einmal deutsche Medaillen in der Luft: Im Stabhochsprung (13 Uhr) trägt Rekordlerin Silke Spiegelburg (Leverkusen/4,77 m) die Hoffnungen als Weltranglisten-Dritte, doch Favoritin ist nach ihrem Sprung auf 5,01 m Russlands Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa, die nach dem Karriereknick die erste Medaille seit dem Olympiasieg 2008 in Peking gewinnen will. Im Hochsprung gehörte der Dresdener Raul Spank in der Qualifikation zu den drei Besten und hofft im Finale (14.30 Uhr) auf eine persönliche Bestleistung (Halle 2,32, Freiluft 2,33) und eine Medaille. Im Endlauf über 3000 m steht zudem der Tübinger Arne Gabius.
Auch am zweiten WM-Tag setzte sich die deutsche Ausfallserie fort. Aus dem 17-köpfigen deutschen Team scheiterten in Runde eins sieben der bisher 13 angetretenen Athleten. Am Samstag schieden in Runde eins Kugelstoßerin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge), Weitspringerin Nadja Käther (Hamburg) und über 60 m Hürden Gregor Traber (Tübingen) aus. Christian Blum (Wattenscheid) verpasste in schwachen 6,79 Sekunden im Halbfinale den 60-m-Endlauf.
Nach drei 19-m-Resultaten in diesem Jahr scheiterte die Hallen-EM-Zweite Christina Schwanitz als Zehnte der Qualifikation mit blamablen 17,58 m und meinte: "Ich hatte meine Nerven einfach nicht im Griff." Traber schrammte im Vorlauf nach schwachen 7,83 Sekunden als Sechster um eine Hunderstelsekunde am Halbfinale vorbei. Käther landete in der Weitsprung-Qualifikation mit 6,40 m nur auf dem 13. Platz. Ihr Freund Helge Schwarzer (Hamburg) kam dagegen im Hürdenvorlauf als Dritter in 7,72 m in die nächste Runde am Sonntag.
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