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17.10.2011, 08:15

Lions verlieren gegen 49ers - Patriots auf Kurs

Nur die Packers gilt es noch zu schlagen

Auch die St. Louis Rams waren nicht mehr als Kanonenfutter für den amtierenden NFL-Champion. Die Green Bay Packers siegten im hiemischen Wisconsin mit 24:3 gegen das weiter sieglose Kellerkind und blieben auch in ihrem sechsten Saisonspiel ungeschlagen. Das Endergebnis hatte schon zur Halbzeitpause Bestand, Packers-Spielmacher Aaron Rodgers mit drei Touchdown-Pässen die Weichen gestellt. Erstmals verloren haben derweil die Detroit Lions, während die New England Patrios ohne Sebastian Vollmer gewannen.

Auch in der 1929er-Nostalgie-Uniform nicht zu bezwingen: Packers-Quarterback Aaron Rodgers.
Auch in der 1929er-Nostalgie-Uniform nicht zu bezwingen: Packers-Quarterback Aaron Rodgers.
© Getty ImagesZoomansicht

Aaron Rodgers sammelte drei Touchdowns, darunter ein 93-Yarder auf Jordy Nelson - das war ihm bislang in seiner Karriere noch nicht geglückt. Zufrieden war Rodgers dennoch nicht, zumal er mit seiner Offensive in der zweiten Halbzeit gänzlich ohne Punkt geblieben war.

"Das ist schon eine kleine Enttäuschung, wir sind in der zweiten Halbzeit ins Straucheln gekommen", so der Star-Quarterback. Das zweite Viertel mit 21 Punkten sei freilich schon ermutigend gewesen. "Es ist immer schwer, in der NFL Spiele zu gewinnen, wir haben auf alle Fälle aber auch noch Luft nach oben."

Rodgers sammelte 310 Yards, sein Gegenüber Sam Bradford leistete sich bei 28 erfolgreichden von insgesamt 44 Pässen (321) eine Interception. "Wir spielen, um zu gewinnen, moralischer Sieger wollen wir nicht sein", erklärte derweil Rams-Coach Steve Spagnuolo.

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Brady auf Hernandez - und New England gewinnt doch noch

Allenfalls moralischer Sieger waren am Wochenende auch die Dallas Cowboys. Denn die New England Patriots musste schwer kämpfen, ehe das 20:16 gegen die Texaner feststand. Ohne ihren seit einem Monat am Rücken verletzten deutschen Right Tackle Vollmer war es im ausverkauften Gillette-Stadium von Foxborough bis kurz vor Schluss eng. New England lag 22 Sekunden vor dem Ende mit 13:16 zurück, ehe Tight End Aaron Hernandez einen Pass von Quarterback Tom Brady zum entscheidenden Touchdown fing - fünfter Sieg im sechsten Spiel. Die "Pats" sind klar auf Play-off-Kurs.

Und durch die gleichzeitige 24:27-Niederlage der Buffalo Bills bei den New York Giants nun auch Spitzenreiter der AFC-East-Division.

Trainerstreit in Detroit

Die sensationelle Siegesserie der Detroit Lions riss am Sonntag vor eigenem Publikum gegen die San Francisco 49ers. Beim 25:19-Erfolg der Kalifornier - beide Teams stehen nun bei 5:1-Siegen - kam es nach dem Spielende zu kuriosen Szenen. Die beiden Trainer, NFL-Novize und Ex-Quarterback Jim Harbaugh (49ers) und Namensvetter Jim Schwartz (Lions) gerieten aneinander. Schwartz war mit der Art und Weise, wie Harbaugh ihm nach dem Spiel gegenübertrat, offenbar nicht einverstanden. "Ich habe ihm wohl die Hand zu heftig geschüttelt", sagte Harbaugh und nahm die Schuld auf sich. "Ich wollte ihm gratulieren und wurde weggeschubst", so sein Gegenüber.

Schwarz will zudem auch ein Schimpfwort gehört haben ("mit einer Obszönität hatte ich nicht gerechnet") und ging Harbaugh hinterher, als dieser schon auf dem Weg in die Katakomben war. Beide mussten in einem hitzigen Geschubse mehrfach voneinander getrennt werden. Die NFL hat Untersuchungen aufgenommen.

Das hart umkämpfte und durch viele Strafen unterbrochene Spiel mit zahlreichen Führungswechseln entschied Gäste-Quarterback Alex Smith mit einem Touchdown-Pass 1:51 Minuten vor Schluss.

17.10.11
 
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