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17.12.2011, 16:54

Freund Fünfter - Edelmann verpasst Führung im Gesamtweltcup

Birnbacher triumphiert, Neuner patzt

Der deutsche Biathlet Andreas Birnbacher hat am Samstag aufhorchen lassen: Der Schlechinger setzte sich über die 12,5-Kilometer-Distanz in Hochfilzen vor der lebenden Legende Ole Einar Björndalen aus Norwegen durch. Magdalena Neuner hingegen landete nach einer enttäuschenden Leistung am Schießstand nur auf dem zwölften Rang. Skispringer Severin Freund verpasste das Treppchen als Fünfter knapp. Im Pech war Kombinierer Tino Edelmann, der kurz vor dem Ziel als Erstplatzierter in der Loipe stürzte und auf den 14. Platz zurückfiel.


Magdalena Neuner
Zu oft daneben: Magdalena Neuner leistete sich zu viele Fehler am Schießstand.
© picture-alliance

Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner hat in ihrem letzten Rennen des Jahres den erhofften Podestplatz am Schießstand vergeben. Die 24-Jährige aus Wallgau fiel beim 10-Kilometer-Verfolgsrennen im österreichischen Hochfilzen nach Platz vier im Sprint mit insgesamt sechs Schießfehlern auf Rang zwölf zurück und lag 2:18,4 Minuten hinter der Siegerin Olga Saizewa. Die russische Staffel-Olympiasiegerin feierte einen Tag nach ihrem Erfolg im Sprint mit einem fehlerfreien Schießen in 31:52,2 Minuten einen souveränen Start-Ziel-Sieg und ihren insgesamt elften Weltcuperfolg. Platz zwei ging an die schwedische Einzel-Weltmeisterin Helena Eckholm (29,1 Sekunden zurück/1 Fehler) vor der Weißrussin Darja Domratschewa (44,7/3).

Ungeachtet ihres schwächsten Saisonergebnisses geht Neuner als Gesamtführende in der Weltcupwertung mit dem Gelben Trikot in die Weihnachtspause. Für das beste deutsche Ergebnis in der Verfolgung sorgte Andrea Henkel (Großbreitenbach). Die zweimalige Olympiasiegerin wurde nach einem Fehler im letzten Schießen mit 1:21,4 Minuten Rückstand Sechste, machte im Vergleich zum Sprint aber immerhin acht Plätze gut.


Biathlon, Männer, Verfolgung: Birnbacher holt sich den Sieg

Fehlerfrei am Schießstand, schnell in der Loipe: Andreas Birnbacher siegte in Hochfilzen.
Fehlerfrei am Schießstand, schnell in der Loipe: Andreas Birnbacher siegte in Hochfilzen.
© picture-allianceZoomansicht

Nach einer grandiosen Aufholjagd sicherte der überragende Andreas Birnbacher den deutschen Biathlon-Männern den ersten Weltcupsieg der Saison. Der 30-Jährige aus Schleching verbesserte sich im Verfolgungsrennen im österreichischen Hochfilzen mit fehlerfreier Schießleistung nach 12,5 Kilometer um 25 Plätze und gewann in 35:40 Minuten, drei Zeigerumdrehungen im Zielsprint vor dem ebenfalls fehlerfreien sechsmaligen Olympiasieger Ole-Einar Björndalen (Norwegen). Dritter wurde Simon Fourcade aus Frankreich (1,2/1 Fehler). Sprintsieger Tarje Bö aus Norwegen musste sich bei schwierigen äußeren Bedingungen und heftigem Schneefall nach drei Schießfehlern mit dem vierten Platz (30,1) zufrieden geben, behauptete damit aber die Führung im Gesamtweltcup.

Florian Graf (Eppenschlag/3) verbesserte sich als zweitbester deutscher Läufer mit einem Rückstand von 1:32,7 Minuten auf Birnbacher immerhin von Platz 23 auf Rang 18. Simon Schempp hingegen, der nach Platz vier im Sprint am Donnerstag mit Hoffnungen auf seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison in die Verfolgung gestartet war, fiel mit sechs Schießfehlern auf Platz 22 zurück. Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) lief mit drei Fehlern von Rang 46 auf Platz 27. Der dreifache Turin-Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) ging nicht an den Start.


