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12.03.2010, 23:25

Hallen-WM: Hingst bereits draußen

Bartels mit Bestmarke weiter

Am Freitag begannen die 13. Hallen-Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha. Entscheidungen standen noch keine auf dem Programm. Eine überzeugende Leistung im Vorkampf bot Kugelstoßer Ralf Bartels, der mit der Bestweite in das Finale einzog. Dagegen erlebten Hochspringerin Meike Kröger und Stabhochspringerin Carolin Hingst eine Enttäuschung.

Ralf Bartels
Kraftvoll: Kugelstoßer Ralf Bartels erzielte im Vorkampf die beste Weite.
© picture allianceZoomansicht

Zu ungewohnt früher Stunde musste Ralf Bartels seinen Vorkampf bei der Hallen-WM bestreiten. Doch der letztjährige WM-Dritte ließ sich davon nicht beirren und zog mit der Bestweite von 20,91 Meter in das Finale ein. "Ich glaube, ich habe noch nie so früh am Morgen so weit gestoßen. Aber ich bin schon etwas erleichtert, dass ich zum ersten Mal bei einer Hallen-WM die Qualifikation überstanden habe", zeigte sich Bartels zufrieden. Vor dem Finale sagt der 34-Jährige: "Die Anlage liegt mir. Ich kann um eine Medaille kämpfen."

Im Sog von Bartels schaffte auch Youngster David Storl (Chemnitz) nach einer Zitterpartie mit starken 20,49 m den Finaleinzug.

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Im Stabhochsprung zogen Malte Mohr (München) und Alexander Straub (LG Filstal) mit jeweils 5,60 m in den Endkampf der neun besten Athleten ein. "Wenn es normal läuft, habe ich 5,80 m drauf. Damit wäre eine Medaille drin", sagte Mohr. "Ich bin gut drauf. Da ist sicher einiges möglich", gab sich auch Straub zuversichtlich.

Auch im Hochsprung ist der DLV vertreten. Hallenmeister Martin Günther (Frankfurt) erreichte durch übersprungene 2,26 m den Endkampf am Sonntag. "Zur absoluten Spitze fehlt zwar noch etwas, aber da will ich hin", so der frühere U18-Weltmeister, der seine Bestleistung vor zwei Wochen auf 2,30 m verbessert hatte.

Tränen bei Kröger und Hingst

Tränen dagegen liefen bei den Damen. Die deutsche Hallen-Vizemeisterin im Hochsprung, Meike Kröger, scheiterte in der Qualifikation mit 1,85 m und vergrub ihr Gesicht minutenlang im Handtuch. "Sie ist sehr enttäuscht. Diesen Wettkampf muss sie so schnell wie möglich abhaken", sagte Bundestrainer Rüdiger Harksen. In Abwesenheit der verletzten letztjährigen WM-Dritten Ariane Friedrich war die Berlinerin Hoffnungsträgerin im Hochsprung.

Noch schlechter lief es für Stabhochsprung-Hallenmeisterin Carolin Hingst (Mainz), die mit einer Saisonbestleistung von 4,60 m dreimal an ihrer Einstiegshöhe von 4,45 m scheiterte. "Ich habe keine Erklärung", sagte die Olympia-Sechste von Peking. Die Zweibrücker Hallen-Vizemeisterin Kristina Gadschiew erreichte mit 4,35 m gerade noch das Finale am Sonntag.

12.03.10
 
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