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12.01.2016, 12:45

Cincinnati-Linebacker für drei Spiele gesperrt

NFL zieht Burfict aus dem Verkehr - Vollmer darf hoffen

"Nobody's Burfict", scherzte das Netz nach dem 16:18 der Cincinnati Bengals gegen die Pittsburgh Steelers über den Schlüsselspieler des Wild-Card-Duells für die Play-offs. Vontaze Burfict dürfte nicht zum Lachen zumute sein: Der Häme über sein unnötiges und spielentscheidendes Vergehen folgte nun eine Sperre der NFL. Grund zur Freude hat unterdessen Sebastian Vollmer - der deutscher Super-Bowl-Gewinner von den New England Patriots wird wohl zu den Play-offs rechtzeitig fit.

Vontaze Burfict
Außer Rand und Band: Cincinnatis Vontaze Burfict verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit vom Matchwinner zur Lachnummer.
© picture allianceZoomansicht

In Cincinnati dürften sie noch immer den Kopf schütteln, wenn der Name Burfict fällt. "Ich hasse Pittsburgh", hatte der 25-Jährige schon vor dem Duell mit Cincinnatis Erzfeind herausposaunt - um ihnen dann den Sieg zu schenken. Und das, obwohl er eigentlich der Matchwinner hätte sein können.

Rückblick: Beim Stand von 15:16 aus Sicht der Steelers leistete sich Ersatz-Quarterback Landry Jones (Ben Roethlisberger fehlte zu diesem Zeitpunkt mit einer Schulterblessur) kurz vor Schluss eine Interception. Ausgerechnet Burfict fing das Ei ab und sprintete spaßeshalber über den ganzen Platz in den Spielertunnel. Auch darüber amüsierte sich das Internet, Szenen aus dem Football-Spiel aus dem Film "Forrest Gump" wurden zusammengeschnitten. Burfict konnte indes glücklich sein, nicht wegen Spielverzögerung bestraft zu werden.

Doch dann schaffte er es doch, sich alles zunichte zu machen. Zuerst patzte aber ein anderer: Teamkollege Hill sollte mit einem Laufspiel lediglich die Uhr auslaufen lassen, verlor den Ball aber, so dass Pittsburgh nochmal eine Chance bekam. Rückkehrer Roethlisberger passte auf Antonio Brown, allerdings zu hoch. Doch da war ja noch Burfict, der Brown bar jeder Fairness die Schulter an dessen Kopf rammte, der Steelers-Akteur sackte regelrecht zusammen - Foul und 15 Yards Strafe. Bei den anschließenden Diskussionen attackierte Adam Jones einen Schiedsrichter, nochmal 15 Yards Raumgewinn für Pittsburgh. Kicker Boswell traf schließlich aus 35 Yards zum 18:16-Sieg. Burfict wird nach der Off-Season jedenfalls noch dreimal zuschauen müssen. Es war bei weitem nicht sein erstes Vergehen: In der laufenden Saison hatte er wegen ähnlicher Vergehen vier Geldstrafen erhalten.

Jones nahm seinen Kollegen übrigens in Schutz. Es sei keine Absicht gewesen, man solle sich den Vorfall in Zeitlupe anschauen. "Schaut's euch an. Schaut's euch an. Schaut's euch an", empfahl er den Medienvertretern. Und: "Brown war nicht verletzt. Er verdient einen Oscar für diesen Auftritt". Den hätte er aber vorerst nicht in Empfang nehmen können. Er trug bei der Attacke eine Gehirnerschütterung davon.

Patriots können wohl auf Vollmer zurückgreifen

Eine Knöchelverletzung setzte hingegen Sebastian Vollmer zuletzt matt. Der Deutsche in den Diensten der New England Patriots kehrt aber wohl pünktlich zum ersten Play-off-Spiel in die Mannschaft zurück. Der Offensive Tackle aus Kaarst hat nach Angaben der Sender CBS und ESPN am Montag wieder mittrainiert. Titelverteidiger New England trifft am Samstag (22.35 Uhr) im Viertelfinale auf die Kansas City Chiefs.

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