Die ersatzgeschwächten Philadelphia Eagles, eine der großen Enttäuschungen der Saison, wahrten am Sonntag ihre Chance im Play-off-Rennen. Quarterback Vince Young, der den verletzten Michael Vick vertrat, krönte im Schlussviertel einen 8:51 Minuten langen Spielzug der Eagles, als er knapp drei Minuten vor Schluss mit Receiver Riley Cooper in der Endzone einen Abnehmer fand - der 17:10-Erfolg war perfekt.
Die Eagles (4:6) klammern sich damit an den Play-off-Strohhalm, bei einer Niederlage wäre das Thema für die Schützlinge von Headcoach Andy Reid wohl erledigt gewesen. In der NFC East liegen sie allerdings weiterhin zwei Siege hinter den Giants und den Dallas Cowboys (beide 6:4).
Die Texaner feierten beim Division-Rivalen Washington Redskins ein 27:24 nach Verlängerung. Kicker Dan Bailey gelang das entscheidende Field Goal in der Overtime, in die sich die Redskins durch einen Stallworth-Touchdown 14 Sekunden vor Schluss gerettet hatten. In der Verlängerung verpasste Kicker Graham Gano dann allerdings den Sieg, als er einen Field-Goal-Versuch aus 52 Yards nicht zwischen den Stangen unterbringen konnte. Cowboys-Quarterback Tony Romo (insgesamt drei Touchdownpässe) lieferte eine ganz starke Vorstellung ab.
Das Maß aller Dinge bleiben die Green Bay Packers, die auch ihr zehntes Saisonspiel gewannen und als einziges Team noch ungeschlagen sind. Spielmacher Aaron Rodgers (Pässe für 299 Yards und drei Touchdowns) agierte beim 35:26 gegen die Tampa Bay Buccaneers, die dem Titelverteidiger bis ins Schlussviertel hinein Paroli boten, gewohnt stark.
Das nächste Team, das versucht, den Packers die erste Niederlage zuzufügen, sind an Thanksgiving am Donnerstag die Detroit Lions. Das Team um Quarterback Matthew Stafford stellte gegen die Carolina Panthers wieder einmal seine Comeback-Qualitäten unter Beweis. Im zweiten Viertel lagen die Gäste schon mit 24:7 vorne, am Ende triumphierten aber die Lions: Staffords fünfter Touchdownpass des Tages 2:32 Minuten vor Schluss auf Brandon Pettigrew brachte die Entscheidung. Die Lions haben es als erstes NFL-Team in über 60 Jahren geschafft, innerhalb einer Saison dreimal nach Rückständen mit 17 oder mehr Punkten zu gewinnen.
Der neunte Sieg im zehnten Spiel gelang den San Francisco 49ers mit dem 23:7 gegen die Arizona Cardinals. In der NFC West haben die 49ers ihr Play-off-Ticket bei fünf Siegen Vorsprung auf die Seattle Seahawks (4:6) schon so gut wie in der Tasche.

Die formstarken Chicago Bears fuhren mit dem 31:20 gegen die taumelnden San Diego Chargers (fünf Pleiten am Stück) ihren fünften Erfolg in Serie ein. Diesen mussten sie allerdings ganz teuer bezahlen: Übereinstimmenden Berichten zufolge hat sich Quarterback Jay Cutler den Daumen seiner rechten Wurfhand gebrochen. Ihm droht eine Pause von sechs bis acht Wochen, die Regular Season könnte für Cutler beendet sein. Für die Play-off-Hoffnungen der Bears ist sein Ausfall ein bitterer Rückschlag. Ersatzmann Caleb Hanie hat noch kein einziges NFL-Spiel von Beginn an bestritten.
Abgeschlossen wird der 11. Spieltag mit dem Monday-Night-Game zwischen den New England Patriots und den Kansas City Chiefs.
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Denver | - | NY Jets | 17:13 | |
Miami | - | Buffalo | 35:8 | |
Washington | - | Dallas | 24:27 OT | |
Baltimore | - | Cincinnati | 31:24 | |
Minnesota | - | Oakland | 21:27 | |
Cleveland | - | Jacksonville | 14:10 | |
Green Bay | - | Tampa Bay | 35:26 | |
Detroit | - | Carolina | 49:35 | |
St. Louis | - | Seattle | 7:24 | |
San Francisco | - | Arizona | 23:7 | |
Atlanta | - | Tennessee | 23:17 | |
Chicago | - | San Diego | 31:20 | |
NY Giants | - | Philadelphia | 10:17 | |
New England | - | Kansas City | 34:3 | |