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10.01.2016, 09:55

NFL, Wild Card Round 2016: Houston hat gegen Kansas City keinen Auftrag

Chiefs zerstören Watt und seine Texans

Die Aufgabe für beide Vereine im ersten Wild Card Game 2016 war klar: Kansas City wollte eine Durststrecke von 22 (!) Jahren ohne Play-off-Sieg enden lassen, Houston hatte den dritten Heimsieg ohne Niederlage in der NFL-Endrunde im Visier. Am Ende konnte es - wie allgemein bekannt - nur einen Sieger geben: Die Chiefs gewannen sage und schreibe mit 30:0 bei den Texans. Es war ein Shutout, eine Demontage, eine Zerstörung für das Franchise aus Texas. Spieler, Trainer, Fans und Verantwortliche waren bedient, während Kansas feierte und eine starke Serie am Laufen hielt.

Alex Smith
"Jetzt sind wir an der Reihe": Chiefs-Quarterback Alex Smith sollte, zumindest für das Spiel in Texas, recht behalten.
© picture allianceZoomansicht

Den Worten Taten folgen lassen ...

"Das waren damals 22 andere Teams in 22 Jahren, nun sind wir an der Reihe", hatte Chiefs-Quarterback Alex Smith, der seine Truppe schon am Ende der Regular Season zu einer phänomenalen Serie von zehn Siegen am Stück getrieben hatte (Vereinsrekord), vor dem Gastspiel in Texas gesagt. Eines vorneweg: Der 31-Jährige sollte Recht behalten und das Franchise aus dem US-Bundesstaat Missouri zu einem unfassbar eindeutigen 30:0 und damit zum elften Sieg in Serie führen. Seine soliden Werte: 17 von 22 Pässen für 190 Yards angebracht, ein Touchdown bei nur einer Interception.

Die heimischen Texans dürften dagegen bis heute noch nicht wissen, wie das alles denn passieren konnte. Alleine Houstons Quarterback Brian Hoyer (vor der Saison von den Cleveland Browns geholt) erlebte einen Horror-Abend im mit 71.800 Zuschauern besetzten NRG Stadium: nur 15 von 34 Pässen an den Mann gebracht, kümmerliche 136 Yards erreicht, kein Touchdown und satte vier (!) Interceptions. Eines ist klar: Mit solchen Bilanzen kann man kein Spiel gewinnen. Immerhin stellte sich der Spielmacher hernach mit offenen Worten: "Ich musste von Beginn an mit reichlich Widrigkeiten klarkommen. Das dürfte alles in allem das Schlimmste sein, was ich in meiner Karriere erlebte habe."

Davis sprintet über 106 Yards in die Endzone

Trotz des unfassbar klaren 30:0-Blowouts muss allerdings auch angefügt werden, dass dieses Duell insgesamt kein großes Football-Feuerwerk war. Zu viele Fehler passierten auf beiden Seiten, zu viel Stückwerk war insgesamt an der Tagesordnung. Aber: Eindeutig mehr Fehler produzierte dabei von Anfang an Houston, das sich schon nach elf Sekunden einen gewaltigen Blackout leistete und Chiefs-Running-Back Knile Davis nach der Aufnahme des spieleröffnenden Kick-offs tatsächlich über ganze 106 Yards zum Touchdown laufen ließ.

Der Anfang vom Ende aus Sicht der Texans war damit geschehen. Ähnlich ging es weiter: Der Gastgeber fand gegen Kansas Citys Tight End Travis Kelce (acht Receptions für 128 Yards) & Co. viel zu selten Mittel, während die eigene Verteidigung um Star J.J. Watt (ein Tackle, kein "Sack" plus Oberschenkelverletzung im dritten Quarter) fast nichts erreichte.

"Sie haben alles reingelegt"

Der höchste Auswärts-Shutout in der Endrunde in der NFL-Geschichte rief nach den 60 Minuten Spielzeit, die in den letzten Zügen im vierten Quarter relativ ruhig ausgeklungen waren, auch beide Trainer auf den Plan. Während sich Houstons Headcoach Bill O'Brien kleinlaut gab ("Eine höchst enttäuschende Art und Weise, eine gute Saison so enden zu lassen. Wir sind alle dafür verantwortlich"), war Chiefs-Chef Andy Reid nach seinem sechsten persönlichen Sieg gegen die Texans (keine Niederlage) natürlich hocherfreut: "Die Spieler haben wirklich alles gegeben und alles in dieses Spiel reingelegt."

Statistik Wild Card Round

Wild Card Round 2016

Samstag, 9. Januar (Ortszeit)

Houston Texans - Kansas City Chiefs 0:30
Cincinnati Bengals - Pittsburgh Steelers

Sonntag, 10. Januar (Ortszeit)

Minnesota Vikings - Seattle Seahawks
Washington Redskins - Green Bay Packers

Markus Grillenberger

 
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