Bob, Männer: Florschütz hat den schnellsten Schlitten

Der deutsche Bob-Pilot Thomas Florschütz hat mit seinem Anschieber Kevin Kuske den zweiten Weltcupsieg in diesem Winter eingefahren. Bei der Zweierbob-Entscheidung in Winterberg setzte sich das Duo nach zwei Läufen mit 24/100 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Schlitten von Beat Hefti durch. Dritter wurde der Lette Oskars Melbardis. Das Oberhofer Duo Maximilian Arndt und Martin Putze landete auf Platz vier. Viererbob-Weltmeister Manuel Machata hingegen musste sich mit Andreas Bredau mit einem enttäuschenden 23. Rang begnügen.


Skispringen: Freund Fünfter - Freitag verfehlt die Top Ten

Severin Freund
Bester Deutscher im Schneetreiben: Skispringer Severin Freund landete auf dem fünften Rang.
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Die deutschen Skispringer haben bei der Generalprobe für die Vierschanzen-Tournee einen kleinen Dämpfer erhalten. Beim Weltcup-Springen in Engelberg schaffte es einzig Severin Freund (Rastbüchl) als Fünfter unter die besten 15. Shootingstar Richard Freitag (Aue) musste sich eine Woche nach seinem Sieg in Harrachov mit Platz 17 begnügen. Währenddessen sicherte sich der Norweger Anders Bardal bei heftigem Schneetreiben seinen ersten Saisonsieg vor den beiden Österreichern Martin Koch und Thomas Morgenstern.

Freitag lag nach dem ersten Durchgang sogar nur auf Rang 28, ehe er sich mit einem guten zweiten Sprung nach vorne kämpfte. "Ich bin trotzdem ganz zufrieden. Ich habe mir die Top 10 zum Ziel gesetzt, und das soll auch so bleiben", sagte der Youngster. Stephan Hocke (Schmiedefeld), Maximilian Mechler (Isny) und Andreas Wank (Oberhof) belegten am Ende die Ränge 19, 21 und 26. Michael Neumayer (Berchtesgaden) hatte als 39. den zweiten Durchgang verpasst, Pascal Bodmer (Meßstetten) war bei seinem Saisondebüt in der Qualifikation gescheitert.

Schlierenzauer nach Sturz im Krankenhaus

Weltmeister Gregor Schlierenzauer kam bei starkem Schneefall bei der Landung im weichen Aufsprunghang zu Fall, verlor einen Ski und stürzte unglücklich auf den Brustkorb. Danach wurde der Österreicher ins Krankenhaus nach Stans gefahren. Eine erste Untersuchung an der Schanze ergab keine Knochenbrüche, allerdings sollte eine Ultraschalluntersuchung letzten Aufschluss geben. Der 21 Jahre alte Team-Olympiasieger hatte nach dem ersten Durchgang geführt und gilt als Topfavorit auf den Sieg bei der Vierschanzentournee.


Nordische Kombination: Unglücksrabe Edelmann nur 14.

Ein Sturz kurz vor Schluss hat Kombinierer Tino Edelmann den zweiten Saisonsieg und die mögliche Führung im Gesamtweltcup gekostet. Der Vize-Weltmeister aus Zella-Mehlis, der beim Weltcup in Seefeld nach dem Springen noch den ersten Rang belegt hatte, kam in einer eisigen Kurve zu Fall und musste sich am Ende mit Platz 14 begnügen. Der Sieg ging an Edelmanns großen Rivalen Jason Lamy-Chappuis (Frankreich), der damit seine Führung im Kampf um das Gelbe Trikot ausbaute. Den ersten Sieg seiner Karriere verpasste der Japaner Akito Watabe knapp. Alessandro Pittin aus Italien komplettierte das Podest, auf dem zum zweiten Mal in Folge kein deutscher Athlet stand. Bester DSV-Starter war Weltmeister Eric Frenzel (Oberwiesenthal) auf Platz fünf. Routinier Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) schaffte es als Zehnter ebenfalls in die Top Ten, Fabian Rießle (Breitnau) rundete auf dem 15. Platz das ordentliche Ergebnis der Deutschen ab.


Alpin, Männer, Abfahrt: Skifahrer vom Winde verweht

Wegen immer wieder auffrischender Windböen ist die Weltcup-Abfahrt in Gröden abgebrochen worden. 21 Starter, darunter der siebtplatzierte Stephan Keppler aus Ebingen, waren bereits im Ziel, als der Welt-Skiverband FIS entschied: "Race cancelled". Wegen Windes im oberen Abschnitt der Saslong war die Strecke zuvor bereits um zwei Tore oder 120 Meter verkürzt worden. Die widrigen äußeren Verhältnisse prägten den Rennverlauf allerdings von Beginn an. Keppler unterlief ein grober Fehler an der Einfahrt zur Ciaslat-Wiese, der ihn unter normalen Umständen um eine vordere Platzierung gebracht hätte. "Es ist natürlich wegen des Windes, dass ich noch so weit vorne bin", gab er später zu. Der Abbruch war unvermeidlich.


