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16.01.2009, 12:00

NFL: Ein Duell mit viel Brisanz

Luke who?

Im Finale der AFC stehen sich mit den Pittsburgh Steelers und den Baltimore Ravens zwei Teams gegenüber, die eine ausgeprägte gegenseitige Abneigung füreinander hegen. Erwartet wird eine harte und enge Auseinandersetzung, denn beide Defensivreihen gehören zu den besten in der National Football League (NFL). Pittsburghs Bürgermeister Luke Ravenstahl ließ sogar seinen Namen ändern.

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Football, NFL: Hines Ward gegen Ed Reed
Werden wohl keine Freunde mehr: Pittsburghs Wide Receicer Hines Ward (li.) gegen Baltimores Safety Ed Reed.
© imago Zoomansicht

Im Finale der AFC stehen sich mit den Pittsburgh Steelers und den Baltimore Ravens (Montag 00.30 Uhr MEZ) zwei Teams gegenüber, die eine ausgeprägte gegenseitige Abneigung füreinander hegen. Die Ravens gingen aus einem Umzug der Cleveland Browns im Jahr 1996 hervor, und die Browns haben die Steelers-Fans noch nie gemocht. Zudem fanden viele Menschen aus Pittsburgh in Baltimore und Umgebung Arbeit, so dass es in der Küstenstadt etliche Steelers-Anhänger gibt, was die Rivalität noch befeuert.

Jedenfalls treibt die Rivalität manchmal komische Blüten, und das bevorstehende Conference-Finale sorgt nun für ein neues Highlight. Das "Major Office" der Stadt Pittsburgh gab am Mittwoch bekannt, dass Bürgermeister Luke Ravenstahl bis nach Spielende seinen Namen in Luke Steelerstahl ändern wird. "Im Namen der Steelers-Nation habe ich entschieden, das Wort 'Ravens' aus meinem Namen zu entfernen so wie die Steelers die Ravens am Sonntag im AFC Championship eliminieren werden", wird der erst 28-Jährige auf der Website der Stadt Pittsburgh zitiert. Aus dem Büro von Baltimores Bürgermeisterin Sheila Dixon kam prompt die Antwort, auf eine Änderung zu verzichten, immerhin sei "Ravenstahl" ein Siegername.

NFL, Play-offs

Nun aber zum Sportlichen. Erwartet wird eine harte und intensive Auseinandersetzung, denn die Sportler mögen sich genauso wenig wie die Fans. "Die Trainer hassen sich, die Spieler hassen sich ... Es gibt keine Gespräche nach den Partien und auch keine Einladungen. Und diese Gefühle beruhen auf Gegenseitigkeit. Es gibt keine Notwendigkeit, dies zu verneinen", sagte Pittsburghs Wide-Receiver Hines Ward.

"Nach Spielen gegen Pittsburgh bist du tags darauf noch ausgelaugter. Denn das sind physische Spiele, so intensiv, wie man es sich nur vorstellen kann", fügte Baltimores Jim Leonhard an.

Die Steelers gehen leicht favorisiert ins Rennen, immerhin haben sie beide Vergleiche in der regulären Saison für sich entscheiden (13:9; 23:20 nach Verlängerung) können. Erwartet wird auch dieses Mal ein enges Spiel mit wenigen Punkten, denn beide Teams gehören zu den defensivstärksten der NFL. So ließen die Steelers bisher nur 237,2 Yards pro Partie zu und nehmen damit Platz eins in der Statistik ein. Die "Steel Curtain" machte ihren Namen also alle Ehre. Auf Rang zwei liegen aber die Ravens mit 261,1 Yards. Steelers Linebacker James Harrison wurde zum "Defense-Player of the Year" ernannt. Der 30-Jährige hatte in der regulären Saison 101 Tackles und 16 Sacks zu verzeichnen. Auf Rang drei der besten Verteidiger landete allerdings Ravens-Safety Ed Reed.

Aber es kommt natürlich auch auf die Quarterbacks an. Sowohl Pittsburghs Ben Roethlisberger (26) als auch Baltimores Joe Flacco (24) gehören zu den jüngeren Spielmachern. Was Erfahrung angeht, hat "Big Ben" aber deutliche Vorteile. Roethlisberger spielt seine fünfte Saison und führte die Steelers 2006 als jüngster Quarterback aller Zeiten zum Titelgewinn (21:10 über die Seattle Seahakws). Flacco dagegen spielt seine erste Saison und dies nur, weil sich Kyle Boller verletzte und Troy Smith wegen einer Erkrankung ausfiel. "Joe Cool" überzeugte aber auf Anhieb und steht nun vor einer der größten Sensationen der NFL.

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