Erste Pleite für Meister Pittsburgh - Patriots verlieren
Zweiter Sieg für Colts
Zu verdanken haben die Indianapolis Colts ihren 27:23-Sieg im Monday Night Game bei den Miami Dolphis ihrem Star-Quarterback Peyton Manning, der 3:29 Minuten vor dem Ende mit einem Touchdownpass über 48 Yards auf Wide Receiver Pierre Garcon die Partie entschied. Die Gastgeber waren zuvor die meiste Zeit der Begegnung in Front gelegen und hatten 45 Minuten Ballbesitz gegenüber nur 15 der Colts. Manning, der 14 seiner 23 Passversuche für insgesamt 303 Yards an den Mann brachte, feierte damit zugleich seinen 119. Sieg in der NFL und übertraf damit den Klubrekord von Quarterback-Legende Johnny Unitas.
Jeff Reed tragische Figur der Steelers
Nach seinem schwachen Debüt im Bears-Dress beim 15:21 bei den Green Bay Packers, als er gleich vier Interceptions warf, hatte Chicagos Quarterback Jay Cutler auch bei der verregneten Heimpremiere gegen die Steelers zunächst einen schweren Stand. Im Schlussviertel gelang ihm dann jedoch ein Touchdownpass auf Rookie Johnny Knox, der die Partie zum 14:14 ausglich. Für die Entscheidung sorgte Bears-Kicker Robbie Gould, der 15 Sekunden vor dem Ende aus 44 Yards ein Field Goal zum 17:14-Endstand zwischen den Stangen versenkte. Zur tragischen Figur der Steelers, bei denen Quarterback Ben Roethlisberger und Wide Receiver Santonio Holmes solide Vorstellungen ablieferten, avancierte sein Kicker-Kollege Jeff Reed, der in der Schlussphase gleich zwei Field-Goal-Versuche links vorbeisetzte. In der Vorwoche hatte er die Steelers in der Verlängerung gegen die Tennessee Titans noch zum Sieg geschossen.
Romo flattern vor der Rekordkulisse die Nerven
Einen NFL-Rekord gab es in Dallas zu verzeichnen. 105.121 Zuschauer, darunter der frühere US-Präsident George W. Bush, strömten in die neue Cowboys-Arena! Am Ende gingen sie enttäuscht nach Hause, denn gegen die New York Giants setzte es für Dallas zur Stadion-Einweihung eine 31:33-Niederlage. Auch in diesem Spiel sorgte ein Field Goal für die Entscheidung. Giants-Kicker Lawrence Tynes traf aus 37 Yards, die Uhr lief ab, die Partie war entschieden. Gut dreieinhalb Minuten vor dem Ende waren die Cowboys durch einen Touchdown von Felix Jones mit einem Punkt in Führung gegangen. Doch Eli Manning führte die Giants noch einmal zurück. Quarterback-Kollege Tony Romo erwischte einen rabenschwarzen Tag. Er leistete sich drei Interceptions, die allesamt zu Touchdowns der Giants führten. Nur 13 von Romos 29 Pässen fanden ihr Ziel, 127 Yards Raumgewinn waren das schlechteste Ergebnis seiner NFL-Karriere.
Ein Rookie stiehlt Brady die Show
Für den einzigen aktiven deutschen NFL-Profi Sebastian Vollmer war das 9:16 der New England Patriots gleichbedeutend mit der ersten Niederlage. Der "Koloss aus Kaarst" spielte in der Offensive Line als "Bodyguard" Bradys an Stelle von Right Tackle Nick Kaczur. Brady hatte gegen Buffalo mit zwei späten Touchdown-Pässen noch einen Last-Minute-Sieg herbeigeführt. Diesmal gelang ihm kein einziger komplettierter Pass in die Endzone.
Bradys Bilanz: 23 von 47 Pässen kamen an den Mann, 216 Yards Raumgewinn, eine Interception. Sein Gegenüber Mark Sanchez legte im dritten Viertel mit einem Touchdown-Pass auf Dustin Keller den Grundstein zum Sieg. Beide Teams erzielten dazu jeweils drei Field Goals.
Siege für die Routiniers Favre und Warner
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Sanchez ist Nachfolger von Routinier Brett Favre bei den Jets. Favre schloss sich im Sommer den Minnesota Vikings an - und landete dort den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Mit 27:13 hielten die Vikings das Kellerkind der Vorsaison, die Detroit Lions, in der Autostadt nieder. Der 39-Jährige komplettierte 23 von 27 Pässen für 155 Yards. Visanthe Shiancoe, Adrian Peterson und Percy Harvin erzielten Touchdowns für die "Wikinger", Calvin Johnson für die Lions, die nach ihrer 0:16-Bilanz aus dem Vorjahr weiter auf einen Erfolg warten.
Vizemeister Arizona Cardinals glich seine Bilanz aus. Das Team um Quarterback Kurt Warnr gewann mit 31:17 bei den Jacksonville Jaguars. Zum Auftakt hatten die Cardinals gegen San Francisco verloren. Warner warf dabei starke 24 von 26 Pässen für insgesamt 246 Yards. Im zweiten Quarter beeindruckte Antrel Rolle nach einem geblockten Field-Goal-Versuch der Jaguars mit einem Lauf über 83 Yards zum Touchdown in die Endzone.
Einen Traumstart in die Saison legte Drew Brees hin. Der Spielmacher der New Orleans Saints fügte den sechs Touchdown-Pässen zum Auftakt gegen Detroit (45:27) gegen die Philadelphia Eagles drei weitere hinzu. Zwar unterlief ihm auch eine Interception, doch unter dem Strich war er mit 25 von 34 Pässen und 311 Yards Mann des Abends beim 48:22-Kantersieg für das Team aus "The Big Easy". Die Eagles mussten auf ihren verletzten Spielmacher Donovan McNabb verzichten. Ersatzmann Kevin Kolb spielte mit Licht und Schatten: 391 Yards, zwei Touchdowns, aber auch drei Interceptions. Eine davon trug Darren Sharper zum Endstand über 97 Yards in die Eagles-Endzone.
Den Packers läuft die Zeit davon
Die Überraschung des 2. Spieltags lieferten sicherlich die Cincinnati Bengals ab, die auswärts bei einem der Titelfavoriten, den Green Bay Packers, triumphierten. Beim 31:24-Erfolg verspielten die Bengals beinahe noch einen Zehn-Punkte-Vorsprung. Nach einem späten Field Goal holten sich die Packers den Ball beim Onside-Kick zurück. Quarterback Aaron Rodgers führte sich noch bis zur 10-Yard-Linie, ehe eine Abseitssituation der Offensive Line das Spiel beendete. Bengals-Receiver Chad Ochocinco war mit einem Touchdown-Pass sowie 91 gefangenen Yards einer der Aktivposten auf dem Lambeau-Field. Defensive End Antwan Odom gelangen fünf Sacks, Running Back Cedric Benson erlief 141 Yards für die Gäste, die ihre Auftaktniederlage gegen Denver wettmachten und die hochgelobte 3-4-Abwehrformation der Packers immer wieder durchbrachen.
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