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14.11.2011, 09:09

10. Spieltag: Bears reißen Lions, Saints in der Verlängerung

Brady reißt das Ruder rum - Eli ohne Happy End

Es ist der Spieltag der heißen Gruppenduelle! Mit dem Auswärtscoup der Raiders bei den Chargers hatte es am Donnerstag begonnen, am Sonntag trafen sich dann die New York Jets und die New England Patriots zum richtungsweisenden Kampf in der AFC East, auch bei den Spielen Cincinnati Bengals vs. Pittsburgh Steelers, Kansas City Chiefs gegen Denver Broncos, Chicago Bears gegen Detroit Lions und New Orleans Saints gegen Atlanta Falcons ging es um Prestige, Play-off-Chancen & Co. Der wilde Ritt der 49ers hält derweil an.

Diesmal stand er wieder auf: Tom Brady führte die Pats zum Sieg bei den Jets.
Diesmal stand er wieder auf: Tom Brady führte die Pats zum Sieg bei den Jets.
© Getty ImagesZoomansicht

AFC East: Bradys süßer Sieg bringt Konkurrenz zum Schweigen

Brady und seine Patriots (6:3) standen in der AFC East nach zwei Niederlagen in Folge mächtig unter Druck. Der Gruppensieg und damit ein sicherer Play-off-Platz wackelten, die Divisionsrivalen New York Jets und vor allem auch die aufkommenden Buffalo Bills (beide nun bei 5:4) sitzen mit im Boot. Am Sonntag kam es zum Showdown der Pats & Jets im Big Apple. Und Brady zeigte einmal mehr seine Klasse in schwierigen Situationen.

Mit drei Touchdown-Pässen führte "Mr. Bündchen" sein Team zu einem beeindruckenden 37:16-Triumph in New York - und sandte damit eine klare Botschaft an die Konkurrenz. Gruppensieg? Könnt ihr vergessen! Vor allem nach diesem Wochenende mit der schwachen Jets-Vorstellung und dem Bills-Debakel in Dallas (7:44) scheint dies in Stein gemeißelt.

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Brady fand zweimal Rob Gronkowski in der Endzone, nach dem Spiel gestand er: "Dieser Sieg schmeckt ausgesprochen süß. Nach zwei Niederlagen hatten wir 14 Tage lang ein ziemlich bescheidenes Gefühl und das Training fiel uns schwer." Kurve gekriegt.

Für die Jets lässt sich das nicht sagen. Zwar schnupperten die Hausherren im vierten Abschnitt beim 16:23 noch an der Wende, doch Brady kühlte die Stimmung mit einem 84-Yard-Drive inklusive Touchdown von Deion Branch mächtig herunter. Eine Interception plus Touchdown von Linebacker Rob Ninkovich machte den Deckel auf den Topf. Pats-Headcoach Bill Belichik freute sich zwar auch über den Sieg, sah sich jedoch zugleich in der Rolle des Warnenden: "Mit einem Spiel gewinnst Du nichts!"

AFC North: Gelbe Handtücher prägen das Bild in Cincinnati

Ähnliche Konstellation in der AFC North. Ex-Meister Pittsburgh Steelers (7:3) kämpft hier um seine Pole Position gegen die Cincinnati Bengals und die Baltimore Ravens (beide 6:3). Zuletzt hatten auch die Stahlstäder vom Ohio River bei der schon zweiten Schlappe gegen die Ravens in dieser Saison enorme Schwächen gezeigt. Während diese am Sonntag etwas überraschend in Seattle den Kürzeren zogen (17:22), kam es in Cincinnati zum Aufeinandertreffen der Bengals mit den Steelers.

Und auch die Steelers schafften die Wende, behielten mit 24:17 bei den Raubkatzen knapp die Oberhand. Vor allem dank ihrer Defense und dank Running Back Rashard Mendenhall (zwei Touchdowns). Die Abwehr fing zwei Pässe von Cincinnatis Rookie-Spielmacher Andy Dalton im vierten Viertel ab und ließ die Bengals somit nicht mehr zurückkommen. Nach fünf Siegen in Serie musste das Überraschungsteam der AFC erstmals wieder eine Schlappe schlucken. Für Pittsburgh führte Ben Roethlisberger überlegen Regie und entzückte Tausende mitgereister Steelers-Fans, die im erstmals in dieser Saison ausverkauften Paul Brown Stadium mit ihren "Terrible Towels", den berühmten gelben Handtüchern, Flagge zeigten.

