Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
25.01.2016, 08:42

NFL, AFC Championship: Spannung bis zum Schluss

Manning sticht Brady aus: Broncos im Super Bowl

Der 50. Super Bowl in Santa Clara am 8. Februar (0.30 Uhr MEZ) findet ohne den Meister statt. Die New England Patriots zogen in der US-Profiliga NFL im Finale der American Football Conference (AFC) in einem wahren Krimi bei den Denver Broncos knapp den Kürzeren. 20:18 hieß es am Ende für die Broncos, das Duell der alternden Star-Quarterbacks Peyton Manning (39) und Tom Brady (38) ging damit an Manning.

Broncos Quarterback Peyton Manning
Konnte sich auf seine Defensive verlassen: Broncos Quarterbacks Peyton Manning.
© picture allianceZoomansicht

Peyton Manning gegen Tom Brady - im AFC Championship Game standen sich am Sonntag zwei der wohl größten Quarterbacks in der Geschichte der National Football League im direkten Duell gegenüber. Die Bühne hätte kaum größer sein können, schließlich ging es um nicht weniger als ein Ticket für den Super Bowl Nummer 50. Den Zuschlag für die Reise nach Santa Clara erhielten Manning und die Broncos, die im Vergleich zu den Patriots die bessere Allround-Leistung ablieferten. Denn neben Manning konnte sich Denver einmal mehr auf seine Verteidigung verlassen.

"Defense wins Championships", heißt es so schön. Die Denver Broncos sind nach dem 20:18-Erfolg im AFC Championship Game gegen die New England Patriots nur noch einen Sieg davon entfernt, diese altbekannte Binsenweisheit in die Tat umzusetzen. Denn die beste Abwehr der Liga brachte Tom Brady und Co. reihenweise zur Verzweiflung. Nicht nur wurde der Star-Quarterback viermal von der Broncos-Defense "gesackt", sondern hielt diese speziell im Schlussviertel gleich mehrmals den Laden hinten dicht. Allen voran Linebacker Von Miller glänzte mit fünf Tackles, 2,5 "Sacks" und einer Interception. Doch der Reihe nach ...

Denver erwischte bereits den besseren Start. Peyton Manning (17/32 Pässe, 176 Yards, 2 TD-Pässe) begann stark: Gleich im zweiten Drive arbeitete sich der 39 Jahre alte Methusalem tief in die Hälfte der Patriots vor. Es folgte ein Pass des Altmeisters über 21 Yards zu Owen Daniels, der mit seinem Catch für die frühe 7:0-Führung sorgte. New England um Spielmacher Brady (27/56, 310 Yards, 1 TD, 2 Interceptions) hatte hingegen Mühe, offensiv ins Spiel zu finden. Die ersten drei Drives des Titelverteidigers endeten jeweils mit einem Punt.

Gostkowskis Monster-Serie reißt

Doch dann lud Denver New England förmlich zum Punkten ein: Manning entschied sich für einen Pass auf Hillman, der das "Ei" nicht festhalten konnte - "Incomplete Pass", dachten alle. Doch weil das Abspiel rückwärts gerichtet war (ein sogenannter "Backward Pass") und von New England aufgenommen wurde, wechselte der Ballbesitz. Nur zwei Spielzüge später rannte Steven Jackson aus kürzester Distanz in die Endzone - Touchdown. Da allerdings Pats-Kicker Stephen Gostkowski den Kick für den Extrapunkt versemmelte - sein erster Fehlversuch nach 523 (!) erfolgreichen Versuchen - blieb Denver noch knapp in Führung (7:6).

Die Schützenhilfe der Gastgeber hätte den Patriots eigentlich in die Karten spielen müssen, erst recht weil die Broncos im folgenden Drive nicht über einen Punt hinauskamen. Doch eine Brady-Interception in der eigenen Redzone, aufgenommen von Broncos-Linebacker Miller, sorgte wieder für klare Verhältnisse auf dem teils ramponierten Grün im Sports Authority Field. Manning ließ sich nicht lange bitten und nutzte die gute Startposition mit seinem zweiten TD-Pass auf Daniels.

Patriots auf der Suche ihrer Offense

Der Meister aus dem Vorjahr kam offensiv weiterhin nicht in die Gänge. Ein Beleg hierfür: Allein in der ersten Hälfte musste New England sechs Mal punten und zwei Interceptions hinnehmen. Dazu waren Bradys drei Top-Receiver (Rob Gronkowski, Danny Amendola und Julian Edelman) komplett abgemeldet und kamen in den ersten beiden Vierteln zusammen auf nur 49 Yards Raumgewinn. Eine derart schwache Ausbeute veranlasste die Polizei von Denver bereits zu einer Vermisstenanzeige.

Doch noch waren die Pats nicht geschlagen, schließlich führte Denver zur Pause nur mit acht Punkten (17:9). Ein Gostkowski-FG (38 Yards) im dritten Viertel verkürzte den Spielstand um weitere drei Zähler, ehe im Schlussabschnitt Broncos-Kicker Brandon McManus aus 31 Yards den alten Abstand wieder herstellte.

Die Patriots gingen fortan komplett aufs Ganze, benötigten sie schließlich noch einen Touchdown sowie eine 2-Point-Conversion, um den Spielstand auszugleichen. Gleich zweimal gaben sie dabei mit einem Turnover-on-Downs das "Ei" wieder ab, ohne selbst Punkte zu erzielen.

Gronkowski-Touchdown reicht nicht

Erst mit dem letzten Drive erreichte New England wieder die Endzone. Brady wählte dabei mit Gronkowski sein Lieblingsziel. Der bullige Tight End hatte nicht nur mit einem 40-Yard-Catch die Vorarbeit geleistet, sondern letztlich auch den TD erzielt. Allerdings mussten die Pats noch immer die 2-Point-Conversion erzielen. Dies verpasste der Titelverteidiger, weil Denver sämtliche Receiver zustellte. Nachdem auch der folgende Onside-Kick misslang, stand fest: Die Denver Broncos ziehen in den Super Bowl (Montag, 8. Februar, 0.30 Uhr MEZ) ein und treffen dort auf die Carolina Panthers um Cam Newton.

Für das Team aus der "Mile High City" ist es bereits der achte Einzug ins Endspiel um den NFL-Titel (Rekord, zusammen mit den Cowboys, Patriots und Steelers). Für Manning, der im 17. Duell mit Brady erst zum sechsten Mal als Sieger vom Feld ging, ist es die zweite Teilnahme im Trikot der Broncos. Vor zwei Jahren unterlag der 39-Jährige den Seattle Seahawks deutlich (8:43).


Statistik zu den Championship Games

Denver Broncos - New England Patriots 20:18
Carolina Panthers - Arizona Cardinals 49:15

Sandro Schüßler

Überblick: Die Spielmacher der 32 Mannschaften
Brady, Rodgers, Manning - Quarterbacks 2015
Die NFL-Quarterbacks 2015
Die NFL-Quarterbacks 2015

Das Hauptaugenmerk während der NFL-Saison 2015/16 liegt wie immer auf den Quarterbacks der 32 Mannschaften, die die Spiele lesen, gestalten und im besten Fall gewinnen sollen. Das fällt den Top-Stars wie Tom Brady, Peyton Manning, Aaron Rodgers, Eli Manning, "Big Ben" Roethlisberger, Drew Brees, Tony Romo oder Russell Wilson bekanntlich etwas leichter, doch auch bei den anderen Klubs tummeln sich gute Spielmacher - vor allem auch einige neue.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

Denver Broncos - letzte 10 Spiele

S
U
N

New England Patriots - letzte 10 Spiele

S
U
N

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun