Nach dem 24:6 waren alle erleichtert im Big Apple. Nach zuvor drei Niederlagen stand die erhoffte Play-off-Teilnahme schon in den Sternen. Und somit war die Art und Weise des Sieges auch sekundär. Head Coach Rex Ryan: "Also, wir brauchten unbedingt einen Sieg, egal wie - und ich bin froh, dass wir einen Weg gefunden haben, dieses Spiel zu gewinnen." Überzeugend war das freilich nicht, was seine Mannschaft im MetLife Stadium, East Rutherford, anbot.
Running Back LaDainian Tomlinson gestand, dass dem Team nach dem Negativlauf das Selbstvertrauen gefehlt habe. Der frühe 0:3-Rückstand nach Dan Carpenters Field Goal trug zur Verunsicherung sicherlich bei. Doch dann der Wendepunkt in diesem Division-Duell: Darrelle Revis schnappte sich einen Pass von Miamis Quarterback Matt Moore, der für den verletzten Chad Henne spielte, an der eigenen Endzone und überbrückte anschließend das komplette Feld für den ersten Touchdown der Hausherren. 7:3.
Spielmacher Sanchez ließ einen 38-Yard-Touchdown-Pass auf Wide Receiver Santonio Holmes folgen, lief auch noch selbst einmal in die Endzone und besiegelte damit die fünfte Niederlage der Dolphins im fünften Spiel.
Der Wendepunkte in einer kritischen Phase für die ambitionierten Jets? Diese hatten kürzlich Receiver Derrick Mason nach Houston transferiert, weil er angeblich zu schlechte Zahlen ablieferte. Dann hatte es teamintern Querelen gegeben. Holmes kritisierte die Offensive Line: Quarterback Sanchez bekomme nicht genügend Schutz. Right Guard Brandon Moore ließ das nicht auf sich sitzen und bezeichnete derartige Kommentare in der Öffentlichkeit als nicht fruchtbar für den Teamgeist. Moore tat dies natürlich auch öffentlich.
Trainer Rex Ryan erschütterte all dies nicht, in seinen Augen würden die Super-Bowl-Hoffnungen seiner Mannschaft nicht durch Streitereien in der Kabine zerstört werden. Die Konsequenz: Holmes und Moore mussten gegen Miami aufs Feld, um am Münzwurf teilzunehmen. "Wir haben uns in die Augen geschaut und gesagt: Auf geht's!", sagte Holmes. Und der Streit ist vom Tisch.
Mit 3:3 stehen die Jets nun vor richtungsweisenden Spielen. Zunächst geht es gegen die starken San Diego Chargers (4:1). In Miami riecht derweil viel nach der desaströsen 1:15-Saison aus dem Jahr 2007. Head Coach Tony Sparano steht nun schon gewaltig unter Druck.
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Atlanta | - | Carolina | 31:17 | |
NY Giants | - | Buffalo | 27:24 | |
Cincinnati | - | Indianapolis | 27:17 | |
Pittsburgh | - | Jacksonville | 17:13 | |
Detroit | - | San Francisco | 19:25 | |
Green Bay | - | St. Louis | 24:3 | |
Washington | - | Philadelphia | 13:20 | |
Baltimore | - | Houston | 29:14 | |
Oakland | - | Cleveland | 24:17 | |
Tampa Bay | - | New Orleans | 26:20 | |
New England | - | Dallas | 20:16 | |
Chicago | - | Minnesota | 39:10 | |
NY Jets | - | Miami | 24:6 | |