NFL: Roethlisberger fällt wohl aus
Schwarzer Abend für die Steelers
Eigentlich wollten die Pittsburgh Steelers die Niederlage am letzten Wochenende im Topspiel gegen die Cincinnati Bengals (12:18) bei den Kansas City Chiefs vergessen machen. Vor der Niederlage gegen das diesjährige Überraschungsteam fuhren die Steelers fünf Siege in Folge ein, Kansas dagegen gewann erst zwei Partien im bisherigen Saisonverlauf.
Im Arrowhead Stadium in Kansas City kam allerdings alles ganz anders. Durch einen Kick-off-Return von Jamaal Charles über 94 Yards gingen die Chiefs gleich zu Beginn der Partie in Führung. Zwar konterte Pittsburgh vor 70.261 Zuschauern durch Touchdowns von Hines Ward und Heath Miller sowie einem Fieldgoal von Jeff Reed, Pittsburgh konnte den Vorsprung allerdings nicht verteidigen. Auch, weil Roethlisberger zwei Interceptions unterliefen. So ging es beim Stand von 24:24 in die Overtime.
Und hier kam es ganz knüppeldick für den sechsmaligen Super-Bowl-Sieger. Zunächst wurde Roethlisberger von Andy Studebaker und Derrick Johnson in die Mangel genommen. "Big Ben" ging zu Boden, wurde bei der Aktion verletzt und konnte nicht mehr weiterspielen.
Die NHL
Nach der Partie sagte Steelers-Headcoach Mike Tomlin, dass sich der 27-Jährige eine Gehirnerschütterung zugezogen habe. Nach weiteren Untersuchungen soll eine genaue Diagnose erstellt werden. Ob und wie lange Roethlisberger ausfallen wird, steht noch nicht fest.
Damit nicht genug. Backup Charlie Batch konnte seine Offensive nicht zu einem neuen Firstdown führen, auch ein Fieldgoal war nicht möglich. Nach einem Touchback kam Kansas so in Ballbesitz. Quarterback Matt Cassel und Wide Receiver Chris Chambers führten ihr Team rasch nach vorne und Kicker Ryan Succop verwandelte aus 22 Yard das entscheidende Fieldgoal.
Die Steelers hatten allerdings Glück, denn auch ihre Rivalen in der AFC North patzten. Die Cincinnati Bengals mussten sich überraschend den Oakland Raiders mit 20:17 geschlagen geben, die Baltimore Ravens zogen gegen die Indianapolis Colts mit 15:17 den Kürzeren.
Die Colts behielten damit mit einer Bilanz von 10:0 weiter ihre "weiße Weste" und können in der AFC South bereits für die Play-offs planen. Selbiges gilt auch für die New Orleans Saints in der NFC South. Die Saints um Quarterback Drew Brees (187 Yards, drei Touchdownpässe) fertigten die Tampa Bay Buccaneers mit 38:7 ab.
Für die Highlights der 11. Runde sorgten ein Rookie und ein Routinier. Detroits Quartberack Matthew Stafford warf beim 38:37 seiner Lions über die Cleveland Browns fünf Touchdownpässe. Damit ist er der erste Neuling seit 1950, der in einem Spiel fünf oder mehr Touchdowns warf. Mit 422 Yards stellte er zudem den Bestwert auf.
Den letzten Pass zum 37:37 erzielte der 21-Jährige, als die Uhr bereits abgelaufen war. Zudem verletzte er sich zuvor an der linken Schulter, kam für diesen einen Spielzug aber nochmals zurück. Jason Hanson behielt anschließend die Nerven und verwandelte den entscheidenden Extrapunkt sicher.
Auch Brett Favre stellte seine Klasse erneut unter Beweis. Mit vier Touchdownpässen war der 40-Jährige einmal mehr entscheidender Mann beim 35:9 seiner Minnesota Vikings gegen die Seattle Seahawks. Mit einer Bilanz von 9:1 steuern die "Wikinger" in der NFC North klar auf Play-off-Kurs.
Eng geht es dagegen in der NFC East zugehen. Bis auf die Washington Redskins (3:7) haben alle anderen Vereine noch gute Chancen auf Rang eins. Momentan führen die Dallas Cowboys, die in der Hauptstadt mit 7:6 gewannen, mit einer Bilanz von 7:3 die Division an. Mit sechs Siegen folgen die Philadelphia Eagles (24:20 bei den Chicago Bears) sowie die New York Giants (43:31 gegen die Atlanta Falcons) aber dicht dahinter.
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