
Vizemeister Arizona komplettierte damit das Feld der letzten acht Teams im Kampf um den Super-Bowl-Sieg. Zuvor hatten am Wochenende die New York Jets, die Dallas Cowboys und die Baltimore Ravens die nächste Runde erreicht. Wobei Letztere die Titelträume des jungen Deutschen Sebastian Vollmer in Reihen der New England Patrios beendeten.
Der Mann des Abends in Glendale (Arizona) hieß indes Karlos Dansby. Der Linebacker der Cardinals beendete den Krimi gegen die Packers mit einem 17-Yard-Lauf in die Endzone der Gäste, nachdem zuvor sein Abwehr-Kollege Michael Adams Packers-Quarterback Aaron Rodgers den Ball aus der Hand geschlagen hatte. 78 Sekunden waren in der Overtime gerade einmal gespielt. Glendale feierte den Vize-Meister, der im Vorjahr erst im Endspiel an den Pittsburgh Steelers gescheitert war. Altmeister Green Bay schlich mit hängenden Köpfen vom Platz, hatte jedoch zuvor gehörigen Anteil an diesem Feuerwerk gehabt.
Die Partie im Südwesten der USA ging als punktereichstes Play-off-Spiel in die NFL-Geschichte ein. 96 Zähler hatten zwei Teams zuvor noch nicht zu Stande gebracht. 95 konnten die Philadelphia Eagles und die Detroit Lions beim 58:37 im Jahr 1995 summieren.
Anfänglich sah es nach einem lockeren Heimsieg der Cardinals aus. Das Team um Quarterback Kurt Warner lag nach dem ersten Viertel mit 17:0, zu Beginn der zweiten Hälfte gar mit 31:10 vorn. Die Packers kämpften sich jedoch auf beeindruckende Weise zurück ins Spiel und glichen zwei Minuten vor dem Ende zum 45:45 aus.
14 Sekunden vor Schluss konnte Cardinals-Kicker Neil Rackers einen Field-Goal-Versuch aus 34 Yards Entfernung nicht nutzen und vergab so den Sieg nach regulärer Spielzeit. Das Duo Adams/Dansby machte diesen Lapsus in der Overtime wieder wett.

Zu den Quarterback-Zahlen: Kurt Warner war an diesem Sonntag einfach nicht zu stoppen. Eine nahezu perfekte Vorstellung! 29 seiner 33 Pässe kamen beim Mitspieler an - das ergibt eine Erfolgsquote von 87,9 Prozent (drittbester Wert in der Play-off-Historie). 379 Yards Raumgewinn sammelte der Routinier, fünf Touchdown-Pässe sind ebenfalls drittbester Play-off-Wert. Kurios: Warner gelangen mehr Touchdown- als nicht komplette Pässe!
Somit stand Aaron Rodgers (28/42, 422 Yards, 4 TD, 1 INT) nicht nur wegen des Fumbles in der Verlängerung im Schatten seines Kontrahenten. Wobei angefügt werden sollte, dass Rodgers sein erstes Play-off-Spiel absolvierte.
Die weiteren "Helden" in Glendale hießen Jermichael Finley - der Packers-Tight-End kam bei sechs gefangenen Pässen auf 159 Yards -, sowie die Cardinals-Receiver Steve Breaston (125 Yards bei sieben Passfängen, ein TD), Larry Fitzgerald und Early Doucet (je zwei TDs). Green Bays Ballfänger Greg Jennings konnten ebenfalls glänzen (130 Yards, 1 TD).
Im Viertelfinale tritt Arizona am Samstag bei den New Orleans Saints an. Außerdem empfangen die Minnesota Vikings um Altstar Brett Favre die Dallas Cowboys, die Indianapolis Colts mit dem Liga-MVP Peyton Manning in der Schaltzentrale spielen gegen die Baltimore Ravens, die New York Jets reisen zu den hoch gehandelten San Diego Chargers.
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