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07.01.2016, 22:00

NFL-Play-offs, Wild Card Round: Showdown im "Dschungel"

Ein Spiel, nur ein Sieger: Die Play-offs der NFL stehen an

Am Samstag steht die 1. Runde der gewohnt spannenden Play-offs in der National Football League an. Nicht wie im Basketball oder im Eishockey entscheidet hierbei eine Best-of-Serie - es gibt nur eine Partie und demnach direkt danach nur einen Sieger. In der Wild Card Round genießen dabei die Houston Texans (gegen Kansas City), die Cincinnati Bengals (gegen Pittsburgh), die Minnesota Vikings (gegen Seattle) und die Washington Redskins (gegen Green Bay) jeweils Heimvorteil. Doch die Gästeteams haben ihre Waffen - wie zum Beispiel Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger, Packers-Gunslinger Aaron Rodgers oder Seahawks-Ass Russell Wilson. Ein Überblick ...

J.J. Watt, Ben Roethlisberger, Russell Wilson und Aaron Rodgers
Sind heiß auf die Wild Card Round: J.J. Watt, Ben Roethlisberger, Russell Wilson und Aaron Rodgers (v.l.n.r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Houston Texans vs. Kansas City Chiefs (Samstag, 22.35 Uhr)

Quarterback Alex Smith soll Kansas City nach 22 langen Jahren endlich wieder zu einem Sieg in den Play-offs führen. Die Chancen stehen nicht schlecht, nimmt man alleine die aktuelle Serie von zehn (!) Siegen in Folge (Vereinsrekord). Zu Saisonbeginn hatten die Chiefs zunächst einen miserablen 1:5-Start hingelegt und lange Zeit selbst nicht mehr mit einer Qualifikation gerechnet. Smith selbst sieht sein Team aufgrund der jüngeren negativen Endrundengeschichte nicht allzu sehr unter Druck - auch das 44:45 vor zwei Jahren in der Wild Card Round nach 28 Punkten Führung bei den Indianapolis Colts soll vergessen sein: "Ich denke nicht, dass dieses Gewicht auf uns lastet. Das waren damals 22 andere Teams in 22 Jahren. Nun sind aber wir an der Reihe."

Der Gegner hat allerdings auch keine schlechte Serie laufen: Houston war ebenfalls schwach mit 2:5 gestartet, um am Ende trotzdem relativ souverän die AFC South mit 9:7 zu gewinnen. Und das alles ohne den nach Week 7 ausfallenden Star-Läufer Arian Foster (Achillessehnenverletzung). Apropos Star: Vor allem richtet sich der Blick bei den Texans auf MVP-Kandidat J.J. Watt (17,5 "Sacks"). Der Defensive End wird vor allem darauf aus sein, den gewohnt sicheren Chiefs-Quarterback Smith zu stürzen und dadurch zu überhasteten Würfen zu zwingen. Seine Kampfansage: "Wir sind noch nicht zufrieden. Wir wollen das Heimspiel gewinnen und weitermarschieren."

Cincinnati Bengals vs. Pittsburgh Steelers (Sonntag, 2.15 Uhr)

Dieses Duell zwischen den beiden AFC-North-Konkurrenten weckt Erinnerungen an die letzte Play-off-Begegnung beider Teams vor genau zehn Jahren: Die Bengals, damals ebenso Divisionssieger, traten zu Hause gegen die Steelers an. Bereits beim 1. Passversuch war Kimo von Oelhoffen in die Beine des damaligen Spielmachers Carson Palmer gefallen. Er hatte dadurch dessen Kreuzband zerstört. Das Spiel endete letztlich deutlich zugunsten der Steelers (31:17).

Ben Roethlisberger (links) und Antonio Brown
Ein unwiderstehliches Star-Duo: Steelers-Quarterback "Big Ben" Roethlisberger und Receiver Antonio Brown.
© Getty Images

Dieses Mal lautet das Quarterback-Duell Andy Dalton gegen Ben Roethlisberger - oder doch nicht? Denn während das nimmermüde Kraftpaket "Big Ben" (33, seit 2004 im Verein) bei einem Durchschnitt von 328 Yards pro Spiel und einer Passquote von 68 Prozent zusammen mit seinem Lieblings-Receiver Antonio Brown im Grunde immer stark aufspielt, ist noch nicht geklärt, ob Dalton überhaupt kann. Der 28-Jährige laboriert noch immer an einer Daumenverletzung - dabei sollte er doch sein Team endlich in seiner Amtszeit im heimischen "Dschungel" zum Sieg führen. So muss wahrscheinlich Ersatzmann AJ McCarron übernehmen. Bitter: Cincy hat sieben Play-off-Spiele in Serie verloren - lange 25 Jahre warten die Fans auf einen Triumph.

