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05.11.2011, 17:44

Motorrad: Marquez fehlte beim Qualifying

Weltmeister Bradl rutscht aus

Stefan Bradl hat seine hervorragende Saison mit dem Weltmeistertitel gekrönt. Allerdings nicht auf der Rennstrecke in Valencia, wo er beim Finale am Sonntag nach einem Sturz ausschied. Da Bradls einziger Titelkonkurrent Marc Marquez nicht an den Start gehen kann, steht der 21-jährige Deutsche als neuer Champion der Moto2-Klasse fest.

Stefan Bradl
Kann die Sektkorken vorzeitig knallen lassen: Stefan Bradl.
© Getty ImagesZoomansicht

Stefan Bradl hat 18 Jahre nach Dirk Raudies wieder einen Weltmeistertitel nach Deutschland geholt. 125ccm-Weltmeister Marquez, der vor dem vor dem 17. WM-Lauf 23 Punkte hinter Bradl liegt und als einziger Fahrer zumindest theoretisch den Deutschen von Rang eins hätte verdrängen können, muss seine Teilnahme am Heimrennen wegen der Folgen eines Sturzes am Mittwoch absagen, wie das Repsol-Team vermeldete. Marquez war im Training zum Großen Preis von Malaysia schwer gestürzt und hatte keine Starterlaubnis erhalten. Auch für das Rennen in Valencia war der 18-Jährige nicht fit genug und musste passen.

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Nachdem WM-Vermarkter Dorna noch eine kleine Chance auf einen Start sah, von bekannt, dass es eine geringe Chance gebe, dass Marquez doch noch gesund wird. Doch der konnte beim Qualifying am Samstag nicht antreten. Bradl ging nach dem Hin und Her um den Startverzicht von Marquez während der Regenpause in die benachbarte Box seines verletzten Konkurrenten und reichte ihm die Hand. "Ich dachte, es ist eine faire Geste von mir. Er ist verletzt, kann nicht fahren. Das tut mir leid. Wir haben uns während einer tollen Saison einen tollen Kampf geliefert. Warum sollten wir uns nicht die Hände schütteln?", meinte der neue Weltmeister.

Der wurde in seiner Box beim Viessmann-Kiefer-Racing-Team gefeiert: Langanhaltender Beifall, tränenreiche Umarmungen, ein großes Banner mit der Aufschrift "Weltmeister 2011" und ein weißer Helm mit Goldschrift "World Champion": Stefan Bradl hat den Motorrad-Titel endgültig sicher.

Stefan und Helmut Bradl
Weltmeister und Vize-Weltmeister, Sohn und Vater: Stefan und Helmut Bradl.
© Getty ImagesZoomansicht

Bradl, Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl, beendete eine lange Durststrecke der deutschen Motorradpiloten, denn der letzte Titelgewinn gelang dem heute 47-jährigen Raudies 1993 in der 125ccm-Klasse.

Vater Bradl blieb der Erfolg verwehrt, der Sohn holte dies nach. "Papa hat es vor 20 Jahren knapp verpasst, Weltmeister zu werden. Aber er hat mich geformt. Also ist er jetzt auch Weltmeister", meinte Bradl junior und sieht sich als würdigen Titelträger: "Wir hatten nur einen Ausfall. Der schlechteste Platz war ein achter Rang, ansonsten immer Top-Fünf. Am Ende zählen die Punkte und wer die meisten hat, ist der Champion. Ich bin schon stolz darauf, dass dahinter der Name Stefan Bradl steht."

Aus im Rennen

Der Kurs in Valencia liegt Bradl einfach nicht. Seit 2007 kam der Champion auf dem Kurs nicht mehr ins Ziel. Dabei wollte er unbedingt gewinnen, doch auch das Wetter spielte Bradl übel mit. Kurze Regenschauer machten die Piste rutschig. "Mit dem Rennen bin ich nicht so glücklich. Ich bin mit den Witterungsbedingungen nicht klar gekommen. Ich bin aber okay und das ist das Wichtigste", sagte Bradl, der in der fünften Runde von der Strecke rutschte,ehe er die Weltmeister-Feierlichkeiten begann.

05.11.11
 
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