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27.12.2009, 19:37

Schuster setzt auf Emotion

Schmitt spürt Potenzial

Am Montag startet die Vierschanzentournee um 16.30 Uhr mit der Qualifikation zum Auftaktspringen in Oberstdorf. Vizeweltmeister Martin Schmitt geht trotz einer bisher mäßigen Saison betont optimistisch in seine 14. Wettkämpfe rund um den Jahreswechsel: "Ich spüre, dass nicht mehr viel fehlt. Ich kann mich steigern und meine Leistung verbessern. Ich gehe davon aus, dass ich konkurrenzfähig bin. Ich fühle mich gut."

Routinier: Martin Schmitt steht vor seiner 14. Teilnahme an der Vierschanzentournee.
Routinier: Martin Schmitt steht vor seiner 14. Teilnahme an der Vierschanzentournee.
© imagoZoomansicht

Zwar ist das geplante Sprungtraining der DSV-Springer auf der Schanze am Schattenberg den warmen Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen, Schmitts Zuversicht tat dies aber keinen Abbruch: "Damit muss man leben. Sich mental auf das Springen vorzubereiten, ist manchmal sogar mehr wert als ein paar Trainingssprünge. Außerdem kenne ich die Schanze gut." Schmitt hat in Oberstdorf von 1998 bis 2000 dreimal hintereinander gewonnen und im Vorjahr immerhin Platz fünf belegt.

Für Schmitt sind Gregor Schlierenzauer aus Österreich und der Schweizer Simon Ammann die haushohen Favoriten auf den Tournee-Sieg. "Die müssen die Last des Topfavoriten tragen und werden es wohl untereinander ausmachen", sagte er, fügte jedoch an: "Es war fast in jedem Jahr so, dass einer dazu kam, der sich deutlich gesteigert hat. Dies macht die Tournee auch so spannend."

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Bodmer: "Ich versuche, die Tournee zu genießen"

Der erst 18-jährige deutsche Shootingstar Pascal Bodmer will sich keinen Druck machen. Bodmer hatte vor allem mit einem zweiten Platz beim Weltcup-Auftakt in Finnland auf sich aufmerksam gemacht: "Mein Ziel ist es, konstant unter die 30 zu springen. Wenn ich meine Sprünge rüberbringe, dann könnte es auch unter die 15 oder 10 reichen. Ich versuche, die Tournee zu genießen", so Bodmer.

Bundestrainer Werner Schuster sieht sein siebenköpfiges Team vor dem ersten Springen der 58. Tournee zwar "breiter aufgestellt" als im Vorjahr, "aber in einer Außenseiterposition". Er hofft jedoch darauf, "dass wir für das ein oder andere Highlight sorgen können". Dabei setzt Schuster "auf die Trumpfkarte Emotion. Die kann Berge versetzen. Wir müssen uns von der Stimmung tragen und vom ganzen Drumherum inspirieren lassen".


Zeitplan der Vierschanzentournee

Oberstdorf: Mo., 28. Dez./16.30 Uhr: 1. Springen, Qualifikation
Di., 29. Dez./16.30 Uhr: 1. Springen

Garmisch-Partenkirchen: Do., 31. Dez./13.45 Uhr: 2. Springen, Qualifikation
Fr., 1. Jan./14.00 Uhr: 2. Springen

Innsbruck: Sa., 2. Jan./13.45 Uhr: 3. Springen, Qualifikation
So., 3. Jan./13.45 Uhr: 3. Springen

Bischofshofen: Di., 5. Jan./16.30 Uhr: 4. Springen, Qualifikation
Mi., 6. Jan./16.30 Uhr: 4. Springen

27.12.09
 
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