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08.12.2009, 10:20

NFL: Colts bezwingen Redskins - Packers siegen weiter

Warner schlägt Favre

Die New Orleans Saints und die Indianapolis Colts weiteten ihre Siegesserien in der (NFL) aus. Sowohl die Saints als auch die Colts schraubten ihre Bilanz auf 12:0-Siege. Eine überraschende Niederlage gab es für Meister Pittsburgh und Titelkandidat New England. Im Duell der Routiniers behielt Arizonas Kurt Warner die Oberhand über Minnesotas Brett Favre. In der NFC East feierten die Eagles und die Giants wichtige Siege.

Robert Meachem, New Orleans Saints
Sein Touchdown sorgte für den Ausgleich in der Schlussphase: Robert Meachem (New Orleans).
© imagoZoomansicht

Was für ein Glück haben oft die Spitzenteams. Die Washington Redskins (3:9 Siege) können ein Lied davon singen nach dem 30:33 n.V. gegen die New Orleans Saints. Auf durchaus glückliche Art und Weise kamen die Heiligen bei den Hauptstädtern mit dem Schrecken davon. Selbst Schuld, werden die Saints-Anhänger sagen, denn schließlich vergab der Gegner weniger als zwei Minuten vor Schluss ein 23-Yard-Fieldgoal, das wohl den Redskins-Sieg bedeutet hätte.

Im Anschluss führte Drew Brees (35/49, 419 Yards, 2 TD, 1 INT) die Saints ohne Timeouts über 80 Yards in 33 Sekunden bis in die Endzone. 1:19 Minuten vor Schluss stand es nach einem 53-Yard-Touchdown-Pass auf Robert Meachem (142 Yards Raumgewinn) dann auf einmal 30:30! Und Ersatz-Kicker Gareth Hartley besiegelte den Sieg der Gäste kurz nach einer Videoentscheidung für den Favoriten mit seinem 18-Yard-Schuss durch die Stangen. Mit 12:0-Siegen steuert New Orleans damit einer "perfekten Saison" entgegen - und das nach einer keineswegs perfekten Vorstellung.

Die Indianapolis Colts hatten ebenso wie die Saints mächtig zu kämpfen. Doch ein starkes zweites Viertel mit 17 Punkten legte den Grundstein zum 27:17-Erfolg gegen die zuletzt so starken Tennessee Titans. Kicker Matt Stover sorgte mit seinem Fieldgoal aus 36 Yards Entfernung vier Minuten vor Schluss mit dem 27:10 für die Vorentscheidung. Running Back Joseph Addai (21 Läufe über 79 Yards) sorgte für die ersten beiden Touchdowns. Tennessee verlor erstmals wieder nach fünf Siegen, die Colts schraubten die Bilanz auf 12:0 und feierten ihren 21. Sieg in der regulären Saison in Folge. Damit zogen sie mit den New England Patriots gleich, denen dieses Kunststück vor zwei Jahren gelungen war. Spielmacher Peyton Manning schnitt mit 270 Yards Raumgewinn und einem Touchdown-Pass bei einer Quote von 24/37 gewohnt zuverlässig ab.

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Auswärtsschlappe für Brady & Co.

Die Patriots (7:5) um Star-Quarterback Tom Brady mussten indes eine neuerliche Auswärtsniederlage schlucken. Das Team von der Ostküste verlor beim AFC-East Miami Dolphins (6:6) mit 21:22 und muss um den Divisiontitel bangen. New England hatte durch zwei Touchdowns von Randy Moss und Kevin Faulk frühzeitig mit 14:0 geführt, Miami kam bis zur Halbzeit auf 10:14 heran. Bis 67 Sekunden vor Schluss lagen die Patriots mit 21:19 vorn, ehe Dolphins-Kicker Dan Carpenter die Partie mit einem 41 Yard-Fieldgoal drehte. Für New England war es im sechsten Auswärtsspiel die fünfte Niederlage. Der Deutsche Vollmer kam zum zweiten Mal nacheinander wegen einer Gehirnerschütterung nicht zum Einsatz.

