244 Yards Raumgewinn (17 von 28), vier Touchdownpässe, keine Interception - Favre war zweifellos der Mann des Tages in Green Bay. Und er hielt dem Druck Stand, der auf ihm lastete. Im Vorfeld der Partie war darüber gerätselt worden, wie laut die Buhrufe der gefürchteten Packers-Anhänger denn sein würden, wenn der Quarterback in den "falschen Farben" das Feld betreten würde.
Den "falschen" Vornamen zierten zahlreiche T-Shirts, die die Fans der Heimmannschaft zur Schau trugen. "Wir werden dich nie vergessen, BRENT", stand da zu lesen. Über andere Seitenhiebe war laut nachgedacht worden. Wie zum Beispiel, die nach dem langjährigen Helden benannte Straße "Brett Favre Pass" in "Brett Favre Interception" umzubenennen.
Die Buhrufe waren tatsächlich extrem laut, doch wie schon beim ebenfalls gewonnenen Hinspiel vor einigen Wochen zerteilte Favre die Defensive der Packers mit seinen Pässen in ihre Einzelteile. "Packers-Fans bejubeln zunächst einmal ihr Team, das ist mir bekannt", sagte Favre nach dem Spiel. "Aber ich hoffe, jeder, der das Spiel gesehen hat, sagt: 'Ich hasse diese andere Mannschaft, aber Favre spielt immer noch so, wie er stets gespielt hat." Und zwar bärenstark.
Mit 7:1 Siegen führen die Vikings nun die NFC North souverän an und gelten mehr denn je als Titelanwärter.

Auf der anderen Seite fielen die Packers auf 4:3 zurück und werden Mühe haben, den Erzrivalen noch zu übertrumpfen. Cornerback Charles Woodson gab geknickt zu Protokoll: "Das ist sicher sehr enttäuschend für viele Menschen hier. Es ist zwar nur ein verlorenes Spiel, aber ich glaube, die Leute hier wollten diesen Sieg mehr als alles andere." Nur im dritten Viertel hatte es so ausgesehen, als könnte Green Bay den Spieß um drehen. Zwei schnelle Touchdowns führten die Gastgeber auf 20:24 heran, doch Favre antwortete mit einem sehenswerten Pass auf Tight End Jeff Dugan, der das Ergebnis auf 31:20 schraubte und die Entscheidung herbeiführte.
Neben Favre glänzte Rookie-Receiver Percy Harvin mit fünf gefangenen Pässen (84 Yards) sowie fünf Kick-Returns für 175 Yards. Favre schaffte indes das Kunststück, zum 21. Mal in seiner Laufbahn vier Touchdown-Pässe in einem Spiel zu werfen. Damit zog er mit dem legendären Dan Marino (Miami Dolphins) gleich.
Weiterhin ungeschlagen sind die Indianapolis Colts (7:0), die beim 18:14 über die San Francisco 49ers jedoch mehr Mühe hatten als erwartet. Die New Orleans Saints (7:0) zogen am Montag durch ein 35:27 gegen ihren Gruppenrivalen Atlanta Falcons nach. Drew Brees spielte erneut stark: 308 Yards Raumgewinn, zwei Touchdown-Pässe bei einer Interception und eine Quote von 25 von 33 reichten, um die sich lange Zeit wehrenden Falcons in Schach zu halten. Safety Darren Sharper beendete mit einer Interception in den Schlusssekunden nach einem letzten Verzweiflungswurf des Falcons-Quarterback Matt Ryan die Partie.
Erstmals verloren haben derweil die Denver Broncos (6:1), die bei den Baltimore Ravens (4:3) mit 7:30 untergingen. Das Topspiel der NFC East gewannen die Philadelphia Eagles gegen die New York Giants mit 40:17 und führen nun die Gruppentabelle mit 5:2-Siegen an. Die Giants (5:3) unterlagen zum dritten Mal in Serie.
Buffalo Bills - Houston Texans 10:31
Chicago Bears - Cleveland Browns 30:6
Dallas Cowboys - Seattle Seahawks 38:17
Detroit Lions - St. Louis Rams 10:17
N.Y. Jets - Miami Dolphins 25:30
Tennessee Titans - Jacksonville Jaguars 30:13
San Diego Chargers - Oakland Raiders 24:16
Arizona Cardinals - Carolina Panthers 21:34
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