Phelps verlor sein erstes großes internationales Rennen seit fünf Jahren. Biedermann ist der einzige Doppel-Weltmeister über 200 und 400 Meter neben dem Australier Ian Thorpe. Der Schwimm-Legende gelang dieses Kunststück 2001 und 2003.
"Wie ein Traum ist dieser Moment. Es fühlt sich so gut an", sagte Biedermann, der Phelps' Weltrekord um 0,96 Sekunden verbesserte. Der Olympia-Fünfte ist der erste deutsche Weltmeister über die 200 Meter Freistil seit Michael Groß, der 1982 und 1986 triumphierte.
"Michael war beim Start und an den Wenden schneller. Ich wusste, dass ich ihn während des Rennens schlagen musste", erklärte Biedermann, der sogar Mitgefühl mit Phelps hatte: "Er ist nach Peking mit Sicherheit noch nicht in Top-Form. Das ist noch nicht der alte Michael Phelps."
Biedermann holte die insgesamt fünfte deutsche Goldmedaille bei den Schwimm-Weltmeisterschaften von Rom. Zuvor hatten die Langstreckenschwimmer Thomas Lurz (Würzburg) und Angela Maurer (Mainz) gewonnen.

Helge Meeuw hat bei der Silber über 100 Meter Rücken gewonnen. Der Frankfurter musste sich in 52,54 Sekunden nur um 28 Hundertstel dem Japaner Junya Koga geschlagen geben. Der Spanier Aschwin Wildeboer wurde Dritter (52,64). Das Rennen war eines der wenigen Finals in Rom ohne Rekorde. Weltrekordhalter und Titelverteidiger Aaron Peirsol aus den USA war sensationell im Halbfinale als Neunter gescheitert. Meeuw freute sich "riesig" über Silber. "Damit hätte ich nie gerechnet", sagte der Frankfurter.
Gastgeber Italien hat bei den Schwimm-Weltmeisterschafen in Rom seinen zweiten Titel gefeiert. Alessia Filippi schwamm in Europarekord von 15:44,93 Minuten am Dienstag zur Goldmedaille. Zweite wurde die Dänin Lotte Friis vor der Rumänin Alina Camelia Potec.
Sarah Poewe hat bei der Schwimm-WM in Rom trotz deutschen Rekordes in 1:07,01 Minuten über 100 Meter Brust im Finale nur Platz acht belegt. Die Wuppertalerin verbesserte ihre eigene Marke um neun Hunderstel. Den Titel sicherte sich die US-Amerikanerin Rebecca Soni (1:04,93).
Die Britin Gemma Spofforth hat bei der Schwimm-WM in Rom einen Weltrekord über 100 Meter Rücken aufgestellt. Spofforth blieb in 58,12 Sekunden 36 Hundertstel unter der Marke der Russin Anastassia Sujewa aus dem Halbfinale. Suewa schwamm in 58,18 auf Platz zwei. Bronze sicherte sich die Australierin Emily Seebohm in 58,88. Daniela Samulski aus Essen war im Halbfinale ausgeschieden.
Hendrik Feldwehr ist bei der Schwimm-WM in Rom über 50 Meter Brust in 26,83 Sekunden mit Europarekord als Zweiter ins Finale am Mittwoch eingezogen. Der Essener musste nur den Südafrikaner Cameron van der Burgh vor sich dulden, der in 26,74 Sekunden einen Weltrekord aufstellte. Johannes Neumann aus Riesa (27,43) schied als 15. im Halbfinale aus.
Deutschlands Wasserballer müssen bei der WM von Rom bei der Medaillen-Vergabe zusehen. Im Viertelfinale verlor die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm 5:8 (2:1, 0:1, 1:5, 2:1) gegen den Olympia-Zweiten USA und spielt nun um die Plätze fünf bis acht. Stamm haderte am Dienstag mit den Unparteiischen. "Man darf es nicht auf die Schiedsrichter schieben", sagte er, "aber trotzdem wollten die uns heute nicht." Er hatte die Niederlage aber schnell verdaut und setzte ein neues Ziel: "Das Spiel um Platz fünf wäre die beste Platzierung seit 1991 und die beste Platzierung in meiner Laufbahn." Mannschaftskapitän Marc Politze: "Wir werden uns wieder aufrichten."
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Re: Mal was anderes (OT)
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shortysmith
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