Gradkowski stiehlt Roethlisberger die Show

Ebenfalls den Kürzeren, jedoch weitaus überraschender, zog Meister Pittsburgh. Die Steelers verloren zu Hause gegen "Kellerkind" Oakland Raiders mit 24:27 und fielen auf eine 6:6-Bilanz zurück. Für die Kalifornier war es der vierte Sieg. Raiders-Quarterback Bruce Gradkowski stahl seinem Gegenüber Ben Roethlisberger mit drei Touchdown-Pässen (Karrierebestwert) die Show. Gradkowski führte sein Team dabei auf beeindruckende Weise im Schlussviertel über lange Distanzen zu Touchdowns. 15 Sekunden vor Schluss fand der Spielmacher seinen Teamkollegen Louis Murphy aus elf Yards Entfernung. Enttäuschend agierte vor allem die ansonsten so gefürchtete Steelers-Defensive, die gegen die Raiders erstaunlicherweise 396 Yards zuließ.

Warner schlägt Favre

Ihre zweite Niederlage bezogen die Minnesota Vikings. Das Team um Superstar Brett Favre zog gegen die Arizona Cardinals mit 17:30 den Kürzeren. Wide Receiver Larry Fitzgerald fing dabei seinen zehnten Touchdown der Saison und sorgte so für einen Franchiserekord. Der 26-Jährige kam in der dritten Saison in Folge auf zehn oder mehr Touchdowns.

Kurt Warner und Larry Fitzgerald
Arizonas Quarterback Kurt Warner (li.) und Wide Receiver Larry Fitzgerald führten die Cardinals zum Sieg über die Minnesota Vikings.
© picture allianceZoomansicht

Doch auch die Cardinals-Defense trug zum Erfolg bei. Minnesotas Running Back Adrian Peterson kam nur auf 19 Yards - sein schlechtester Wert in dieser Saison. Die Vikings mussten erstmals nach vier Siegen in Folge wieder als Verlierer den Platz verlassen.

Das Duell der beiden Quarterbacks-Routiniers ging eindeutig an Kurt Warner. Der 38-jährige Falcons-Leader warf drei Touchdown-Pässe, während der 40-jährige Vikings-Spielführer auf zwei Touchdowns, aber auch auf zwei Interceptions kam.

Hochspannung in der NFC East

Eine empfindliche Niederlage bezogen die Dallas Cowboys mit dem 24:31 gegen die den Division-Rivalen New York Giants. Die Texaner liegen in der NFC East mit den siegreichen Philadelphia Eagles gleichauf - haben den ersten direkten Vergleich jedoch knapp für sich entschieden. Beim 34:7 bei den Atlanta Falcons wurde ausgerechnet Michael Vick zum Matchwinner. Der Quarterback, der vor über zwei Jahren nach illegalen Hundekämpfen von den Falcons suspendiert wurde, verbuchte seinen ersten Touchdown und seinen ersten Touchdown-Pass der Saison. Atlanta verlor erstmals in dieser Saison vor eigenem Publikum.

Die Division steuert damit auf ein Herzschlagfinale im Rennen um die Play-off-Plätze zu. Sowohl Philadelphia als auch Dallas weisen eine Bilanz von 8:4 auf. Knapp dahinter folgen die Giants mit 7:5. Pikant: Am kommenden Wochenende stehen sich die Philadelphia Eagles und New York Giants gegenüber, am letzten Spieltag kommt es dann zum voraussichtlich entscheidenden Duell zwischen den Eagles und den Cowboys.

Packers: Vierter Sieg in Serie

Heißer NFC-Wild-Card-Anwärter sind die Green Bay Packers nach ihrem vierten Sieg in Folge. Das 27:14 im heimischen Lambeau Field im Monday Night Game gegen die Baltimore Ravens schraubte ihre Bilanz auf 8:4. Die Ravens haben bei ausgeglichener Bilanz (6:6) als Zweiter der AFC North weiter Play-off-Chancen. Das Spiel war geprägt von Ballverlussten, Baltimores Quarterback Joe Flacco leistete sich gleich drei Interceptions, dazu kam noch ein weiterer Ballverlust von Running Back Ray Rice. Die Packers gaben das Ei einmal durch Wide Receiver Donald Driver und zweimal durch Quarterback Aaron Rodgers her. Der schaffte jedoch auch zwei Touchdown-Pässe - jeweils im Zusammenspiel mit Tight End Jermichael Finley.

08.12.09
 
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