AFC West: Broncos übertrumpfen Chiefs

Auch im Westen zeichnet sich einen enges Rennen um den Sieg ab. Oakland (5:4) führt nach dem Sieg in San Diego (4:5), das sich mit den Kansas City Chiefs und den Denver Broncos gleichauf sieht. Weil die Broncos bei den Chiefs die Oberhand behielten. Die Gäste aus Colorado kompensierten sogar die Verletzung ihrer beiden verletzten Top-Läufer Willis McGahee und Knowshon Moreno im ersten Viertel. Der frühere Heisman-Trophy-Gewinner Tim Tebow behielt in der Quarterback-Rolle bei den Broncos allerdings die Übersicht und führte seine Farben mit einem 56-Yard-Pass für sieben Punkte auf Eric Decker im Schlussabschnitt zum Erfolg. Und Running Back Nummer drei Lance Ball sprang mit 30 Versuchen für 96 Yards erfolgreich in die Bresche.

NFC East: Giants spüren Cowboys-Atem

Sunset Boulevard? Eli Manning (3.v.l.) bei vermeintlich schwierigen Lichtverhältnissen im Candlestick Park von San Francisco.
Sunset Boulevard? Eli Manning (3.v.l.) bei vermeintlich schwierigen Lichtverhältnissen im Candlestick Park von San Francisco.
© Getty Images

Ein Blick in die NFC. Dort stieg das Spitzenspiel der San Francisco 49ers (8:1) gegen die New York Giants (6:3), die nach der 20:27-Niederlage nun wieder um ihren Top-Spot im Osten bangen müssen, nachdem die Dallas Cowboys (5:4) dank eines furiosen Tony Romo (3 TDs) wie erwähnt Buffalo abkanzelten. Ein Comeback-Sieg der Giants wie zuletzt gegen die Patriots gelang diesmal nicht, obwohl Eli Manning die Gäste von der Ostküste im Candlestick Park von San Francisco im Schlussspurt noch einmal nahe an die Endzone brachte. Dann wurde der letzte Pass des Giants-Spielmachers von 49ers-Abwehrmann Justin Smith zu Boden geschlagen, und das Spiel war vorüber. Die Kalifornier feierten den siebten Sieg in Folge und führen in der NFC West mit großem Vorsprung vor den Rivalen.

Wermutstropfen: Star-Running-Back Frank Gore fiel nach fünf Spielen in Reihe mit über 100 Yards Raumgewinn früh mit einer Knieverletzung aus. Das hinderte seine Teamkameraden nicht daran, zum besten Saisonstart seit 1997 weiterzuziehen. Besser als Jim Harbaughs Schützlinge sind in der gesamten NFL nur die Green Bay Packers (8:0), die im Montagabendspiel auf ihren alten Rivalen Minnesota Vikings treffen.

NFC South: Saints schütteln Falcons ab

Klar auf Play-off-Kurs liegen auch die New Orleans Saints (7:3), die im NFC-South-Kampf allerdings die Verlängerung und etwas Glück zum 26:23-Erfolg bei den Atlanta Falcons (5:4) benötigten. Falcons-Coach Mike Smith nahm die Niederlage auf seine Kappe. In der Overtime schickte er seine Offensive in der eigenen Hälfte in einen vierten Versuch, die Saints-Abwehrrrecken hielten stand, der Ball wechselte zum Gegner. Und der machte den Sack mit einem Kasay-Field-Goal wenig später zu. "Ich weiß, dass das die ganze Woche diskutiert werden wird. Ich nehme es voll auf meine Kappe", gab sich Smith kleinlaut. Nach drei Siegen verlor Atlanta erstmals wieder und sieht New Orleans abermals davonziehen.

NFC North: Bears rücken Verhältnisse zurecht

Die Chicago Bears nährten ihre Play-off-Hoffnungen mit einem klaren 37:13-Heimsieg über die Detroit Lions. Beide liegen im Norden nun bei 6:3, also weiter deutlich hinter den Packers, die sich wohl Platz eins nicht mehr nehmen lassen werden. Charles Tillman und Major Wright liefen nach Interceptions bis in die Endzone und schafften die Basis für den Erfolg. Lions-Spielmacher Matthew Stafford leistete sich vier Picks und war zudem mittendrin in einer Rudelbildung, die in einen Platzverweis für Chicagos D.J. Moore mündete. Devin Hester schaffte einen 82-Yard-Punt-Return-TD und erhöhte damit seinen NFL-Rekord auf zwölf.

14.11.11
 
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