Es war ein Nachmittag der Rekorde in Foxborough. Brady warf insgesamt sechs Touchdownpässe, fünf davon in einem Viertel, dem zweiten. Das war in der NFL seit 1950 keinem Quarterback mehr gelungen. Ligarekord war auch die 45:0-Pausenführung gegen die bemitleidenswerten Titans, die in der vergangenen Saison noch die beste NFL-Bilanz gehabt hatten (13:3), nun aber ihre ersten sechs Spiele verloren. Mit dem Endstand von 59:0 egalisierten die Patriots, die ganz nebenbei noch sechs Vereinsrekorde aufstellten, zudem die bisherige NFL-Bestmarke für den höchsten Sieg aus dem Jahre 1976 (Los Angeles Rams gegen Atlanta Falcons). Brady, der Pässe über 380 Yards warf, lieferte die beste Vorstellung seit seinem Comeback nach schwerer Knieverletzung ab.
„Er hat einen großartigen Job gemacht, hart gearbeitet. Sebastian ist ein schlauer Kerl, aber auch ein kompromissloser Spieler. Durch seine Intelligenz weiß er genau, wo er stehen muss.“Tom Brady über Sebastian Vollmer
Sebastian Vollmer kam erstmals als Starter zum Einsatz, da der etatmäßige Left Tackle Matt Light verletzt fehlte. "Das war mein erstes Schneespiel und ich hatte einen Wahnsinns-Spaß", sagte der "Koloss aus Kaarst", der Lob von höchster Stelle erhielt. "Er hat einen großartigen Job gemacht, hart gearbeitet. Sebastian ist ein schlauer Kerl, aber auch ein kompromissloser Spieler. Durch seine Intelligenz weiß er genau, wo er stehen muss", adelte Quarterback Brady den Rookie, der ihm zuvor erfolgreich den Rücken freigehalten hatte. "Es ist ein schöner Sieg und ich habe mich natürlich gefreut, dass ich so viel gespielt habe. Aber deshalb werde ich mich genauso konzentriert auf London vorbereiten und mich nicht auf irgendwelchen Lorbeeren ausruhen", sagte Vollmer. Am kommenden Sonntag treffen die Patriots im Wembley-Stadion auf die Tampa Bay Buccaneers.
Im Duell zweier bis dahin noch ungeschlagener Teams standen sich die New Orleans Saints und die New York Giants gegenüber. Und auch hier glänzte ein Quarterback. Drew Brees, dem in den vergangenen zwei Spielen kein Touchdownpass gelungen war, warf diesmal gleich deren vier (insgesamt 369 Yards Raumgewinn) und führte die Saints zu einem komfortablen 48:27-Erfolg gegen die beste Abwehr der Liga. Mit 14 Touchdownpässen liegt Brees, von dessen 30 Pässen 23 ihr Ziel fanden, in der NFL wieder ganz vorne. Sein Team gehört nun endgültig zu den Titelfavoriten.

Auch die Minnesota Vikings um Quarterback-Legende Bratt Favre wahrten ihre weiße Weste, mussten gegen die Baltimore Ravens allerdings bis zum Schluss zittern. Erst als Ravens-Kicker Steven Hauschka zwei Sekunden vor dem Ende ein Field-Goal-Versuch aus 44 Yards misslang, war der knappe 33:31-Sieg unter Dach und Fach. Besser hatte es auf der anderen Seite Ryan Longwell gemacht. Sein Field Goal aus 31 Yards hatte den Vikings die Führung und letztlich auch den Sieg beschert. Favre (drei Touchdownpässe) hatte seinen Kicker mit einem Pass über 58 Yards auf Sydney Rice in Position gebracht. Zuvor hatten die Ravens einen 17-Punkte-Rückstand binnen kurzer Zeit gedreht.
Eine Überraschung gelang den Buffalo Bills, die sich in der Verlängerung mit 16:13 bei den New York Jets durchsetzten. Und das, obwohl Spielmacher Trent Edwards schon zu Beginn des zweiten Viertels mit einer Gehirnerschütterung ausfiel. Zum Matchwinner avancierte in der Overtime Kicker Rian Lindell. Nach drei Siegen zum Auftakt mussten die Jets das Feld nun dreimal in Folge als Verlierer verlassen. Vor allem Mark Sanchez zahlte am Sonntag Lehrgeld: Der Rookie-Quarterback leistete sich gleich fünf Interceptions.
Die noch ungeschlagenen Indianapolis Colts waren spielfrei, die Denver Broncos verteidigten ihre makellose Bilanz im Monday-Night-Game bei den San Diego Chargers mit einem 34:23-Erfolg. Mann des Abends war zweifellos Eddie Royal. Der Receiver der Broncos kam sowohl mit einem Kick- als auch mit einem Punt-Return über 93 bzw. 71 Yards in die gegnerische Endzone durch. Der 23-Jährige ist damit der erste Geschichte in der Broncos-Historie, dem dieses Kunststück gelang. "Was für ein tolles Gefühl", sagte der Matchwinner nach dem sechsten Sieg Denvers in dieser Saison und lobte seine Teamkollegen, dass sie ihm den Weg so grandios freigeblockt hatten. Vor Royal hatten erst zehn Spieler in der NFL-Geschichte in einer Partie sowohl einen Kickoff- als auch einen Punt-Return zum Touchdown vollendet.
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Re: Babbel ist sich auch für nichts zu schade
von:
Submariner
- 10.02.12, 05:15 - 7 mal gelesen
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Re: Der Blubb muß atomisiert werden!
von:
VashtheStampede
- 10.02.12, 02:47 - 7 mal gelesen
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