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10.03.2010, 18:07

Laureus-Awards: Formel 1 gleich zweifach geehrt

Bolt und Williams sahnen ab

Leichtathletik-Superstar Usain Bolt wurde mit dem Sport-Oscar ausgezeichnet. Jamaikas Sprint-Phänomen, das bei der Weltmeisterschaft 2009 in Berlin über 100 und 200 m in Weltrekordzeit gewonnen hatte, wurde am Mittwoch in Abu Dhabi mit dem Laureus Award ausgezeichnet. "Sportlerin des Jahres 2009" wurde die US-amerikanische Tennisspielerin Serena Williams. Die vier deutschen Kandidaten gingen dagegen bei der Gala im Emirates Palace leer aus.

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Serena Williams und Usain Bolt
Sie gewannen den Laureus-Award in den Einzelkategorien: Serena Williams und Usain Bolt.
© imago Zoomansicht

Der dreimalige Leichtathletik-Olympiasieger und -Weltmeister Bolt wurde somit nach 2009 bereits zum zweiten Mal geehrt, zuvor war der Tennis-Weltranglistenerste Roger Federer aus der Schweiz viermal in Serie ausgezeichnet worden. Allerdings war der Jamaikaner bei der Preisverleihung nicht zugegen. Zur "Sportlerin des Jahres 2009" wurde die Tennisspielerin Serena Williams (USA) gekürt, die im vergangenen Jahr zwei Grand-Slam-Siege (Australien und Wimbledon) einheimsen konnte.

"Comeback des Jahres" von Clijsters

Für das Comeback des Jahres durfte die Belgierin Kim Clijsters, die in ihrem dritten Turnier nach zweijähriger Pause gleich die US Open gewann, den Preis in Empfang nehmen. Im Behindertensport erhielt die südafrikanische Schwimmerin Natalie du Toit die Auszeichnung. Beste im Bereich der Action-Sportler war die dreifache Weltmeisterin im Wellenreiten Stephanie Gilmore aus Australien.

Formel 1 im Mittelpunkt des Interesses

Neben den beiden Superstars stand auch die Formel 1 im Blickpunkt des Geschehens. 30 Kilometer vom Grand-Prix-Kurs des Emirates entfernt sahnte der "Rennzirkus" groß ab: Nach dem ersten Fahrer-WM-Titel wurde der Brite Jenson Button für den "Durchbruch des Jahres" geehrt, sein Rennstall Brawn GP (mittlerweile Mercedes GP) bekam die Auszeichnung als "Mannschaft des Jahres".

Jenson Button nimmt den Award entgegen.
Strahlender Pilot: Jenson Button nimmt den Laureus-Award entgegen.
© imago

Für ihr Lebenswerk wurde dagegen Laureus-Akademie-Mitglied Nawal El Moutawakel geehrt. Damit zollte man ihrem Einsatz für Frauen im Sport und ihre Tätigkeit im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Respekt. Der 2,20 m lange NBA-Star Dikembe Mutombo erhielt den Preis für soziale Leistungen sowie seine karitative Arbeit in seinem Heimatland Kongo.

Deutsche Kandidaten gehen leer aus

Deutsche Persönlichkeiten waren zwar auch nominiert, gingen heuer aber allesamt leer aus. Zu den Kandidaten zählten die Berliner Schwimm-Doppelweltmeisterin Britta Steffen, die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft sowie der deutsche Fußball-Meister VfL Wolfsburg in der Wertung "Durchbruch des Jahres" und Paralympics-Champion und 14-maliger Mountainbike-Weltmeister Michael Teuber in der Kategorie "Sportler mit Behinderung".

Die Gewinner wurden von der Laureus-Weltsportakademie auserkoren, der zahlreiche ehemalige Sportgrößen angehören. Unter anderem gehören Franz Beckenbauer und der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker dazu, den Vorsitz hat der ehemalige 400-m-Hürden-Star Edwin Moses (USA). Laureus-Mitbegründer ist die Daimler-AG, einer der globalen Sponsoren ist Mercedes-Benz.

10.03.2010, 18:07
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