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15.03.2010, 22:46

Schlechtes Omen für "Fast" Eddie Chambers?

Vladimir Klitschko ist hungrig

Vladimir Klitschko kehrt nach der längsten Auszeit seiner Laufbahn am Wochenende in den Ring zurück. Und den Ukrainer juckt es vor dem samstäglichen Kampf in der Arena zu Düsseldorf (ab 22.05 Uhr) bereits gewaltig in den Fäusten. Es ist die zweite Stadion-Veranstaltung in Folge für den Schwergewichtler. Das Interesse ist enorm, 46.000 der 51.000 Eintrittskarten sind für den 17. WM-Kampf Klitschkos bereits verkauft.

Vladimir Klitschko
Kehrt nach langer Pause wieder in den Ring zurück: Vladimir Klitschko.
© imagoZoomansicht

"Die Pause hat bewirkt, dass ich sehr hungrig bin", erklärte der 33-jährige Dreifach-Weltmeister (IBF, WBO und IBO) auf der offiziellen Pressekonferenz vor der Titelverteidigung gegen seinen einstigen Sparringspartner Eddie Chambers.

In seinem zuvor letzten Fight am 4. Juli 2009 sahen über 60.000 Zuschauer in der Arena auf Schalke einen technischen K.o.-Sieg in der 9. Runde über Ruslan Chagaev (Usbekistan).

Danach folgte eine neunmonatige Pause - so lange hatte der Doktor der Sportwissenschaften noch nie pausiert. Manch einer führt das auf sein fortschreitendes Alter und die Belastungen zurück. 56 Kämpfe, von denen er 53 gewann. Klitschko selbst lässt aber nichts an sich herankommen, er sieht sich im Zenit seines Schaffens.

"Ich war noch nie so schnell, noch nie so überlegt und noch nie so erfahren wie jetzt", sagte er. Sein kommender Gegner Chambers, der 13 Zentimeter kleiner ist als der 1,98 m große Weltmeister, lauschte aufmerksam.

Ich war noch nie so schnell, noch nie so überlegt und noch nie so erfahren wie jetzt.Vladimir Klitschko

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Der 27-Jährige stand schon einmal im Ring gegen den Ukrainer. Zwei Tage stand er zur Verfügung, als sich Klitschko 2006 für seinen Kampf gegen Calvin Brock in New York vorbereitet hatte. Der Weltmeister erinnerte sich, dass Chambers einen unorthodoxen Stil habe und schwierig zu boxen wäre. Der Herausforderer, der sich mit dem Sieg 2009 gegen den bis dahin ungeschlagenen Alexander Dimitrenko die Titelchance erkämpft hat, gilt als schnell. Von daher kommt auch sein Spitzname "Fast Eddie."

"Das ist eine große Herausforderung für mich. Ich habe vor, die Welt zu schocken", sagte der US-Amerikaner. "Ich habe für diese Chance sehr hart trainiert", fügte er hinzu.

Klitschko schaut Chambers ins Gesicht
Wer bleibt stehen, wer geht zu Boden? Klitschko vs. Chambers.
© imago

Der in Pittsburgh geborene und nun in der Boxhochburg Philadelphia lebende Chambers hat 35 Siege auf seinem Konto - verloren hat er bisher nur einmal. Seine K.o.-Quote (18) liegt bei etwas über 50 Prozent.

Seine Anreise nach Deutschland war aber alles andere als angenehm: Das Flugzeug, mit dem er flog, musste wegen eines Brandes im Cockpit einen nicht geplanten Zwischenstopp in Boston einlegen. Allerdings sollte man hierbei nicht von einem schlechten Omen ausgehen.

15.03.10
 
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