Minnesota Vikings vs. Seattle Seahawks (Sonntag, 19.05 Uhr)

Immerhin genießen die Minnesota Vikings um Quarterback Teddy Bridgewater (3231 Yards, 14 Touchdowns, neun Interceptions während der Regular Season) Heimrecht. Und sie haben in Running Back Adrian Peterson den besten Läufer der Liga (1485 Yards, elf TDs).

Der klare Favorit ist trotzdem der Gast: Seattle ist nach einem schwachen Saisonstart (2:4) mit acht Siegen aus den finalen zehn Spielen absolut in der Spur. Allen voran Quarterback Russell Wilson glänzte zuletzt, als er in den vergangenen sieben Spielen (6:1) 24 Touchdowns bei nur einer Interception warf. Hinzu gesellt sich natürlich eine phänomenal gute Abwehr um Cornerback Richard Sherman. Zudem steht der lange Zeit fehlende Running Back Marshawn "Beast Mode" Lynch wieder in den Startlöchern. "Diese Jungs sind dermaßen selbstbewusst. Sie wissen, dass sie es überall hin schaffen können", sagte Seahawks-Coach Pete Carroll.

Washington Redskins vs. Green Bay Packers (Sonntag, 22.40 Uhr)

Aaron Rodgers (links)
Möchte den Angriffsmotor seiner Green Bay Packers wieder anschmeißen: Gunslinger Aaron Rodgers (links).
© Getty ImagesZoomansicht

Heiß unterwegs vs. kalt geworden trifft es wohl am ehesten bei der vierten Paarung in der Wild Card Round der NFL: Denn während Washington sechs der letzten sieben Ligaheimspiele gewonnen hat und in Kirk Cousins einen absolut aufgeblühten Quarterback stellt, stagniert die Maschinerie aus der Käsestadt Green Bay. Die Packers brachen nach einem starken 6:0-Start regelrecht ein und hangelten sich eher ins Ziel - sogar das mögliche Heimrecht durch eine Niederlage im Endspiel um die NFC-North-Krone gegen Minnesota ging flöten. Gunslinger Aaron Rodgers stellt zusammen mit seinen teils zu harmlosen Receivern Randall Cobb, James Jones oder Davante Adams einen ungewöhnlich schwachen Angriff - Rang 23. Auch die Abwehr um Star-Linebacker Clay Matthews wirkt nicht allzu sattelfest. Doch Headcoach Mike McCarthy gibt aus: "Ihr alle solltet daran denken, dass Aaron Rodgers ein großartiger Spieler ist. Er will immer den Ball in seinen Händen spüren. Und er kann immer, wenn Dinge den Bach runter gehen, Großartiges leisten."

Großartiges will auch Cousins in der US-Hauptstadt erreichen. Der Spielmacher fährt mit starken Quoten auf, hat er doch seit Week 7 die höchste Passquote der Liga (72,4 Prozent) und zudem 23 Touchdowns bei nur drei Interceptions geworfen. Aber: Washington hat seit elf Jahren kein Spiel in den Play-offs mehr gewonnen. Dagegen kommen die Packers, die zum siebten Mal in Folge in der Endrunde stehen und sich dabei einmal die Vince Lombardy Trophy im Super Bowl (6. Februar 2011, 31:25 gegen Pittsburgh) schnappten. Und: Die Redskins (9:7) haben es in dieser Saison noch nicht geschafft, ein Team mit einer positiven Bilanz zu schlagen - Green Bay hat die Spielzeit mit 10:6 abgeschlossen.

Ausruhen für die Top-Teams

Derweil warten die vier besten Teams der Regular Season auf ihre Gegner: Die Denver Broncos (12:4) und die New England Patriots (12:4) aus der AFC sowie die Carolina Panthers (15:1) und die Arizona Cardinals (13:3) aus der NFC greifen erst nächstes Wochenende in der Divisional Round ins Geschehen ein.

mag

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