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08.02.2009, 17:58

Mehrkampf-WM in Hamar: Kramer top

Pechstein krank, Sablikova triumphiert

"Mir geht es dreckig. Alles kam völlig überraschend. Es ist bitter ­ ich hätte gerne eine Medaille mitgenommen", erklärte mit krächzender Stimme eine völlig enttäuschte Claudia Pechstein, nachdem Fieber und Schüttelfrost die Medaillen-Träume der 36-Jährigen bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Hamar platzen ließen.

Claudia Pechstein
Enttäuscht: Für Claudia Pechstein ist die Mehrkampf-WM in Hamar beendet.
© imagoZoomansicht

Ein Podestplatz war ihr Ziel, Platz drei belegte sie auch nach zwei von vier Strecken. Doch am Sonntag ging nichts mehr. "Ich habe ihre Stimme gar mehr nicht erkannt, sie hat kaum ein Wort herausgebracht", schilderte ihr Manager Ralf Grengel die Folgen des akuten Infekts, der Pechstein zu vorzeitigen Abreise zwingt.

Nichts wird es mit der der 12. Medaille bei der Allround-WM für die fünfmalige Olympiasiegerin, die noch nie zuvor bei ihren vorangegangenen 16 Teilnahmen eine WM abbrechen musste. "Es ist tragisch und traurig. Erst Daniela Anschütz-Thoms und jetzt Claudia. Eine tragische Woche", meinte Bundestrainer Markus Eicher, der schon ohne die an einem Virus-Infekt leidende Mitfavoritin Anschütz-Thoms auskommen musste. "Wenn die ersten beiden ausfallen, sehen wir natürlich schlecht aus."

Bechert verpasst Top-Ten-Platzierung

Ohne die zwei Stars reichte es für die deutschen Eisschnellläuferinnen erstmals seit 1977 nicht zu einer Top-Ten-Platzierung bei Mehrkampf-Weltmeisterschaften. Stephanie Beckert (Erfurt) erreichte als einzige Deutsche das Finale, musste sich trotz eines glänzenden dritten Ranges (7:05,13) über 5000 Meter mit Platz zwölf in der Gesamtwertung zufrieden geben. Die Berlinerinnen Lucille Opitz (16.) und Isabell Ost (21.) hatten das Finale deutlich verpasst.

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Dort war nach dem Pechstein-Ausfall der Weg frei für Martina Sablikova. Die Tschechin sicherte sich mit dem Sieg im 5000-Meter-Rennen den ersten Allround-WM-Erfolg.

Kramer nicht zu schlagen

Bei den Herren führte kein Weg an Sven Kramer vorbei. Der Niederländer machte mit einem glanzvollen Rennen Glanzrennen über 10 000 Meter seinen WM-Hattrick perfekt. Das schaffte bislang nur der Norweger Hjalmar Andersson, der zwischen 1950 und 1952 drei Titel errang. Der 22 jährige Kramer verwies vor 6000 Zuschauern Lokalmatator Havard Bökko und den Italiener Enrico Fabris auf die Plätze. Robert Lehmann (Erfurt) und Tobias Schneider (Berlin) hatten das Finale verpasst.

08.02.09
 
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