Bob, Damen: Doppelsieg im Zweisitzer

Cathleen Martini (li.), Janine Tischer
Glückliche Sieger: Cathleen Martini (li.) und Janine Tischer waren trotz heftiger Wetterkapriolen als Erste im Ziel.
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Cathleen Martini und Anja Schneiderheinze haben bei schwierigen Bedingungen beim Bob-Weltcup in Winterberg für einen deutschen Doppelsieg gesorgt. Weltmeisterin Martini (Oberbärenburg) gewann mit Anschieberin Janine Tischer vor Olympiasiegerin Schneiderheinze (Winterberg) mit Lisette Thöne. Für den Erfolg brauchten die Bobfahrerinnen vor allem eines: Hilfe vom Wettergott. "Dass die Bedingungen innerhalb von fünf Minuten so umschlagen, das ist krass", sagte die Weltmeisterin aus Oberbärenburg nach ihrem ersten Saisonsieg. "So richtig freuen kann ich mich über den Sieg nicht. Für Sandra ist es einfach schade, dass das Wetter nicht mitspielte", so Martini weiter. Sandra Kiriasis (Hochsauerland) hatte im zweiten Lauf gleich fünf Plätze verloren, da bei ihrer Fahrt zu viel Schnee in der Spur war. Sie belegte letztlich den siebten Platz. Damit wartet die Gesamtweltcup-Seriensiegerin weiter auf den ersten Erfolg in dieser Saison.


Rodeln: Deutsche Starterinnen rutschen am Spitzenplatz vorbei

Die deutschen Rennrodel-Damen haben beim Weltcup im kanadischen Calgary ihre erste Niederlage des Winters hinnehmen müssen. Olympiasiegerin Tatjana Hüfner (Friedrichroda) verpasste mit einer Gesamtzeit von 1:34.324 Minuten um eine Zehntelsekunde den Sieg. Rang eins sicherte sich die Kanadierin Alex Gough auf ihrer Heimbahn. Für die anderen deutschen Fahrerinnen fiel das dritte Weltcup-Rennen der Saison ebenfalls enttäuschend aus. Natalie Geisenberger aus Miesbach erreichte nur Platz sechs. Rang vier und fünf gingen an Corinna Martini (Winterberg) und Anke Wischnewski (Oberwiesenthal). An der Führung in der Gesamtwertung änderte dieser Rückschlag aber nichts: Hüfner ist mit 270 Punkten immer noch Saison-Primus.


Alpin, Damen, Slalom: Schnee beschert Höfl-Riesch einen Ruhetag

Maria Höfl-Riesch, Renndirektor Günther Hujara
Können heute Pause machen: Maria Höfl-Riesch und Renndirektor Günther Hujara.
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Bis zu Beginn dieser Woche gab es in den Hochsavoyen gar keinen Schnee, in den vergangenen Tagen fielen insgesamt anderthalb Meter - zu viel für ein Weltcup-Rennen. Nun kann sich Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch am heutigen Samstag erst einmal zurücklehnen. Der Welt-Skiverband FIS sagte den Weltcupslalom der Frauen im französischen Courchevel wegenzu starker Schneefälle ab. "Es ist zwar schade, aber die Piste ist in keinem guten Zustand", sagte Höfl-Riesch. Der Torlauf soll nun am morgigen Sonntag stattfinden. Wann und wo der für diesen Tag geplante Riesenslalom nachgeholt werden kann, blieb zunächst offen. Am Dienstag steht für die Damen ein Slalom im österreichischen Flachau auf dem Programm.


Langlauf: Angerer wird 13. bei Northug-Sieg

Die deutschen Skilangläufer konnten derweil beim Weltcup im slowenischen Rogla keine Spitzenplatzierung abliefern. Bei der Generalprobe für die Tour de Ski (29. Dezember bis 8. Januar) wurde Tobias Angerer aus Vachendorf beim vierten Saisonsieg des Norwegers Petter Northug 13. über 15 Kilometer im klassischen Stil. Jens Filbrich (Frankenhain) verpasste auf Rang 18 dagegen die von Bundestrainer Jochen Behle geforderte Platzierung unter den besten 15 knapp. Langlauf-Star Northug hatte nach einem Zielsprint 0,2 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Dario Cologna und baute seine Führung im Gesamt-Weltcup aus. Platz drei ging an den Kasachen Alexej Poltorani.

 

kicker

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