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05.01.2012, 17:24

Tournee leidet weiter unter dem Wetter

Trainerstreik sorgt für Abbruch der Qualifikation

Die Qualifikation zum Dreikönigsspringen in Bischofshofen ist nach 25 Springern abgebrochen worden. Anhaltender Schneefall sorgte für irreguläre Bedingungen, dass der Jury keine andere Wahl blieb. Der weitere Verlauf ist bereits beschlossen, ob jedoch alles wie geplant läuft, ist dank "Tief Andrea" ungewiss.

Björn Einar Romoeren (Norwegen)
Dichter Schneefall sorgte für irreguläre Bedingungen: Björn Einar Romoeren konnte einen Sturz gerade so verhindern.
© Getty ImagesZoomansicht

Der starke Schneefall führte dazu, dass zahlreiche Springer erhebliche Probleme bekamen. Besondere Schwierigkeiten bereiteten sowohl die zugeschneite und damit extrem verlangsamte Anlaufspur, als auch der tiefe Neuschnee im Aufsprunghügel. "Uns ist es einfach nicht gelungen, die Spur konstant zu halten. Der nasse Schnee hat gebunden und die Springer waren in Gefahr, die Balance zu verlieren. Deshalb haben wir abgebrochen", sagte Walter Hofer, der FIS-Renndirektor.

Nachdem zwei Springer im Anlauf fast gestürzt wären und sich der ehemalige Skiflug-Weltrekordhalter Björn Einar Romoeren gerade noch auf den Brettern halten konnte, verließen sämtliche Trainer ihren Posten: das Signal zum Abbruch, dem dann auch Hofer folgte. "Die Trainer haben ein Zeichen gesetzt. Es war einfach viel zu gefährlich", sagte der österreichische Chef-Coach Alexander Pointner.

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Qualifikation am Freitag - was macht das Wetter?

Kritik gab es aus dem deutschen Lager - jedoch nicht bezüglich des Abbruchs, sondern für die Qualität der Schanze in Bischofshofen. "Die österreichischen Organisatoren sollten in Spurkühlung investieren, wie sie im Weltcup Standard ist", sagte Werner Schuster, Trainer der DSV-Adler.

Die Qualifikation soll nun am morgigen Freitag (15 Uhr) nachgeholt werden. Eineinhalb Stunden später ist der Start des ersten Durchgangs angesetzt - allerdings nicht im Duell-Modus der Vierschanzentournee. Dementsprechend kommen - wie im Weltcup üblich - die besten 30 Athleten ins Finale. Die Wetterprognosen für den Wettkampftag sind jedoch nicht optimal: Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu 60 Stundenkilometern sowie Schneefall werden vorhergesagt. Deshalb steht eine Verlegung des Springens auf Samstag im Raum: "Auch das werden wir diskutieren", sagte Hofer.

05.01.12
 
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