Nach den hoch gehandelten New Orleans Saints, die am Samstag an San Franciscos Bay baden gingen, hat es nun also auch den Champion erwischt. Auf eigenem Platz zogen die Green Bay Packers gegen die Giants aus New York den Kürzeren. Die poröse Defensive der Hausherren ermöglichte dem Team um Quarterback Eli Manning den Coup im Lambeau Field.
Da konnte auch Packers-Spielmacher Aaron Rodgers wenig ausrichten, der mit 66 Yards zwar bester Läufer seines Teams war, in Sachen Pässe (26 von 46 für 264 Yards, zwei Touchdowns, eine Interception) jedoch nicht an seine Glanzleistungen aus der Hauptrunde heranreichen konnte.
Ganz anders die Giants, die alle Schwächen in den Abwehrreihen des Meisters gnadenlos ausnutzten und nach wechselhaftem Saisonverlauf rechtzeitig in Schwung kommen. Schon im ersten Viertel schockten die New Yorker Green Bay mit einem langen Touchdown-Pass von Eli Manning auf seine Lieblings-Adresse Hakeem Nicks. Es wurde still im Lambeau Field, man konnte sogar die Handvoll Fans aus New York singen hören. "Ich wusste seit Mittwoch, dass wir sie schlagen würden", zeigte sich Running Back Brandon Jacobs selbstbewusst.
Insgesamt fand Manning (drei Touchdown-Pässe und insgesamt 330 Yards) sechs verschiedene Receiver in diesem Spiel, Nicks stach freilich mit sieben gefangenen Pässen über 165 Yards mächtig heraus. Im ersten Quarter war ein 66-Yard-Fang das Highlight - Touchdown New York! Kurz vor der Pause schnappte sich Nicks dann das Ei nach einem Wurf Mannings über 37 Yards hart bedrängt in der Endzone.

Alle Superbowl-Träume des Champions schienen schon zur Pause ausgeträumt (10:20). Und die erhoffte Aufholjagd blieb aus. Nur ein Field Goal sprang im dritten Viertel heraus, der Schlussabschnitt (17:7) gehörte dann wieder ganz dem Außenseiter, der vor vier Jahren auf dem Weg zum Superbowl-Sieg auch in Green Bay gewonnen hatte, als damals noch Brett Favre die Regie im hohen Norden führte. Die Blauhemden aus dem Big Apple fühlen sich natürlich an die Geschehnisse damals erinnert und hoffen nach dem Kantersieg in der Wildcard-Runde gegen Atlanta und dem Auswärtserfolg in Green Bay nun natürlich auf einen weiteren großen Wurf.
Doch New York muss am Sonntag bei den bärenstarken San Francisco 49ers antreten, die nach dem 36:32 über die Dampfwalze aus New Orleans natürlich mächtig breite Brust haben. Die New England Patriots mit dem einzigen deutschen NFL-Profi Sebastian Vollmer empfangen im zweiten Vorschlussrunden-Duell die Baltimore Ravens. Vollmer könnte nach Verletzung dann wieder mit dabei sein und für den nötigen Schutz für Quarterback Tom Brady sorgen, der im Viertelfinale beim 45:10 über Denver mit sechs Touchdown-Pässen (fünf vor der Pause) einen neuen Bestwert in den Play-offs aufgestellt hatte. Auch Brady will wieder einmal ins große Endspiel, das am 5. Februar in Indianapolis stattfindet.
Davor muss er jedoch im heimischen Foxborough noch die unangenehme Hürde Baltimore Ravens überspringen. Die siegten gegen die Houston Texans in einem an Höhepunkten eher armen Spiel mit 20:13. Für Baltimore war Quarterback Joe Flacco mit zwei Tochdown-Pässen der Matchwinner.
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
San Francisco | - | New Orleans | 36:32 | |
New England | - | Denver | 45:10 | |
Baltimore | - | Houston | 20:13 | |
Green Bay | - | NY Giants | 20:37 | |