Peyton Manning präsentierte sich gegen Jacksonville erneut in starker Form. Der Colts-Quarterback warf vier Touchdownpässe. Nach dem Sieg gegen den größten Konkurrenten aus der eigenen Division liegt der Titelverteidiger vier Spiele vor Ende der Regular Season mit einer Bilanz von 10:2 nun zwei Siege vor den Jaguars (8:4) und hat auch den direkten Vergleich gewonnen. Jacksonvilles Coach Jack Del Rio schrieb den Titel in der South Division der American Football Conference (AFC) nach der Partie bereits ab.
Für die Colts geht es in den verbliebenen Saisonspielen nun darum, sich Platz zwei in der AFC und damit ein Freilos für die erste Play-off-Runde zu sichern. Ihr schärfster Verfolger sind die Pittsburgh Steelers (9:3), welche die Spitzenposition in der AFC North durch das 24:10 gegen die Cinicinnati Bengals festigten. In der West Division liegen die San Diego Chargers (7:5) vorne, die bei den Kansas City Chiefs einen 24:10-Erfolg einfuhren. Die New England Patriots, mit elf Siegen aus elf Spielen unangefochten das beste Team der Liga, wollen ihre makellose Bilanz am Montag mit einem Sieg bei den Baltimore Ravens wahren.
In der National Football Conference (NFC), in der das Spitzenspiel zwischen den Dallas Cowboys und den Green Bay Packers (37:27) bereits am Donnerstag stieg, setzten sich die Tampa Bay Buccaneers (8:4) mit 27:23 gegen die New Orleans Saints durch und sind dem Gewinn der NFC South damit ein großes Stück näher gekommen. Nach einem Ballverlust der Saints - Devery Henderson verlor das Spielgerät nach einem schlechten Pass von Reggie Bush - gelang Tampa Bays Ersatzquarterback Luke McCown 17 Sekunden vor dem Ende doch noch der Touchdownpass zum Sieg.
Ihre Führung in der NFC West behaupteten die Seattle Seahwaks (8:4) durch ein 28:24 bei den Philadelphia Eagles. Mann des Abends war dabei Lofa Tatupu, dem gleich drei Interceptions gelangen. Vor ihm war dies in der Geschichte der NFL erst drei anderen Linebackern gelungen. Bereits im ersten Viertel fing Tatupu zwei Pässe von Eagles-Quarterback A.J.Feeley ab. In der Schlussminute gelang ihm dies dann erneut, der knappe Sieg der Seahawks war perfekt.
In Washington fand das Heimspiel der Redskins gegen die Buffalo Bills ganz unter dem Eindruck des Mordes an Verteidiger Sean Taylor statt, der am vergangenen Montag in seinem Haus in Florida angeschossen worden war und einen Tag danach seinen Verletzungen erlag. 85.000 Fans wedelten vor Spielbeginn Handtücher mit Taylors Rückennummer 21, hielten Trikots oder Transparente in die Höhe. Die Redskins zollten ihrem verstorbenen Teamkollegen auf ihre Weise Tribut: Als die Defense der Hausherren das erste Mal das Feld betrat, blieb die Safety-Position unbesetzt. Am Sonntag wäre Taylor, der am Montag in Miami beerdigt wird, auf seine Abwehrkollegen stolz gewesen. Die Defense der Redskins ließ keinen Touchdown zu. Dass die Bills dennoch mit 17:16 gewannen, lag daran, dass Gästekicker Rian Lindell vier Sekunden vor dem Ende auch den fünften Fieldgoal-Versuch zwischen den Stangen unterbrachte.
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