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10.01.2016, 23:56

NFL, Wild Card Round 2016: Vikings-Kicker vergibt Sieg

Wilson und Baldwin tauen rechtzeitig auf

Nicht weniger als Minus 21 (!) Grad Celsius herrschten am Sonntag (Ortszeit) in Minneapolis, als in der Wild Card Round die Vikings und die Seattle Seahawks das Spielfeld betraten. Die eisigen Temperaturen sorgten zunächst für eine Partie auf überschaubarem Niveau, welche von den Gastgebern üer weite Strecken kontrolliert wurde. Erst im Schlussviertel tauten die Seahawks, allen voran Quarterback Russell Wilson und dessen bevorzugter Spielpartner Doug Baldwin, noch rechtzeitig auf. Bei Seattles Einzug in die Divisional Round halfen die Vikings mit zwei dicken Patzern allerdings auch kräftig mit.

Zweite Dienstreise nach Minnesota

Bitterer Moment: Kicker Blair Walsh (#3) scheitert und vergibt die Chance zum Sieg.
Bitterer Moment: Kicker Blair Walsh (#3) scheitert und vergibt die Chance zum Sieg.
© Getty ImagesZoomansicht

Für die Seahawks war es bereits die zweite Dienstreise nach Minneapolis. Schon in Week 13 der Regular Season hatte der Meister der vorletzten Spielzeit und letztjährige Finalteilnehmer in Minnesota gastiert. Damals nahmen Russell Wilson und Co. die Vikings mühelos auseinander, gewannen klar und deutlich 38:7. Ganz so leicht gestaltete sich der zweite Auftritt im TCF Stadium jedoch nicht. Im Gegenteil: Das weite Rund hatte sich bei Temperaturen um minus 20 Grad Celsius zu einem wahren Eisschrank entwickelt, was beiden Mannschaften das Leben zusätzlich erschwerte.

Beim drittkältesten Spiel in der Geschichte der NFL-Play-offs mussten sich Vikings und Seahawks erst einmal akklimatisieren. So verwunderte es nicht, dass zunächst kaum ein Spielzug klappte. Fünf Punts, zwei "Turnovers on Downs" und nur ein Field Goal - so die magere Bilanz zur Pause. Minnesotas Kicker Blair Walsh hatte mit einem Treffer aus 22 Yards für die einzigen Zähler bis zu diesem Zeitpunkt gesorgt.

"Legion-of-Boom"-Defense hält Seattle im Spiel

Auch nach dem Pausentee tat sich auf dem Scoreboard nur wenig. Die Seahawks, die erneut ohne Star-Running-Back Marshawn Lynch (Bauchmuskelverletzung, fällt seit Mitte November aus) antraten, bekamen offensiv keinen Fuß auf den Boden. Immerhin: Seattles Defense um die "Legion of Boom", seit vier Jahren die beste Verteidigung der Liga in puncto gegnerischer Punkte, hielt den Schaden in Grenzen. Einzig zwei weitere Walsh-Field-Goals (aus 43 und 47 Yards) ließ die Mannschaft von Pete Carroll zu.

So blieb der Vorjahresfinalist trotz bis dato schwacher Offensivleistung weiter im Rennen. Und langsam aber sicher schien die Seahawks-Offense auf Betriebstemperatur zu kommen. Nach einem Doug-Baldwin-Touchdown (sein zwölfter TD in den letzten sieben Spielen) stand Seattle 11:37 Minuten vor dem Ende endlich auf der Anzeigetafel.

Nur wenige Spielzüge zuvor hatte Wilson bei einem verunglückten Snap (3rd Down) nur haarscharf einen "Sack" mit großem Raumverlust oder gar einen Turnover vermieden und stattdessen per Zuspiel auf Tyler Lockett 35 Yards Raumgewinn herausgeholt und den Drive damit am Leben erhalten. "Er besitzt die Kreativität für solche Momente. Es passiert zwar selten, aber manchmal macht er einfach Magisches", lobte Coach Carroll.

Erst Peterson, dann Walsh: Vikings schlagen sich selbst

Doch noch waren die Vikings um Adrian Peterson in Front. Allerdings leistete sich der MVP von 2012 schon im nächsten Drive einen kostspieligen Fumble an der eigenen 40-Yard-Linie. Die Folge: Ein 46-Yard-Field-Goal von Steven Hauschka - 10:9 Seahawks. Seattle hatte die Partie innerhalb von nur 2:28 Minuten gedreht.

Minnesota sah sich nun mit dem Rücken zur Wand. Und der folgende Drive endete obendrein nur in einem Punt, doch die Defense der Vikings bescherte Quarterback Teddy Bridgewater (17/24, 146 Yards, kein TD) noch einen weiteren Versuch. Bei diesem holte Tight End Kyle Rudolph erst eine Pass-Interference-Strafe (15 Yards) heraus, ehe er eine 24-Yards-Conversion produzierte.

Vikings-Coach Mike Zimmer: "So ist das Leben"

Minnesota spielte geschickt die Uhr herunter und hatte 26 Sekunden vor Schluss die große Chance zum Sieg: Einzig ein 27-Yard-Field-Goal trennte das Franchise noch vom Einzug in die Divisional Round. Doch Kicker Walsh jagte das "Ei" links neben die Stangen. "Wir haben ein Field Goal nicht gemacht und dadurch ein Spiel verloren. Es ist sehr traurig so zu verlieren, aber so ist das Leben", gab ein geknickter Vikings-Head-Coach Mike Zimmer anschließend zu Protokoll. Auch Seattles Trainer fand im Moment des Erfolges tröstende Worte: "Mir tut es für ihren Kicker leid"


Statistik Wild Card Round

Samstag, 9. Januar (Ortszeit)

Houston Texans - Kansas City Chiefs 0:30
Cincinnati Bengals - Pittsburgh Steelers 16:18

Sonntag, 10. Januar (Ortszeit)

Minnesota Vikings - Seattle Seahawks 9:10
Washington Redskins - Green Bay Packers

Sandro Schüssler

10.01.16
 

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